Forum für Wissenschaft, Industrie und Wirtschaft

Hauptsponsoren:     3M 
Datenbankrecherche:

 

Neues Mammographie-Gerät von Siemens senkt Strahlendosis um bis zu 30 Prozent

26.11.2012
Mit dem Mammomat Inspiration Prime Edition bringt Siemens Healthcare das erste Mammographie-Gerät auf den Markt, das die Strahlendosis bei gleichbleibender Bildqualität um bis zu 30 Prozent senkt.

Statt des bisher üblichen Streustrahlenrasters ist Mammomat Inspiration Prime Edition mit einem neuen Algorithmus zur Bildkorrektur ausgestattet. Die herkömmlichen Streustrahlenraster absorbieren zwar die störende Streustrahlung, aber auch Teile der entscheidenden Primärstrahlung, sodass eine höhere Dosis für die gewünschte Bildqualität nötig wird.



Der neue Algorithmus erkennt jedoch die für die Streustrahlung verantwortlichen Strukturen und berechnet ein korrigiertes Bild. Somit kann die Primärstrahlung vollständig genutzt werden, und eine deutlich geringere Strahlendosis reicht für hochqualitative Bilder aus.

Bei einer digitalen Röntgenaufnahme trifft Strahlung auf das zu durchleuchtende Objekt und im Anschluss auf einen Detektor. Dabei unterscheidet man zwischen der Primärstrahlung, welche die für das Röntgenbild entscheidenden Informationen liefert, und der Streustrahlung. Diese verursacht ein stärkeres Bildrauschen und verschlechtert den Bildkontrast und damit auch die Bildqualität. Um Abhilfe zu schaffen, wurden Mammographie-Geräte bisher mit Streustrahlenrastern ausgestattet. Diese sind zwischen Brust und Detektor angebracht und absorbieren zwar die Streustrahlung, gleichzeitig aber auch Teile der entscheidenden Primärstrahlung. Folglich muss die Dosis entsprechend angepasst werden, um die gewünschte Bildqualität zu erreichen. Das bedeutet eine zusätzliche Strahlenbelastung für die Patientin. Da beim Mammographie-Screening in der Brustkrebsvorsorge gesunde Frauen regelmässig geröntgt werden, gilt es, die Dosis so gering wie möglich zu halten.

Siemens Healthcare hat für das digitale Vollfeldsystem Mammomat Inspiration die Prime (Progressive Reconstruction, Intelligently Minimizing Exposure)-Technik entwickelt. Dieses neue Bildbearbeitungsverfahren macht das üblicherweise verwendete Streustrahlenraster entbehrlich. Der Algorithmus korrigiert die Streustrahlung nachträglich, indem er die Bereiche, die durch Streustrahlung entstehen, erkennt und aus dem Bild herausrechnet. Die für den Radiologen entscheidende Primärstrahlung bleibt komplett erhalten. Somit wird das Streustrahlenraster überflüssig und eine niedrigere Dosis reicht aus, um hochqualitative Bilder zu erhalten. Abhängig von der komprimierten Brustdicke der Patientin kann die Strahlendosis mit Hilfe der rasterlosen Aufnahmetechnik im Vergleich zum Vorgängermodell um bis zu 30 Prozent gesenkt werden.

Mammomat Inspiration Prime Edition wird im Laufe des ersten Quartals 2013 erhältlich sein. Das System basiert auf der modularen Plattform Mammomat Inspiration für Screening, Diagnostik, Gewebeentnahme (Biopsie) und Tomosynthese, die seit 2007 in Krankenhäusern und Praxen im Einsatz ist. Je nach Bedarf kann zunächst ein Basisgerät erworben und anschliessend nachgerüstet werden.

Leseranfragen sind zu richten an:
Siemens Schweiz AG
Healthcare Sector
Freilagerstrasse 40
8047 Zürich
Tel. +41 585 581 599
healthcare.ch@siemens.com

| Siemens Healthcare
Weitere Informationen:
http://www.siemens.ch/healthcare

Weitere Nachrichten aus der Kategorie Medizintechnik:

nachricht Krankheiten ohne Medikamente heilen
25.02.2020 | Fraunhofer-Institut für Zuverlässigkeit und Mikrointegration IZM

nachricht Die Hochpräzisionsbestrahlung (Stereotaxie) auf den Weg zur personalisierten Therapie
24.02.2020 | Deutsche Gesellschaft für Radioonkologie e. V.

