Forum für Wissenschaft, Industrie und Wirtschaft

Hauptsponsoren:     3M 
Datenbankrecherche:

 

Neues Hörgerät mit besonders viel Leistung für starken Hörverlust

21.10.2009
Siemens stellt erste Hinter-dem-Ohr-Hörsysteme der erfolgreichen "Nitro"-Baureihe vor

Auf dem 54. Internationalen Hörgeräteakustiker-Kongress 2009 EUHA in Nürnberg präsentierte Siemens seine ersten Hinter-dem-Ohr (HdO)-Hörsysteme der erfolgreichen "Nitro"-Baureihe.

Die besonders leistungsstarken Hörgeräte wurden speziell für die Bedürfnisse von Menschen mit starkem Hörverlust entwickelt. Neben dem außergewöhnlichen Leistungsspektrum verfügen sie als erste Hörsysteme dieser Klasse über die Möglichkeit, sich durch das optional erhältliche Tek-Set direkt und drahtlos mit Handy, Telefon, Computer, TV, MP3-Player oder Stereoanlage zu verbinden.

Als Siemens vor zwei Jahren erstmals seine Nitro-Im-Ohr-Hörsysteme vorstellte, galten diese aufgrund ihrer außergewöhnlichen Leistung auf kleinstem Raum als Meilenstein in der Entwicklung moderner Hörsysteme. Nun wird die Baureihe um zwei HdO-Hörsysteme erweitert. Sie wurden für Menschen mit starkem Hörverlust entwickelt und berücksichtigen deren ganz spezielle Bedürfnisse im Hinblick auf Klang, Lautstärkevolumen und gute Sprachverständlichkeit durch intelligente Sprachverstärkung.

Hörsysteme für Menschen mit hochgradiger Schwerhörigkeit stellen die Entwickler vor besondere Herausforderungen, weil die Betroffenen einerseits eine sehr hohe Verstärkung der Eingangssignale benötigen, anderseits die Lautstärke sehr fein justierbar sein muss, da sie vom Träger sehr schnell als zu laut oder zu leise empfunden wird.

Gleichzeitig sollte eine hohe Sprachverständlichkeit und -ortung gegeben sein, selbst wenn - wie beispielsweise in Restaurants oder bei Gesprächen in Gruppen - ein relativ lautes Sprachumfeld vorherrscht. Begleitgeräusche, die die Sprachverständlichkeit einschränken, dürfen dabei jedoch keinesfalls verstärkt, sondern müssen abgeschwächt werden, ohne sie ganz auszublenden.

Um den Betroffenen eine aktive Gesprächsteilnahme in allen denkbaren Situationen zu ermöglichen, hat Siemens die beiden HdO-Hörsysteme "Nitro 700" und "Nitro 300" entwickelt. Mit ihrem automatischen Sprach- und Geräusch-Management reduzieren sie alle unwichtigen Begleitgeräusche und verstärken gezielt Gesprochenes. Die Richtungsmikrofone verbessern das Hören und Verstehen in Situationen mit mehreren Sprechern. Windgeräusche werden genauso automatisch ausgeblendet wie impulshafte Nebengeräusche oder Rückkopplungen. Und die von Siemens erfundene e2e-wireless-Technologie synchronisiert das linke Hörgerät fortlaufend drahtlos mit dem rechten und verschafft so ein deutlich angenehmeres Hörerlebnis dank eindeutigem Richtungshören.

Damit Menschen mit starkem Hörverlust auch alle Möglichkeiten der modernen Kommunikation problemlos nutzen können, werden die Nitro-HdOs als weltweit erste Hörgeräte für diese Zielgruppe optional mit der ebenfalls von Siemens entwickelten Tek-Technologie angeboten.

Dann verbinden sie sich drahtlos mit jedem Bluetooth-fähigen Telefon, Handy und Computer, mit der heimischen Stereoanlage, dem Fernseher oder dem MP3-Player und bekommen von diesen den Klang direkt und in Stereo "zugefunkt". Wenn beispielsweise das Handy oder das Telefon klingelt, meldet das Hörgerät dies automatisch durch einen Signalton, den nur der Träger hört. Mit Hilfe des wie eine Fernbedienung funktionierenden "Tek Connect" kann er das Gespräch annehmen und telefonieren, ohne das Handy oder Telefon an sein Ohr halten zu müssen.

