Forum für Wissenschaft, Industrie und Wirtschaft

Hauptsponsoren:     3M 
Datenbankrecherche:

 

ARTiS-PC: Prototyping Plattform für Car2X- und Infotainmentfunktionen im Fahrzeug

10.10.2013
Mit der ARTiS-PC hat das ARTiS-System des Fraunhofer ESK ein neues Mitglied speziell für Infotainment- und Car2X-Anwendungen bekommen.

Durch einen leistungsfähigen embedded PC, entsprechende Funkschnittstellen und eine leistungsfähige Grafikausgabe ist die Plattform ARTiS-PC v.a. für realitätsnahe Versuchsaufbauten in Fahrzeugen und in Funkstationen am Straßenrand (Road-Side-Units) geeignet.


ARTiS-PC: Prototyping Plattform für Car2X- und Infotainmentfunktionen im Fahrzeug.
Foto: Fraunhofer ESK

Mit ARTiS bietet das Fraunhofer ESK Software-Entwicklern von Automobilherstellern und –zulieferern ein umfangreiches Prototyping-System zum Test von Software-basierten Fahrzeugfunktionen an. Vorgestellt wird die ARTiS-PC erstmals auf der eCarTec München vom 15. - 17. Oktober 2013, Stand 321 in Halle A5.

Die ARTiS-PC Plattform erweitert die Einsatzmöglichkeiten des Automotive Realtime Prototyping System (ARTiS) insbesondere für Entwicklungsprojekte zu Car2X- und Infotainment-Anwendungen. Realitätsnahe Versuchsaufbauten in Fahrzeugen und für den flächendeckenden Einsatz von Road-Side-Units und anderen Kommunikationseinheiten außerhalb des Fahrzeugs können so günstig und einfach umgesetzt werden. Mit ihrem robusten Design empfiehlt sie sich zudem für Langzeitversuchsaufbauten in Prototypen oder auf Teststecken.

Funkkartensteckplätze für Car2X-Funktionen

Der in die ARTiS-PC integrierte embedded PC basiert auf einer automotive-tauglichen Intel® Atom™ Plattform und kann ähnlich einem Standard-PC verwendet und programmiert werden. Die besondere Eignung als Car2X-Prototypenplattform erhält die ARTiS-PC durch ihre beiden miniPCI-Steckplätze, welche die Aufnahme von zwei ETSI ITS-G5/IEEE 802.11p-fähigen Funkkarten ermöglichen.

Diese Karten können durch das vom Fraunhofer ESK entwickelte Car2X-Software-Framework ezCar2X angesprochen werden. So steht dem Nutzer eine sehr einfach zu programmierende Umgebung für neue Car2X-Anwendungen zur Verfügung.

Auf dem embedded PC kann zudem Software mit größeren Anforderungen an Performance und hochwertigen Benutzeroberflächen ausgeführt werden. Daher ist dieser speziell für Telematik- oder Infotainment-Aufgaben geeignet.

Als Betriebssystem wird eine minimal angepasste Linux-Distribution verwendet. Die Plattform enthält neben den miniPCI-Steckplätzen auch die üblichen Schnittstellen wie Ethernet, USB sowie einen microSD Kartenslot. Als Grafikausgang wurde das digitale DVI-Format gewählt, was eine Umwandlung in andere Grafikformate vereinfacht. Somit sind spezielle Anforderungen einzelner Infotainment-Systeme adressierbar.

Kundenspezifische Erweiterungen sind für die ARTiS-PC jederzeit möglich. Dies betrifft insbesondere die ausgeführte Software. Hierzu kann das Fraunhofer ESK auf ein breites Spektrum an selbst entwickelter Software zurückgreifen, welche jederzeit individuell an die Belange des Kunden angepasst werden kann.

Die ARTiS Prototyping-Familie

Mit der ARTiS Prototyping-Familie steht Softwareentwicklern ein umfangreiches und anpassbares System zur Überprüfung von echtzeitfähigen und sicherheitskritischen Anwendungen, Car2X- und Infotainmentanwendungen sowie grafisch anspruchsvollen Benutzerschnittstellen zur Verfügung.

Die echtzeitfähige ARTiS-RT übernimmt als prototypisches Steuergerät die Ausführung von echtzeitfähigen Anwendungen wie Fahrzeugsteuerungen für Elektrofahrzeuge und Gateway-Anwendungen. Die ARTiS-XT vereint ARTiS-RT und ARTiS-PC in einer Einheit und kombiniert damit den Zugang zu gängigen Fahrzeugbussen mit einer höheren Rechenleistung.

Die Plattformen ARTiS-RT und -XT erfüllen durch ihr eingebautes Power-Management die Anforderungen des Power-Bordnetzes. Ihre Startup-/Shutdown-Funktion verhindert eine Entladung der Batterie im Ruhezustand und ermöglicht so den Einsatz in seriennahen Fahrzeugen. Dies wird durch industrietaugliche Temperaturbereiche von -40 bis 85 Grad Celsius im Betrieb und die robuste Bauweise unterstützt.

Sie unterstützen die wichtigsten Automotive-Schnittstellen und bieten Entwicklern so eine flexible Umgebung, um ihre Software-Prototypen zu testen.

