Forum für Wissenschaft, Industrie und Wirtschaft

Hauptsponsoren:     3M 
Datenbankrecherche:

 

Schlussbericht zum Nat. Strategieprozess „Innovationen in der Medizintechnik“ entgegengenommen

08.11.2012
Staatssekretäre Schütte, Ilka und Burgbacher nehmen Schlussbericht zum Nationalen Strategieprozess „Innovationen in der Medizintechnik“ entgegen

In Berlin haben heute die Staatssekretäre des Bundesforschungsministeriums, des Bundesgesundheitsministeriums und des Bundeswirtschaftsministeriums, Dr. Georg Schütte, Thomas Ilka und Ernst Burgbacher, gemeinsam den Schlussbericht zum Nationalen Strategieprozess „Innovationen in der Medizintechnik“ entgegengenommen.

Dieser fasst die Ergebnisse verschiedener Workshops der vergangenen Monate zusammen. Mehr als 150 Experten aus Wissenschaft, Wirtschaft und Gesundheitswesen haben darüber diskutiert, wie die Wettbewerbsfähigkeit der Branche gesteigert, die Patientenversorgung verbessert, die Leistungsfähigkeit des Gesundheitssystems ausgebaut sowie die Innovationskraft der medizintechnischen Forschung gestärkt werden kann. In dem Bericht werden die wichtigsten Herausforderungen benannt und Handlungsempfehlungen abgeleitet.

Die drei Staatssekretäre bekräftigten, dass die schon heute enge Zusammenarbeit der beteiligten Bundesministerien noch weiter intensiviert werden soll.

Der Staatssekretär im Bundesforschungsministerium, Dr. Georg Schütte, erklärte auf der Pressekonferenz: „Das Bundesministerium für Bildung und Forschung hat diesen nationalen Strategieprozess ganz im Sinne der Hightech-Strategie angestoßen. Wir werden die Ergebnisse nutzen, um uns in der Medizintechnik-Förderung neu aufzustellen. Hierfür werden wir unsere Anstrengungen künftig in einem Förderprogramm Medizintechnik bündeln und auf diese Weise eine anwendungsnahe sowie am Bedarf ausgerichtete Forschung unterstützen. Denn dies - so steht es im Bericht - ist eine wesentliche Voraussetzung dafür, dass künftig mehr Innovationen bei den Patientinnen und Patienten ankommen. Zudem wollen wir die Medizintechnik beim Wandel zum Anbieter von Systemlösungen aktiv unterstützen.

In einem ersten Schritt werden wir schon jetzt unsere Maßnahme KMU-innovativ Medizintechnik ausbauen und die Fördersumme mit Beginn des kommenden Jahres verdoppeln. Darüber hinaus setzen wir den akteursübergreifenden Dialog in der Medizintechnik fort: Wir werden eine Nationale Informationsplattform Medizintechnik einrichten, die Themen von der Forschung bis zur Erstattung transparent und übersichtlich darstellt.“

Thomas Ilka, Staatssekretär des Bundesministeriums für Gesundheit, unterstrich: „Der Strategieprozess liefert uns wesentliche Impulse dafür, wie sich Versorgungsqualität und Patientensicherheit bei medizintechnischen Innovationen verbessern lassen. Dazu gehört unter anderem ein Aus- und Aufbau medizinischer Register für Hochrisikoprodukte. Um hier Erfahrungen zu sammeln, unterstützt das Bundesministerium für Gesundheit das Endoprothesenregister Deutschland (EPRD) mit rund 330.000 Euro. Für uns ist dieses Register ein wichtiges Instrument, um die hohe Qualität der Versorgung mit künstlichen Hüft- und Kniegelenken weiter zu verbessern. Ich appelliere bei dieser Gelegenheit an Kliniken und Patienten freiwillig beim Endoprothesenregister mitzumachen, da es Patienten und Kliniken gleichermaßen nützt. Wir werden uns außerdem in Brüssel bei den Verhandlungen zum EU-Rechtsrahmens für Medizinprodukte dafür einsetzen, dass ein weltweit einheitliches System zur eindeutigen Identifizierung von Medizinprodukten (UDI) mindestens für Implantate möglichst umgehend eingeführt wird.“

Der Parlamentarische Staatssekretär beim Bundesminister für Wirtschaft und Technologie und Beauftragte der Bundesregierung für Mittelstand und Tourismus, Ernst Burgbacher, betonte: „Die Medizintechnikindustrie ist ein bedeutender Wirtschaftsfaktor in Deutschland mit einem hohen Wachstumspotenzial. Der Strategieprozess hat uns gezeigt, dass wir die Exportintensität der mittelständischen Medizintechnik-Unternehmen weiter stärken müssen. Die Exportinitiative Gesundheitswirtschaft des Bundeswirtschafts- und des Bundesgesundheitsministeriums ist längst zu einem exzellenten Begleiter der Unternehmen auf dem Weg in ausländische Wachstumsmärkte geworden. „Health made in Germany“ wird immer mehr zu einem Exportschlager. Unser technologieoffenes Zentrales Innovationsprogramm Mittelstand, kurz ZIM, sowie das Kompetenzzentrum Fachkräftesicherung bieten zudem beste Möglichkeiten, Forschungsaktivitäten anzukurbeln bzw. den Unternehmen bei der Suche nach Fachkräften unter die Arme zu greifen."

