Entsorgung, Bioenergie und Klimaschutz Hand in Hand

Die Verwertung des Rohstoffs Abfall und die Nutzung von Biomasse zur Energieerzeugung können zu Luftreinhaltung und Ressourcenschonung beitragen.

Dies belegen Studien des Umweltbundesamtes (UBA), des Öko-Instituts Darmstadt und des Instituts für Energie- und Umweltforschung (IFEU) Heidelberg. Das Motto der diesjährigen Fachmesse und Konferenz „waste to energy“ am 10. und 11. Dezember 2008 in der Messe Bremen trifft damit den Kern der aktuellen Diskussion: „Klimaschutz und Energieeffizienz in der Abfallbehandlung und Bioenergieerzeugung“.

„Die 'waste to energy' hat sich in Europa als Leitmesse zum Thema Energierückgewinnung aus Abfällen und Biomasse etabliert“, erklärt Hans Peter Schneider, Geschäftsführer der Messe Bremen. „Deutschland gilt weltweit als Vorreiter bei der Entwicklung und dem Einsatz innovativer Umwelttechnik. Dementsprechend kommen Interessenten aus der ganzen Welt nach Bremen, um neue Anlagen- und Verfahrenstechnik zu sehen und sich über Erfahrungen und Markttendenzen zu informieren.“

Zum vierten Mal treffen sich zur „waste to energy“ Branchenexperten, Einkäufer, Investoren und politische Entscheider aus der ganzen Welt. Der Veranstalter, die Messe Bremen, erwartet mehr als 140 internationale Aussteller und 2.000 Fachbesucher. Die Frage wie sich Umweltverträglichkeit und Nachhaltigkeit beim Einsatz von Abfall und Biomasse realisieren lassen, steht im Zentrum des Programms. Unter anderem nehmen dazu Referenten von UBA, Öko-Institut und IFEU Stellung.

„Der rasante Anstieg der Energie- und Kraftstoffpreise rückt die Rohstoffe Abfall und Biomasse zunehmend in den Fokus von Großverbrauchern und Abfallproduzenten“, fügt Dr. Ines Freesen, Geschäftsführerin der Freesen & Partner GmbH, hinzu, die unter anderem für die Organisation des Programms verantwortlich zeichnet. „Die 'waste to energy' zeigt, wie diese Rohstoffe Klima schonend eingesetzt werden und räumt mit vielen Vorurteilen gegen die Technologie auf. Müllheizkraftwerke, die Reststoffe sicher entsorgen und dabei Strom und Dampf produzieren, unterliegen beispielsweise strengeren Emissionsauflagen als Kohlekraftwerke. Biokraftstoffe können durchaus ohne negative Einflüsse auf die Nahrungsmittelproduktion hergestellt werden und eine bezahlbare, saubere Alternative zu Benzin und Diesel sein.“

Partnerland der „waste to energy“ 2008 sind die USA. In der Messehalle stellen Anbieter und Forschungseinrichtungen ihre Technologien und Verfahrensentwicklungen auf einer Sonderfläche vor. Im Konferenzprogramm liegt ein Schwerpunkt auf dem amerikanischen Markt, Regierungsinitiativen und privatwirtschaftlichen Projekten. Ein weiterer Länderfokus der Konferenz informiert über die neue Abfall- und Bioenergiestrategie sowie Betriebserfahrungen in Großbritannien.

Die „waste to energy“ öffnet ihre Pforten am 10. und 11. Dezember 2008 in der Halle 5 der Messe Bremen und steht unter der Schirmherrschaft des Bundesministeriums für Umwelt, Naturschutz und Reaktorsicherheit. Weitere Informationen, die Ausstellerliste, das Programm und die Möglichkeit zur Anmeldung gibt es unter www.wte-expo.de.

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Christina Helmers Messe Bremen

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