Forum für Wissenschaft, Industrie und Wirtschaft

Hauptsponsoren:     3M 
Datenbankrecherche:

 

Der Countdown läuft

16.07.2002

Europa wächst zusammen - auch im Bereich des internationalen Zahlungsverkehrs. Banken und Sparkassen müssen ab dem 1. Juli 2003 laut EU-Richtlinie ihre Gebühren für Auslandsüberweisungen auf Inlandsniveau absenken. Diese Standardisierung bringt große Vorteile. Aber auch viele Herausforderungen. Auf der European Banking Technology Fair (EBTF) 2002 zeigen spezialisierte Anbieter die passenden IT-Lösungen.

Der 1. Juli 2003 - ein Datum, das in den Chefetagen von Banken und Sparkassen längst rot im Kalender steht. Ab diesem Tag müssen die Geldinstitute ihren Kunden grenzüberschreitende Euro-Überweisungen in Länder der Europäischen Wirtschafts- und Währungsunion (EWWU) wesentlich günstiger anbieten als bisher: zum gleichen Preis wie Inlandsüberweisungen. Das sieht eine Verordnung der Europäischen Kommission vor.

... mehr zu:
»EBTF »STP »Zahlungsverkehr

Für Banken und Sparkassen bedeutet das: Sie müssen ihre internen Prozesse und Systeme so umstellen, dass die automatisierte Zahlungsverarbeitung vom Überweisenden bis zum Empfänger über Ländergrenzen hinweg möglich wird. Nur mit diesem Verfahren, dem so genannten Straight-Through-Processing (STP), können die Kosten für Auslandsüberweisungen gesenkt werden - und damit auch die Gebühren für die Kunden.

Dass Aufwand und Kosten für den Auslandszahlungsverkehr bisher so hoch sind, liegt daran, dass jedes Land sein eigenes Zahlungssystem hat. Eine Automatisierung der Überweisungen ist dadurch fast unmöglich. Wichtigste Voraussetzung für STP sind dementsprechend standardisierte Daten, die in allen EWWU-Ländern einheitlich erfasst werden.

"Mit der internationalen Bankleitzahl (BIC), der internationalen Kundennummer (IBAN) und dem international einheitlichen Zahlungsverkehrsvordruck IPI, der die nationalen Formulare ersetzen wird, hat die europäische Kreditwirtschaft nun Standards geschaffen, mit denen man grenzüberschreitende Überweisungen größtenteils automatisieren kann", erklärt Andreas Goralczyk vom Bundesverband deutscher Banken (BdB). "Kurzfristig geht es jetzt darum, diese Standards flächendeckend einzuführen."

Banken und Sparkassen, die den Auslandszahlungsverkehr auf STP umstellen wollen, müssen zunächst ihre Abläufe in diesem Bereich genau analysieren und den Veränderungsbedarf ermitteln, der sich aus der neuen Rechtslage in der EU ergibt. Erst auf der Grundlage dieser Analyse können IT-Dienstleister die passenden Tools auswählen und in die optimierten Prozesse einbinden. Denn: STP ist keine Software, sondern das softwaregestützte Zusammenspiel von verschiedenen Komponenten im Zahlungsverkehr.

Die Mühe und die Investitionen, die mit der Umstellung verbunden sind, lohnen sich aber. Denn durch die Einführung von STP-fähigen Komponenten ergeben sich zahlreiche Vorteile. Die schnelle Abwicklung zu günstigen und transparenten Preisen steigert die Kundenzufriedenheit - und ist bei der Akquise neuer Kunden ein überzeugendes Argument. Durch die stärkere Automatisierung im Zahlungsverkehr sinkt die Zahl der Fehlerquellen; die einheitliche Verarbeitungsphilosophie vermindert interne Reibungsver-luste.

Ganz oben steht natürlich die massive Kosteneinsparung durch eine effiziente Abwicklung der Überweisungen. "Mit unseren Tools lassen sich bei 600 STP-fähigen Euro-Zahlungen pro Tag Einsparungen von über 4.000 Euro erzielen", sagt Detlev Komnig vom IT-Dienstleister van den Berg AG. "Der Break-Even kann schon bei nur zwölf Transaktionen erreicht werden. Damit lohnt sich die Investition auch für kleine Banken und Sparkassen."

Die van den Berg AG ist einer von mehreren Anbietern, die auf der EBTF ihre STP-Solutions vorstellen. Mit am Start bei der wichtigsten europäischen Messe für Bankentechnologie sind unter anderem auch die Häuser IP-Systeme und ABK-Systeme.

Die EBTF 2002 findet vom 28. bis 31. Oktober in Frankfurt statt. Zeitgleich zur EBTF öffnet die LinuxWorld Conference & Expo in Frankfurt ihre Tore.

