Forum für Wissenschaft, Industrie und Wirtschaft

Hauptsponsoren:     3M 
Datenbankrecherche:

 

Eine CD mit 150 GB Speicherkapazität?

15.06.2001

Das Optische Institut der TU Berlin auf der LASER 2001 in München

Vom 18. bis 22. Juni 2001 präsentiert die weltgrößte Leitmesse "LASER 2001 - World of Photonics" Innovationen und industrielle Anwendungen aus dem Bereich der optischen Technologien. Der Forschungsmarkt Berlin ist auf der LASER 2001 mit zehn Exponaten vertreten. In Halle B2, Stand 534 treten Berliner Forscherinnen und Forscher sowie Berliner Firmen gemeinsam auf. In unmittelbarer Nachbarschaft werden auf zwei Gemeinschaftsständen Innovationen und


Produkte aus der Lasertechnik und ihre industrielle Anwendung vorgestellt.

Als Aussteller auf dem Gemeinschaftsstand Forschungsmarkt Berlin sind mit dabei: die Technische Universität Berlin, die Humboldt-Universität zu Berlin, das Ferdinand-Braun-Institut für Höchstfrequenztechnik, das Heinrich-Hertz-Institut für Nachrichtentechnik und das Weierstraß-Institut für Analysis und Stochastik.

Optische Techniken für die Datenkommunikation zeigen das Heinrich-Hertz-Institut mit seinen Ausgründungen QDI Germany GmbH und u2t, das Labor für Kohärenzoptik der Humboldt-Universität zu Berlin und das Optische Institut der TU Berlin. Laserentwicklungen und Laserherstellung werden von der TU Berlin und dem Ferdinand-Braun-Institut vorgestellt; das Weierstraß-Institut präsentiert seine Softwareentwicklungen und Simulationen zur Lasertechnologie.

Den Stand vom Forschungsmarkt Berlin finden Sie in Halle B2 Stand 534, Tel.: 089/949-64 553, Fax: 089/949-64 611.


Das Optisches Institut der TU Berlin zeigt vier Exponate:

Mikroholographische Disk


Mithilfe mikroskopischer Reflexionsgitter können Informationen nicht mehr nur auf der Oberfläche einer CD, sondern unter Ausnutzung des Volumens dreidimensional gespeichert werden. Kleine optische Gitter mit Abständen von etwa 100 nm zwischen den Reflexionsebenen werden mit Laserstrahlen im Photopolymer erzeugt. Verwendet man gleichzeitig Laserstrahlen unterschiedlicher Wellenlänge, können mehrere Gitter überlappend eingeschrieben und wieder
getrennt ausgelesen werden. Eine weitere Speichermöglichkeit entsteht, wenn die Mikrogitter in mehreren räumlich übereinander liegenden Schichten geschrieben werden. Durch Kombination dieser beiden Methoden werden mehr als 150 GB auf einem Datenträger möglich sein.

Weitere Informationen: Prof. Dr. Hans-Jürgen Eichler und Susanna Orlic, Tel.: 030/314-24090, Fax: -26888, E-Mail:orlic@physik.tu-berlin.de

Blaue und grüne Festkörperlaser


Die Erzeugung kurzwelliger Laserstrahlung erfordert neuartige Methoden und Materialien. Das offensichtliche Fehlen kompakter blauer Festkörperlaser hat seine
Gründe. Es konnten bisher keine geeigneten Pumpquellen für derartig kurzwellige Laser gefunden werden.
Seit kurzem erregen neuartige Pumpdioden und Festkörperlaser Aufmerksamkeit. Quantenpunkte und Upconversionfasern emittieren mit höchster Brillanz, Mikrochiplaser zeigen in miniaturisierter Bauform ihr Können. Im Sandwichverfahren lassen sich Hunderte dieser Minilaser aus einem Wafer schneiden. Durch den Einsatz von Upconversion sind blaue Laser einfach durch infrarotes Pumplicht anzuregen, ein Prozess, der sich mit geeigneten Materialien bis ins UV fortführen lässt.

