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Software verschafft Ärzten Durchblick am Herzen

04.12.2013
Siemens hat ein Verfahren für die Angioplastie entwickelt, mit dem Ärzte Eingriffe am Herzen schneller und genauer vornehmen können.

Bei der Angioplastie werden gefährlich verengte Arterien minimal invasiv erweitert, ohne dass der Brustkorb geöffnet werden muss.



Über eine Arterie schiebt der Chirurg einen Ballon innerhalb eines sehr feinen Metallgeflechts (Stent) an eine Engstelle im Gefäß und bläst ihn auf, so dass sich der Stent innen an die Gefäßwand drückt und die Arterie offenhält.

Die Position des Stents verfolgen die Ärzte unter Röntgendurchleuchtung, wobei der Stent aber schwer zu erkennen ist. Abhilfe schaffen Hilfsmittel wie intravaskulärer Ultraschall (IVUS), der aber die Nutzung kostspieliger Katheter erfordert.

Das Visualisierungstool CLEARstent macht diese Aufgabe einfacher. Die Software ist für verschiedene Angiographiegeräte von Siemens, diemit niedrigen Strahlungsdosen arbeiten. CLEARstent zeigt dem Arzt innerhalb weniger Sekunden oder auf Basis vorher erfasster Bilder, ob der Stent ordnungsgemäß eingesetzt und aufgeweitet wurde. Vor der Implantation muss geklärt werden, wo der Stent platziert werden soll. Anschließend wird geprüft, ob das Metallgeflecht vollständig in die Gefäßwand eingebettet ist. Beides wird durch CLEARstent unterstützt.

Entwickelt haben die Software Experten von Siemens Healthcare und der globalen Forschung Corporate Technology (CT) in Princeton, New Jersey. Die CT-Forscher entwickelten zudem die Software CLEARstent Live, die auch während der Platzierung und Expansion des Stents laufend aktualisierte, verbesserte Bilder liefert, trotz der Bewegungen des schlagenden Herzens.

Um die Sichtbarkeit eines Stents zu verbessern, entwickelte das CT Team einen robusten Algorithmus, der dieBallonmarker an den beiden Enden des Stents detektiert. Nach einer kurzen, initialen Lernphase kann der Algorithmus die Position des Stents im weiteren Verlauf einer Prozedur sicher finden.

CLEARstent Live positioniert anschließend die Bilder einer Serie anhand der gefundenen Markerpostionen und führt eine zeitliche Mittelung durch. Der so stabilisierte Stent tritt dadurch kontrastreicher und weniger rauschbehaftet hervor. Hilfreich für den Arzt ist auch, dass CLEARstent die Bilder des Stents mit Aufnahmen der Blutgefäße überlagert, was ihm die Positionierung während des Eingriffs erleichtert. (2013.12.2)

Dr. Norbert Aschenbrenner | Siemens InnovationNews
Weitere Informationen:
http://www.siemens.de/innovation

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