Weitere Informationen finden Sie im Internet unter: http://www.bmbf.de/de/17337.php

Silvia von Einsiedel | BMBF Newsletter
Weitere Informationen:
http://www.bmbf.de

Weitere Nachrichten aus der Kategorie Medizintechnik:

nachricht Thermopiles für berührungslose Temperaturmessung beim Menschen
31.03.2020 | CiS Forschungsinstitut für Mikrosensorik GmbH

nachricht Marburger Forscherinnen und Forscher entwickeln einfaches Beatmungsgerät
25.03.2020 | Philipps-Universität Marburg

Alle Nachrichten aus der Kategorie: Medizintechnik >>>

Die aktuellsten Pressemeldungen zum Suchbegriff Innovation >>>

Die letzten 5 Focus-News des innovations-reports im Überblick:

Im Focus: Blockierung des Eisentransports könnte Tuberkulose stoppen

Tuberkulose-Bakterien brauchen Eisen zum Überleben. Wird der Eisentransport in den Bakterien gestoppt, so kann sich der Tuberkulose-Erreger nicht weiter vermehren. Nun haben Forscher der Universität Zürich die Struktur des Transportproteins ermittelt, das für die Eisenzufuhr zuständig ist. Dies eröffnet Möglichkeiten zur Entwicklung neuer Medikamente.

Einer der verheerendsten Erreger, der sich im Inneren menschlicher Zellen vermehren kann, ist Mycobacterium tuberculosis – der Bazillus, der Tuberkulose...

Im Focus: Blocking the Iron Transport Could Stop Tuberculosis

The bacteria that cause tuberculosis need iron to survive. Researchers at the University of Zurich have now solved the first detailed structure of the transport protein responsible for the iron supply. When the iron transport into the bacteria is inhibited, the pathogen can no longer grow. This opens novel ways to develop targeted tuberculosis drugs.

One of the most devastating pathogens that lives inside human cells is Mycobacterium tuberculosis, the bacillus that causes tuberculosis. According to the...

Im Focus: Corona-Pandemie: Medizinischer Vollgesichtsschutz aus dem 3D-Drucker

In Vorbereitung auf zu erwartende COVID-19-Patienten wappnet sich das Universitätsklinikum Augsburg mit der Beschaffung von persönlicher Schutzausrüstung für das medizinische Personal. Ein Vollgesichtsschutz entfaltet dabei in manchen Situationen eine bessere Schutzwirkung als eine einfache Schutzbrille, doch genau dieser ist im Moment schwer zu beschaffen. Abhilfe schafft eine Kooperation mit dem Institut für Materials Resource Management (MRM) der Universität Augsburg, das seine Kompetenz und Ausstattung im Bereich des 3D-Drucks einbringt, um diesen Engpass zu beheben.

Das Coronavirus SARS-CoV-2 wird nach heutigem Wissensstand maßgeblich durch Tröpfcheninfektion übertragen. Dabei sind neben Mund und Nase vor allem auch die...

Im Focus: Hannoveraner Physiker entwickelt neue Photonenquelle für abhörsichere Kommunikation

Ein internationales Team unter Beteiligung von Prof. Dr. Michael Kues vom Exzellenzcluster PhoenixD der Leibniz Universität Hannover hat eine neue Methode zur Erzeugung quantenverschränkter Photonen in einem zuvor nicht zugänglichen Spektralbereich des Lichts entwickelt. Die Entdeckung kann die Verschlüsselung von satellitengestützter Kommunikation künftig viel sicherer machen.

Ein 15-köpfiges Forscherteam aus Großbritannien, Deutschland und Japan hat eine neue Methode zur Erzeugung und zum Nachweis quantenverstärkter Photonen bei...

Im Focus: Physicist from Hannover Develops New Photon Source for Tap-proof Communication

An international team with the participation of Prof. Dr. Michael Kues from the Cluster of Excellence PhoenixD at Leibniz University Hannover has developed a new method for generating quantum-entangled photons in a spectral range of light that was previously inaccessible. The discovery can make the encryption of satellite-based communications much more secure in the future.

A 15-member research team from the UK, Germany and Japan has developed a new method for generating and detecting quantum-entangled photons at a wavelength of...

Alle Focus-News des Innovations-reports >>>

Anzeige

Anzeige

VideoLinks
Industrie & Wirtschaft
Veranstaltungen

Europäischer Rheumatologenkongress EULAR 2020 wird zum Online-Kongress

30.03.2020 | Veranstaltungen

“4th Hybrid Materials and Structures 2020” findet web-basiert statt

26.03.2020 | Veranstaltungen

Wichtigste internationale Konferenz zu Learning Analytics findet statt – komplett online

23.03.2020 | Veranstaltungen

VideoLinks
Wissenschaft & Forschung
Weitere VideoLinks im Überblick >>>
 
Aktuelle Beiträge

SmartKai – „Einparkhilfe“ zur Vermeidung von Schäden an Schiffen und Hafeninfrastruktur

01.04.2020 | Informationstechnologie

Blockierung des Eisentransports könnte Tuberkulose stoppen

01.04.2020 | Biowissenschaften Chemie

Universität Innsbruck entwickelt neuartiges Corona-Testverfahren

01.04.2020 | Biowissenschaften Chemie

Weitere B2B-VideoLinks
IHR
JOB & KARRIERE
SERVICE
im innovations-report
in Kooperation mit academics