Weitere Informationen: Prof. Dr. Hans-Jürgen Eichler und Dipl.-Phys. Volker Gäbler, Tel.: 030/314-24701, Fax: -21079, E-Mail:gaebler@physik.tu-berlin.de

Dünne Schichten
Für den Aufbau von Faserlasern werden aktive Materialien, z.B. dotierte Silizium-Dioxid-Fasern, an den Endflächen mit hochreflektierenden Schichten für verschiedene Wellenlängen versehen. Damit die Laser effizient arbeiten, müssen die Schichten eine hohe Zerstörschwelle und möglichst geringe Absorption besitzen.
Durch Einsatz von Glasfasern als phasenkonjugierende Spiegel (PCM) in Hochleistungslasersystemen werden z.B. thermisch induzierte Phasenstörungen kompensiert und dadurch die Strahlqualität deutlich verbessert. Die Reflexion dieser PCM wird durch Entspiegelung der Einkoppelflächen erheblich gesteigert, was sich auch in einem Anstieg der Ausgangsleistung bemerkbar macht. Spiegelschichten und Entspiegelungen wurden bei 482 nm und 1080 nm durchgeführt. Andere Wellenlängen sind möglich.

Weitere Informationen: Prof. Dr. Hans-Jürgen Eichler und Chris Scharfenorth, Tel.: 030/314-23479, Fax: -21079, E-Mail:chriss@physik.tu-berlin.de

Festkörperlaser hoher Strahlqualität durch Faser-Phasenkonjugation
Die Verwendung von Lasersystemen mit hoher Ausgangsleistung wird bei industriellen Anwendungen, insbesondere bei der Präzisionsmaterialbearbeitung, durch die Strahlqualität begrenzt. Das Ziel aktueller Forschungen zur Verbesserung der Strahlqualität besteht in der Reduktion der thermisch induzierten Phasenstörungen. Der Einsatz phasenkonjugierender Spiegel in szillator-Verstärkersystemen (MOPA) ermöglicht jedoch die Kompensation der stets vorhandenen Phasenstörungen in den aktiven Medien und damit die Erhaltung der Strahlqualität bei gleichzeitiger Erhöhung der mittleren Ausgangsleistung. Vorgestellt wird ein gepulst angeregter Festkörperlaser auf der Basis von Neodym: YAG mit Faser-Phasenkonjugator mit einer mittleren Ausgangsleistung von 200 W.

Weitere Informationen: Prof. Dr. Hans-Jürgen Eichler und Dipl.-Ing. Enrico Risse, Tel.: 030/314-22449, Fax: -21079, E-Mail: enrico.risse@physik.tu-berlin.de

 

Alle Exponate mit ihren Kurzbeschreibungen, Ansprechpartner und Adressen finden Sie in unserem virtuellen Forschungsmarkt zur LASER 2001 unter der
Internetadresse: http://www.forschungsmarkt.tu-berlin.de


Weitere Informationen erteilt Ihnen gern Angelika Baron, TU Berlin, Bereich Messen und Ausstellungen, Tel.: 030/314-23944, Fax: -24087, E-Mail:
Wissenstransfer@WTB.tu-berlin.de

Ramona Ehret | idw

Weitere Berichte zu: Festkörperlaser Forschungsmarkt

Weitere Nachrichten aus der Kategorie Messenachrichten:

nachricht Neue Konzepte für das Leben in der grünen Stadt
05.12.2018 | Fraunhofer-Institut für Umwelt-, Sicherheits- und Energietechnik UMSICHT

nachricht Ideal von oben kühlen - Rittal Blue e+ Kühlgeräte für den Dachaufbau
29.11.2018 | Rittal GmbH & Co. KG

Alle Nachrichten aus der Kategorie: Messenachrichten >>>

Die aktuellsten Pressemeldungen zum Suchbegriff Innovation >>>

Die letzten 5 Focus-News des innovations-reports im Überblick:

Im Focus: Neue Methode verpasst Mikroskop einen Auflösungsschub

Verspiegelte Objektträger ermöglichen jetzt deutlich schärfere Bilder / 20fach bessere Auflösung als ein gewöhnliches Lichtmikroskop - Zwei Forschungsteams der Universität Würzburg haben dem Hochleistungs-Lichtmikroskop einen Auflösungsschub verpasst. Dazu bedampften sie den Glasträger, auf dem das beobachtete Objekt liegt, mit maßgeschneiderten biokompatiblen Nanoschichten, die einen „Spiegeleffekt“ bewirken. Mit dieser einfachen Methode konnten sie die Bildauflösung signifikant erhöhen und einzelne Molekülkomplexe auflösen, die sich mit einem normalen Lichtmikroskop nicht abbilden lassen. Die Studie wurde in der NATURE Zeitschrift „Light: Science and Applications“ veröffentlicht.

Die Schärfe von Lichtmikroskopen ist aus physikalischen Gründen begrenzt: Strukturen, die näher beieinander liegen als 0,2 tausendstel Millimeter, verschwimmen...

Im Focus: Supercomputer ohne Abwärme

Konstanzer Physiker eröffnen die Möglichkeit, Supraleiter zur Informationsübertragung einzusetzen

Konventionell betrachtet sind Magnetismus und der widerstandsfreie Fluss elektrischen Stroms („Supraleitung“) konkurrierende Phänomene, die nicht zusammen in...

Im Focus: Drei Nervenzellen reichen, um eine Fliege zu steuern

Uns wirft so schnell nichts um. Eine Fruchtfliege kann dagegen schon ein kleiner Windstoß vom Kurs abbringen. Drei große Nervenzellen in jeder Hälfte des Fliegenhirns reichen jedoch aus, um die Fliege mit Hilfe visueller Signale wieder auf Kurs zu bringen.

Bewegen wir uns vorwärts, zieht die Umwelt in die entgegengesetzte Richtung an unseren Augen vorbei. Drehen wir uns, verschiebt sich das Bild der Umwelt im...

Im Focus: Researchers develop method to transfer entire 2D circuits to any smooth surface

What if a sensor sensing a thing could be part of the thing itself? Rice University engineers believe they have a two-dimensional solution to do just that.

Rice engineers led by materials scientists Pulickel Ajayan and Jun Lou have developed a method to make atom-flat sensors that seamlessly integrate with devices...

Im Focus: Drei Komponenten auf einem Chip

Wissenschaftlern der Universität Stuttgart und des Karlsruher Institutes für Technologie (KIT gelingt wichtige Weiterentwicklung auf dem Weg zum Quantencomputer

Quantencomputer sollen bestimmte Rechenprobleme einmal sehr viel schneller lösen können als ein klassischer Computer. Einer der vielversprechendsten Ansätze...

Alle Focus-News des Innovations-reports >>>

Anzeige

Anzeige

VideoLinks
Industrie & Wirtschaft
Veranstaltungen

Eine Norm für die Reinheitsbestimmung aller Medizinprodukte

10.12.2018 | Veranstaltungen

Fachforum über intelligente Datenanalyse

10.12.2018 | Veranstaltungen

Plastics Economy Investor Forum: Treffpunkt für Innovationen

10.12.2018 | Veranstaltungen

VideoLinks
Wissenschaft & Forschung
Weitere VideoLinks im Überblick >>>
 
Aktuelle Beiträge

Klein und vielseitig: Schlüsselorganismen im marinen Stickstoffkreislauf nutzen Cyanat und Harnstoff

10.12.2018 | Studien Analysen

Ungesundes Sitzen vermeiden: Stuhl erkennt Sitzposition und motiviert zur Änderung der Körperhaltung

10.12.2018 | Energie und Elektrotechnik

Eine Norm für die Reinheitsbestimmung aller Medizinprodukte

10.12.2018 | Veranstaltungsnachrichten

Weitere B2B-VideoLinks
IHR
JOB & KARRIERE
SERVICE
im innovations-report
in Kooperation mit academics