Christiane Weber | Fraunhofer-Institut
Weitere Informationen:
http://www.esk.fraunhofer.de
http://www.esk.fraunhofer.de/de/medien/pressemitteilungen/pm1313.html

Weitere Nachrichten aus der Kategorie Messenachrichten:

nachricht ZUKUNFT PERSONAL EUROPE: WORK:OLUTION - SUCCEED IN PERMANT BETA
16.07.2018 | GFOS mbH

nachricht Roboter zeichnet Skizzen von Messebesuchern
22.06.2018 | Fraunhofer-Institut für Algorithmen und Wissenschaftliches Rechnen SCAI

Alle Nachrichten aus der Kategorie: Messenachrichten >>>

Die aktuellsten Pressemeldungen zum Suchbegriff Innovation >>>

Die letzten 5 Focus-News des innovations-reports im Überblick:

Im Focus: Future electronic components to be printed like newspapers

A new manufacturing technique uses a process similar to newspaper printing to form smoother and more flexible metals for making ultrafast electronic devices.

The low-cost process, developed by Purdue University researchers, combines tools already used in industry for manufacturing metals on a large scale, but uses...

Im Focus: Rostocker Forscher entwickeln autonom fahrende Kräne

Industriepartner kommen aus sechs Ländern

Autonom fahrende, intelligente Kräne und Hebezeuge – dieser Ingenieurs-Traum könnte in den nächsten drei Jahren zur Wirklichkeit werden. Forscher aus dem...

Im Focus: Superscharfe Bilder von der neuen Adaptiven Optik des VLT

Das Very Large Telescope (VLT) der ESO hat das erste Licht mit einem neuen Modus Adaptiver Optik erreicht, die als Lasertomografie bezeichnet wird – und hat in diesem Rahmen bemerkenswert scharfe Testbilder vom Planeten Neptun, von Sternhaufen und anderen Objekten aufgenommen. Das bahnbrechende MUSE-Instrument kann ab sofort im sogenannten Narrow-Field-Modus mit dem adaptiven Optikmodul GALACSI diese neue Technik nutzen, um Turbulenzen in verschiedenen Höhen in der Erdatmosphäre zu korrigieren. Damit ist jetzt möglich, Bilder vom Erdboden im sichtbaren Licht aufzunehmen, die schärfer sind als die des NASA/ESA Hubble-Weltraumteleskops. Die Kombination aus exquisiter Bildschärfe und den spektroskopischen Fähigkeiten von MUSE wird es den Astronomen ermöglichen, die Eigenschaften astronomischer Objekte viel detaillierter als bisher zu untersuchen.

Das MUSE-Instrument (kurz für Multi Unit Spectroscopic Explorer) am Very Large Telescope (VLT) der ESO arbeitet mit einer adaptiven Optikeinheit namens GALACSI. Dabei kommt auch die Laser Guide Stars Facility, kurz ...

Im Focus: Diamant – ein unverzichtbarer Werkstoff der Fusionstechnologie

Forscher am KIT entwickeln Fenstereinheiten mit Diamantscheiben für Fusionsreaktoren – Neue Scheibe mit Rekorddurchmesser von 180 Millimetern

Klimafreundliche und fast unbegrenzte Energie aus dem Fusionskraftwerk – für dieses Ziel kooperieren Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler weltweit. Bislang...

Im Focus: Wiener Forscher finden vollkommen neues Konzept zur Messung von Quantenverschränkung

Quantenphysiker/innen der ÖAW entwickelten eine neuartige Methode für den Nachweis von hochdimensional verschränkten Quantensystemen. Diese ermöglicht mehr Effizienz, Sicherheit und eine weitaus geringere Fehleranfälligkeit gegenüber bisher gängigen Mess-Methoden, wie die Forscher/innen nun im Fachmagazin „Nature Physics“ berichten.

Die Vision einer vollständig abhörsicheren Übertragung von Information rückt dank der Verschränkung von Quantenteilchen immer mehr in Reichweite. Wird eine...

Alle Focus-News des Innovations-reports >>>

Anzeige

Anzeige

VideoLinks
Industrie & Wirtschaft
Veranstaltungen

Stadtklima verbessern, Energiemix optimieren, sauberes Trinkwasser bereitstellen

19.07.2018 | Veranstaltungen

Innovation – the name of the game

18.07.2018 | Veranstaltungen

Wie geht es unserer Ostsee? Ein aktueller Zustandsbericht

17.07.2018 | Veranstaltungen

VideoLinks
Wissenschaft & Forschung
Weitere VideoLinks im Überblick >>>
 
Aktuelle Beiträge

Neue Anwendungen für Mikrolaser in der Quanten-Nanophotonik

20.07.2018 | Physik Astronomie

Need for speed: Warum Malaria-Parasiten schneller sind als die menschlichen Abwehrzellen

20.07.2018 | Biowissenschaften Chemie

Die Gene sind nicht schuld

20.07.2018 | Medizin Gesundheit

Weitere B2B-VideoLinks
IHR
JOB & KARRIERE
SERVICE
im innovations-report
in Kooperation mit academics