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IFMA Cologne 2008: Elektrofahrräder im Rampenlicht

02.04.2008
650 Aussteller auf Kölner Fahrradmesse - Boom bei Light Electric Vehicles

Die vom 18. bis 21. September stattfindende IFMA Cologne 2008 ist mit einem nochmals deutlich erweiterten Ausstellungsbereich, einem großen Test-Parcours und einem neuen Kongressprogramm unter anderem mit Händlerschulungen die ideale Plattform für Light Electric Vehicles (LEV), dem boomenden Segment der internationalen Fahrradwelt.

Schon in den vergangenen Jahren ist das Thema auf der IFMA groß präsent gewesen. "Wir sind uns sicher, dass dieser Trend noch viel mehr an Fahrt gewinnt", betonte Metin Ergül, Geschäftsbereichsleiter der Koelnmesse, auf der Wirtschaftspressekonferenz des Zweirad-Industrie-Verbandes (ZIV). Um diesem Boom die passende Plattform zu bieten, haben sich die IFMA-Macher entschlossen, das Angebot in dem Segment nochmals zu vergrößern und zu verbessern, so Ergül. Der Messemanager ist sich sicher: "Light Electric Vehicles versorgen die Fahrradwelt mit neuer Energie."

Man sieht es kaum, man hört es nicht, aber man spürt es deutlich: Pedelecs oder E-Bikes - die zu den LEV gehörenden Fahrräder mit Tretunterstützung - helfen mit viel elektrischer Power. Am Berg oder bei Gegenwind steuert ein versteckter Motor bis zu 300 Prozent der eigenen Tretkraft zu. Das ist das Erfolgsgeheimnis dieser Radgattung und einer der Gründe für den Boom, der die Fahrrad-Branche aufmischen wird. Das Potenzial ist groß, das zeigt schon der Aha-Effekt bei der ersten Testfahrt. Geringe Anstrengung bei flottem Vorankommen - vor allem am Berg - und trotzdem das gute Gefühl, etwas für sich getan zu haben. Modernste Hightech macht es möglich: Ein Kraftsensor misst, wie stark der Fahrer in die Pedale tritt und weist dann einen kleinen Elektromotor an, eine je nach System-Einstellung definierten Schub zuzusteuern. Gespeist wird er von einem Akku, der einfach zuhause an der Steckdose aufgeladen werden kann.

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Mehr noch als die technische Raffinesse macht die Unauffälligkeit des Antriebs das Rad zum Renner: Der Motor sitzt meist in der Vorder- oder Hinterachse und wirkt optisch wie ein Nabendynamo oder eine vergrößerte Schaltungsnabe. Der Akku ist bei vielen Modellen unsichtbar im Rahmenrohr integriert. Nur Insider erkennen, dass das Bike einen Antrieb an Bord hat. Ansonsten weist es alle Kennzeichen eines modernen City- oder Trekkingrads auf. Mit Federgabel und gefedertem Sattel gibt es viel Komfort, geschaltet wird mit modernen Kettenschaltungen oder wartungsfreien Nabenschaltungen.

Ein boomender Branchensektor entsteht
Fachblätter schreiben von "explodierenden Umsatzzahlen". Kein großer europäischer Hersteller, der 2008 nicht Pedelecs im Programm hätte. Die Unternehmen sind sich einig: Der diesjährige Boom ist erst der Anfang einer Erfolgsgeschichte. Mancher Experte erwartet sogar einen mit dem Mountainbike-Boom der 80er Jahre vergleichbaren Run auf die neue Form des unbeschwerten Dahin-Gleitens. 2007 wurden 50 Prozent mehr Elektroräder verkauft als 2006. Für 2008 rechnen Experten mit einem erneuten Wachstum von rund 50 Prozent im Vergleich zum Vorjahr.

Light Electric Vehicles haben ihr früheres Image als Fahrrad für Ältere und Kranke abgelegt. Umweltschutz, Verantwortung für die klimatische Entwicklung und trotzdem die Möglichkeit, die volle Bike-Mobilität zu genießen - auch das macht ein Rad mit elektrischer Unterstützung zum anerkannten Power-Bike. Schon steigen immer mehr Pendler auf elektrischen Rückenwind um. Mit ihm kommen sie nicht verschwitzt oder gar ausgepowert im Büro an. Menschen, die seit ihrer Führerscheinprüfung kein Fahrrad mehr gefahren sind, fällt der Wiedereinstieg leicht: Sie bekommen damit ohne Auto und ohne Anstrengung einen großen Bewegungsradius und körperlichen Ausgleich. Auch Schwergewichtigen bieten die Räder eine einfache Möglichkeit zur körperlichen Bewegung. Denn ganz ohne Bewegung geht's zum Glück nicht. Der Motor schiebt nur, wenn ins Pedal getreten wird. Dabei sind Pedelecs so einfach (und führerscheinfrei) zu fahren wie ein normales Fahrrad und benötigen keine spezielle Versicherung oder Zulassung. Moderne Lithium-Jonen- oder Nickel-Kadmium-Batterien sorgen dafür, dass auch die Samstagstour mit 50 Kilometer schweißfreien Spaß bringt.

IFMA Cologne - Europas Fahrradmesse in der Metropole auf einen Blick
Die IFMA Cologne 2008 findet vom 18. bis 21. September auf dem neuen Nordgelände der Koelnmesse statt. Rund 650 ausstellende Unternehmen aus 35 Ländern werden die neuesten Produkte und Trends rund um Fahrräder, Teile, Zubehör und Komponenten präsentieren. Die ersten beiden Tage sind dem Fachhandel vorbehalten. Am Publikumswochenende 20. und 21. September 2008 öffnet Europas Fahrradmesse in der Metropole ihre Tore wieder für zehntausende radbegeisterte Privatbesucher. Die IFMA besticht durch ihre gute Business-Qualität, ihre hohe Attraktivität auch für das Privatpublikum, die Erreichbarkeit Kölns und des Messegeländes mit verschiedenen Verkehrsmitteln, die Infrastruktur einer Großstadt und das riesige Medieninteresse. Der Fokus der Veranstaltung liegt bei All Terrain-, City-, Trekking- und Spezialrädern. Das sind die Bikes, die den größten Teil des internationalen Fahrradmarktes ausmachen. Die IFMA ist klar strukturiert: Die Hallen 7 und 8 sind reine Ausstellungshallen, die Halle 6 ist vor allem Test- und Event-Location.

Das umfangreiche Rahmenprogramm findet in Halle 6, zwischen den Hallen 6 und 7 sowie erstmals auch zwischen den Hallen 7 und 8 statt. Im Mittelpunkt stehen die vielen Möglichkeiten, die Fahrräder der nächsten Saison schon im September auszuprobieren. Vier thematisch unterschiedliche Testparcours bietet die IFMA an: einen Outdoor-Testtrack für das Gros der Räder, einen Parcours für Spezialräder ebenfalls unter freiem Himmel, der große Testtrack für LEV und am Publikumwochenende ein Parcours für Kinderräder. Die Bulls Spine Jam mit BMX-Stunts vom Feinsten und die 3. Long Distance Bikers Convention im Rahmen des IFMA-Radtouristik-Zentrum versprechen beste Fahrrad-Unterhaltung. Mit dem Radverkehrskongress am Eröffnungstag unterstreicht die IFMA wieder ihre besondere radverkehrspolitische Bedeutung.

Karsten Deicke | pressetext.deutschland
Weitere Informationen:
http://www.ifma-cologne.de

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