Alihan Sav | ots
Weitere Informationen:
http://www.eurobanktech.com
http://www.malekigroup.com

Weitere Berichte zu: EBTF STP Zahlungsverkehr

Weitere Nachrichten aus der Kategorie Messenachrichten:

nachricht ZUKUNFT PERSONAL EUROPE: WORK:OLUTION - SUCCEED IN PERMANT BETA
16.07.2018 | GFOS mbH

nachricht Roboter zeichnet Skizzen von Messebesuchern
22.06.2018 | Fraunhofer-Institut für Algorithmen und Wissenschaftliches Rechnen SCAI

Alle Nachrichten aus der Kategorie: Messenachrichten >>>

Die aktuellsten Pressemeldungen zum Suchbegriff Innovation >>>

Die letzten 5 Focus-News des innovations-reports im Überblick:

Im Focus: Superscharfe Bilder von der neuen Adaptiven Optik des VLT

Das Very Large Telescope (VLT) der ESO hat das erste Licht mit einem neuen Modus Adaptiver Optik erreicht, die als Lasertomografie bezeichnet wird – und hat in diesem Rahmen bemerkenswert scharfe Testbilder vom Planeten Neptun, von Sternhaufen und anderen Objekten aufgenommen. Das bahnbrechende MUSE-Instrument kann ab sofort im sogenannten Narrow-Field-Modus mit dem adaptiven Optikmodul GALACSI diese neue Technik nutzen, um Turbulenzen in verschiedenen Höhen in der Erdatmosphäre zu korrigieren. Damit ist jetzt möglich, Bilder vom Erdboden im sichtbaren Licht aufzunehmen, die schärfer sind als die des NASA/ESA Hubble-Weltraumteleskops. Die Kombination aus exquisiter Bildschärfe und den spektroskopischen Fähigkeiten von MUSE wird es den Astronomen ermöglichen, die Eigenschaften astronomischer Objekte viel detaillierter als bisher zu untersuchen.

Das MUSE-Instrument (kurz für Multi Unit Spectroscopic Explorer) am Very Large Telescope (VLT) der ESO arbeitet mit einer adaptiven Optikeinheit namens GALACSI. Dabei kommt auch die Laser Guide Stars Facility, kurz ...

Im Focus: Diamant – ein unverzichtbarer Werkstoff der Fusionstechnologie

Forscher am KIT entwickeln Fenstereinheiten mit Diamantscheiben für Fusionsreaktoren – Neue Scheibe mit Rekorddurchmesser von 180 Millimetern

Klimafreundliche und fast unbegrenzte Energie aus dem Fusionskraftwerk – für dieses Ziel kooperieren Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler weltweit. Bislang...

Im Focus: Wiener Forscher finden vollkommen neues Konzept zur Messung von Quantenverschränkung

Quantenphysiker/innen der ÖAW entwickelten eine neuartige Methode für den Nachweis von hochdimensional verschränkten Quantensystemen. Diese ermöglicht mehr Effizienz, Sicherheit und eine weitaus geringere Fehleranfälligkeit gegenüber bisher gängigen Mess-Methoden, wie die Forscher/innen nun im Fachmagazin „Nature Physics“ berichten.

Die Vision einer vollständig abhörsicheren Übertragung von Information rückt dank der Verschränkung von Quantenteilchen immer mehr in Reichweite. Wird eine...

Im Focus: Was passiert, wenn wir das Atomgitter eines Magneten plötzlich aufheizen?

„Wir haben jetzt ein klares Bild davon, wie das heiße Atomgitter und die kalten magnetischen Spins eines ferrimagnetischen Nichtleiters miteinander ins Gleichgewicht gelangen“, sagt Ilie Radu, Wissenschaftler am Max-Born-Institut in Berlin. Das internationale Forscherteam fand heraus, dass eine Energieübertragung sehr schnell stattfindet und zu einem neuartigen Zustand der Materie führt, in dem die Spins zwar heiß sind, aber noch nicht ihr gesamtes magnetisches Moment verringert haben. Dieser „Spinüberdruck“ wird durch wesentlich langsamere Prozesse abgebaut, die eine Abgabe von Drehimpuls an das Gitter ermöglichen. Die Forschungsergebnisse sind jetzt in "Science Advances" erschienen.

Magnete faszinieren die Menschheit bereits seit mehreren tausend Jahren und sind im Zeitalter der digitalen Datenspeicherung von großer praktischer Bedeutung....

Im Focus: Erste Beweise für Quelle extragalaktischer Teilchen

Zum ersten Mal ist es gelungen, die kosmische Herkunft höchstenergetischer Neutrinos zu bestimmen. Eine Forschungsgruppe um IceCube-Wissenschaftlerin Elisa Resconi, Sprecherin des Sonderforschungsbereichs SFB1258 an der Technischen Universität München (TUM), liefert ein wichtiges Indiz in der Beweiskette, dass die vom Neutrino-Teleskop IceCube am Südpol detektierten Teilchen mit hoher Wahrscheinlichkeit von einer Galaxie in vier Milliarden Lichtjahren Entfernung stammen.

Um andere Ursprünge mit Gewissheit auszuschließen, untersuchte das Team um die Neutrino-Physikerin Elisa Resconi von der TU München und den Astronom und...

Alle Focus-News des Innovations-reports >>>

Anzeige

Anzeige

VideoLinks
Industrie & Wirtschaft
Veranstaltungen

Stadtklima verbessern, Energiemix optimieren, sauberes Trinkwasser bereitstellen

19.07.2018 | Veranstaltungen

Innovation – the name of the game

18.07.2018 | Veranstaltungen

Wie geht es unserer Ostsee? Ein aktueller Zustandsbericht

17.07.2018 | Veranstaltungen

VideoLinks
Wissenschaft & Forschung
Weitere VideoLinks im Überblick >>>
 
Aktuelle Beiträge

Europaweit erste Patientin mit neuem Hybridgerät zur Strahlentherapie behandelt

19.07.2018 | Medizintechnik

Waldrand oder mittendrin: Das Erbgut von Mausmakis unterscheidet sich je nach Lebensraum

19.07.2018 | Biowissenschaften Chemie

Automatisiertes Befüllen von Regalen im Einzelhandel

19.07.2018 | Verkehr Logistik

Weitere B2B-VideoLinks
IHR
JOB & KARRIERE
SERVICE
im innovations-report
in Kooperation mit academics