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Gletschersteinpyramide auf der denkmal 2000

19.10.2000


Mit einem vielseitigen Programm präsentiert sich die Universität Leipzig auf der diesjährigen Europäischen Messe für Denkmalpflege und Stadterneuerung "denkmal 2000", die vom 25. bis 28. Oktober 2000 auf dem Gelände der Neuen Messe in Leipzig stattfindet. Auf dem Stand C 35 in Halle 3 stellen allein vier Fakultäten sowie die 22 Sammlungen der Universität Leipzig mehrere Exponate vor.

So wird der Nachbau einer Gletschersteinpyramide aus dem Leipziger Stadtteil Stötteritz gezeigt, die das an der Fakultät für Chemie und Mineralogie angesiedelte Institut für Mineralogie, Kristallographie und Materialwissenschaft unter Leitung von Prof. Dr. Klaus Bente gerade restauriert. Gletschersteinpyramiden sind aus Findlingen zusammengesetzte Denkmäler. Die Findlinge stammen vorwiegend aus Skandinavien. Auf der Messe werden neben einem Modell der Pyramide u.a. auch mikroskopische Dünnschliffe zu Findlingssteinen gezeigt. Ferner befassen sich zwei Vorträge mit diesem Projekt. Professor Bente spricht am 26.10.2000, 14 Uhr auf dem Stand der Universität zum Thema "Geschichte und Bedeutung der Gletschersteinpyramide", und Dr. Robert Sobott vom Labor für Baudenkmalpflege in Naumburg am 28.10.2000, 14 Uhr zum Thema "Restauration der Gletschersteinpyramide".

Den Zusammenhang zwischen "Archäologie und Tourismus" stellt die Professur Ur- und Frühgeschichte unter Leitung von Prof. Dr. Sabine Rieckhoff-Hesse an der Fakultät für Geschichte, Kunst- und Orientwissenschaften dar. Anhand der originalgetreuen Rekonstruktion eines Tores vom Mont Beuvray, einem keltischen Oppidum (Stadtanlage) in Frankreich, soll dem Betrachter gezeigt werden, wie man von der Grabung und Fundbearbeitung zur Realansicht des Tores kommt.

Das Projekt "Erhaltung bzw. Instandsetzung der gründerzeitlichen Bebauung der Stadt Leipzig" stellt Prof. Dr. Burkhard Pahl vor, der den Lehrstuhl Entwerfen/Konstruktives Gestalten an der Wirtschaftswissenschaftlichen Fakultät innehat. Gerade solche Projekte werden in Zukunft im Zusammenhang mit der sog. Industriekultur und der Verknüpfung neuer und alter Architektur sowie von Werkstoffen auch in unserem Raum immer mehr an Bedeutung gewinnen.

Einen umfassenden Einblick in das "Leben" der rund 22 universitären Sammlungen geben Vitrinen, die mit verschiedenen Exponaten bestückt sind. Eine von der Universität Leipzig herausgegebene Broschüre sorgt für den Überblick.

Der zur Fakultät für Biowissenschaften, Pharmazie und Psychologie gehörende Botanische Garten gestaltet ein Projekt zum Regenwald Südamerikas, ein "Denkmal" im weiteren Sinne, und die Kunsthistoriker präsentieren die Themen ihrer Abschlussarbeiten auf dem Gebiet der Denkmalpflege.

Dr. Bärbel Teubert-Seiwert | idw

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