Alle Nachrichten aus der Kategorie: Medizintechnik >>>

Die aktuellsten Pressemeldungen zum Suchbegriff Innovation >>>

Die letzten 5 Focus-News des innovations-reports im Überblick:

Im Focus: Computersimulationen stellen bildlich dar, wie DNA erkannt wird, um Zellen in Stammzellen umzuwandeln

Forscher des Hubrecht-Instituts (KNAW - Niederlande) und des Max-Planck-Instituts in Münster haben entdeckt, wie ein essentielles Protein bei der Umwandlung von normalen adulten humanen Zellen in Stammzellen zur Aktivierung der genomischen DNA beiträgt. Ihre Ergebnisse werden im „Biophysical Journal“ veröffentlicht.

Die Identität einer Zelle wird dadurch bestimmt, ob die DNA zu einem beliebigen Zeitpunkt „gelesen“ oder „nicht gelesen“ wird. Die Signalisierung in der Zelle,...

Im Focus: Bayreuther Hochdruck-Forscher entdecken vielversprechendes Material für Informationstechnologien

Forscher der Universität Bayreuth haben ein ungewöhnliches Material entdeckt: Bei einer Abkühlung auf zwei Grad Celsius ändern sich seine Kristallstruktur und seine elektronischen Eigenschaften abrupt und signifikant. In diesem neuen Zustand lassen sich die Abstände zwischen Eisenatomen mithilfe von Lichtstrahlen gezielt verändern. Daraus ergeben sich hochinteressante Anwendungsmöglichkeiten im Bereich der Informationstechnologien. In der Zeitschrift „Angewandte Chemie – International Edition“ stellen die Wissenschaftler ihre Entdeckung vor. Die neuen Erkenntnisse sind aus einer engen Zusammenarbeit mit Partnereinrichtungen in Augsburg, Dresden, Hamburg und Moskau hervorgegangen.

Bei dem ungewöhnlichen Material handelt es sich um ein Eisenoxid mit der Zusammensetzung Fe₅O₆. In einem Hochdrucklabor des Bayerischen Geoinstituts (BGI),...

Im Focus: Von China an den Südpol: Mit vereinten Kräften dem Rätsel der Neutrinomassen auf der Spur

Studie von Mainzer Physikern zeigt: Experimente der nächsten Generation versprechen Antworten auf eine der aktuellsten Fragen der Neutrinophysik

Eine der spannendsten Herausforderungen der modernen Physik ist die Ordnung oder Hierarchie der Neutrinomassen. Eine aktuelle Studie, an der Physiker des...

Im Focus: High-pressure scientists in Bayreuth discover promising material for information technology

Researchers at the University of Bayreuth have discovered an unusual material: When cooled down to two degrees Celsius, its crystal structure and electronic properties change abruptly and significantly. In this new state, the distances between iron atoms can be tailored with the help of light beams. This opens up intriguing possibilities for application in the field of information technology. The scientists have presented their discovery in the journal "Angewandte Chemie - International Edition". The new findings are the result of close cooperation with partnering facilities in Augsburg, Dresden, Hamburg, and Moscow.

The material is an unusual form of iron oxide with the formula Fe₅O₆. The researchers produced it at a pressure of 15 gigapascals in a high-pressure laboratory...

Im Focus: From China to the South Pole: Joining forces to solve the neutrino mass puzzle

Study by Mainz physicists indicates that the next generation of neutrino experiments may well find the answer to one of the most pressing issues in neutrino physics

Among the most exciting challenges in modern physics is the identification of the neutrino mass ordering. Physicists from the Cluster of Excellence PRISMA+ at...

Alle Focus-News des Innovations-reports >>>

Anzeige

Anzeige

VideoLinks
Industrie & Wirtschaft
Veranstaltungen

CLIMATE2020 – Weltweite Online-Klimakonferenz vom 23. bis 30. März 2020

26.02.2020 | Veranstaltungen

Automatisierung im Dienst des Menschen

25.02.2020 | Veranstaltungen

Genomforschung für den Artenschutz - Internationale Fachtagung in Frankfurt

25.02.2020 | Veranstaltungen

VideoLinks
Wissenschaft & Forschung
Weitere VideoLinks im Überblick >>>
 
Aktuelle Beiträge

IGF macht's möglich: Lemgoer Forschungsteam entwickelt neues Verfahren zur Abwehr von Noroviren auf Obst und Gemüse

26.02.2020 | Biowissenschaften Chemie

CLIMATE2020 – Weltweite Online-Klimakonferenz vom 23. bis 30. März 2020

26.02.2020 | Veranstaltungsnachrichten

Neue Wege im Kampf gegen die Parkinson-Krankheit: HZDR-Forscher entwickeln Radiotracer für die Differentialdiagnostik

26.02.2020 | Interdisziplinäre Forschung

Weitere B2B-VideoLinks
IHR
JOB & KARRIERE
SERVICE
im innovations-report
in Kooperation mit academics