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Siemens plant Entwicklung einer Komplettlösung für WiMAX-Funknetze

24.03.2004


Auf der CTIA Wireless 2004, der größten Mobilfunkmesse in den USA, kündigte der Siemens-Bereich Information and Communication Mobile (Siemens mobile) an, eine Komplett-lösung für WiMAX-Funknetze (Worldwide Interoperability for Microwave Access) zu entwickeln, die in der zweiten Hälfte 2005 auf den Markt kommen soll. Das neue Angebot wird neben Integrations- und Serviceleistungen außerdem Basisstationen enthalten, die auf IEEE 802.16d, einem Mitglied der Standardfamilie IEEE 802.16 für den drahtlosen breitbandigen Internetzugang, beruhen. Gemeinsam mit Intel und der Industrie-Organisation „WiMAX-Forum“ treibt Siemens die Standardisierung der neuen Funktechnologie voran. In diesem Rahmen werden Siemens und Intel auch bei der Entwicklung der Technologie für WiMAX-Basisstationen sowie für die Teilnehmer-Geräte eng zusammenarbeiten. Damit sollen Betreibern bereits bei der Vorstellung der Siemens- WiMAX-Lösung passende Geräte für ihre Kunden zur Verfügung stehen.



Die WiMAX-Technologie auf Basis von IEEE 802.16d ist aufgrund ihrer Reichweite und Datenraten hervorragend geeignet, Unternehmen und Privathaushalten einen drahtlosen stationären Breitbandzugang zum Internet zu verschaffen. Die IEEE 802.16-Standardfamilie enthält außerdem eine Variante, die besonders für Unternehmen von Interesse sein wird: Sie können „nomadische Notebook-Nutzer“ bedienen, die sich von verschiedenen Aufenthaltsorten in oder außerhalb der Firma in das Inter- oder Intranet einloggen müssen.

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Funknetze auf Basis von IEEE 802.16 werden sowohl Festnetz- als auch Mobilfunkbetreibern helfen, neue Marktsegmente für den Internetzugang auch in dünn besiedelten Gebieten zu erschließen. Die Funktechnologie ist außerdem überall dort von Vorteil, wo keine Kabel im Erdreich verlegt werden können. Damit ist WiMAX eine äußerst sinnvolle Ergänzung zu Techniken wie DSL und UMTS.

Mit Hilfe von IEEE 802.16 werden Betreiber sowohl Unternehmen als auch Endverbrauchern einen weiteren kostengünstigen Breitbandzugang zum Internet anbieten können. Für viele Menschen weltweit, die keine Anbindung via Kabel oder DSL erhalten, wird die neue drahtlose Technik den Weg zum World Wide Web ebnen.

„Derzeit errichten Wireless Internet Service Provider in den USA mittels proprietärer Technik drahtlose Breitbandzugänge auf der letzten Meile zu den Haushalten der Verbraucher“, erläuterte Karl Christoph Caselitz, Leiter des Geschäftsgebiets Networks bei Siemens Information and Communication Mobile. „Für eine standardisierte Access-Technologie sehen wir deshalb gerade in den USA ein hohes Potenzial.“

„Die Ankündigung von Siemens ist sowohl für WiMAX als auch für den breitbandigen Anschluss der letzten Meile von hoher Bedeutung. Siemens’ technisches Know-how bezüglich Technik und Systemsintegration wird den Markt für WiMAX vorantreiben” , sagte Sean Maloney, Executive Vice President und General Manager der Intel Communications Group.

Siemens verfügt über ein ausgeprägtes Know-how für alle Komponenten der zellularen Infrastruktur sowie über eine langjährige Erfahrung und führende Marktposition im Microwave-Geschäft. WiMAX baut sowohl auf der zellularen als auch der Microwave-Technologie auf und muss in die vorhandene zellulare Mobilfunk-Infrastruktur integriert werden. Daher hat Siemens als Lösungsanbieter und Systemintegrator eine hervorragende Startposition, um seinen Kunden eine durchgängige WiMAX -Lösung anzubieten.

Der Siemens-Bereich Information and Communication Mobile (Siemens mobile) ist einer der weltweit führenden Lieferanten für das komplette Angebot im Mobilfunkgeschäft: Handys, Schnurlostelefone, Funkmodule und Mobilfunk-Infrastruktur sowie alle Bausteine der Funk- und Vermittlungstechnik, Beratung und System-Integration. Die Mobilfunksparte der Siemens AG vermarktet Produkte und Dienstleistungen in mehr als 120 Ländern und erzielte im Geschäftsjahr 2003 mit rund 26.900 Mitarbeitern einen Umsatz von 10 Milliarden Euro (30. September). Siemens mobile ist Weltmarktführer bei Prepaid-Lösungen und digitalen Schnurlostelefonen.

Marion Bludszuweit | Siemens AG
Weitere Informationen:
http://www.siemens.com

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