Die neuen Hörgeräte Nitro 700 und Nitro 300 unterscheiden sich hinsichtlich ihrer technischen Möglichkeiten, beispielsweise in Bezug auf Programm-, Automatik- und Lernfunktionen, sowie im Preis. Sie sind in jeweils 17 verschiedenen Farben erhältlich, die neben den gängigen Haut- und Haartönen auch aktuelle Modefarben wie blau, gelb, rot oder türkis umfassen.

Erika Weigmann | Siemens Healthcare
Weitere Informationen:
http://www.siemens.com

Weitere Nachrichten aus der Kategorie Medizintechnik:

nachricht Europaweit erste Patientin mit neuem Hybridgerät zur Strahlentherapie behandelt
19.07.2018 | Universitätsklinikum Heidelberg

nachricht Schonend, schnell und präzise: Innovative Herz-Bildgebung in Freiburg
18.07.2018 | Universitätsklinikum Freiburg

Alle Nachrichten aus der Kategorie: Medizintechnik >>>

Die aktuellsten Pressemeldungen zum Suchbegriff Innovation >>>

Die letzten 5 Focus-News des innovations-reports im Überblick:

Im Focus: Future electronic components to be printed like newspapers

A new manufacturing technique uses a process similar to newspaper printing to form smoother and more flexible metals for making ultrafast electronic devices.

The low-cost process, developed by Purdue University researchers, combines tools already used in industry for manufacturing metals on a large scale, but uses...

Im Focus: Rostocker Forscher entwickeln autonom fahrende Kräne

Industriepartner kommen aus sechs Ländern

Autonom fahrende, intelligente Kräne und Hebezeuge – dieser Ingenieurs-Traum könnte in den nächsten drei Jahren zur Wirklichkeit werden. Forscher aus dem...

Im Focus: Superscharfe Bilder von der neuen Adaptiven Optik des VLT

Das Very Large Telescope (VLT) der ESO hat das erste Licht mit einem neuen Modus Adaptiver Optik erreicht, die als Lasertomografie bezeichnet wird – und hat in diesem Rahmen bemerkenswert scharfe Testbilder vom Planeten Neptun, von Sternhaufen und anderen Objekten aufgenommen. Das bahnbrechende MUSE-Instrument kann ab sofort im sogenannten Narrow-Field-Modus mit dem adaptiven Optikmodul GALACSI diese neue Technik nutzen, um Turbulenzen in verschiedenen Höhen in der Erdatmosphäre zu korrigieren. Damit ist jetzt möglich, Bilder vom Erdboden im sichtbaren Licht aufzunehmen, die schärfer sind als die des NASA/ESA Hubble-Weltraumteleskops. Die Kombination aus exquisiter Bildschärfe und den spektroskopischen Fähigkeiten von MUSE wird es den Astronomen ermöglichen, die Eigenschaften astronomischer Objekte viel detaillierter als bisher zu untersuchen.

Das MUSE-Instrument (kurz für Multi Unit Spectroscopic Explorer) am Very Large Telescope (VLT) der ESO arbeitet mit einer adaptiven Optikeinheit namens GALACSI. Dabei kommt auch die Laser Guide Stars Facility, kurz ...

Im Focus: Diamant – ein unverzichtbarer Werkstoff der Fusionstechnologie

Forscher am KIT entwickeln Fenstereinheiten mit Diamantscheiben für Fusionsreaktoren – Neue Scheibe mit Rekorddurchmesser von 180 Millimetern

Klimafreundliche und fast unbegrenzte Energie aus dem Fusionskraftwerk – für dieses Ziel kooperieren Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler weltweit. Bislang...

Im Focus: Wiener Forscher finden vollkommen neues Konzept zur Messung von Quantenverschränkung

Quantenphysiker/innen der ÖAW entwickelten eine neuartige Methode für den Nachweis von hochdimensional verschränkten Quantensystemen. Diese ermöglicht mehr Effizienz, Sicherheit und eine weitaus geringere Fehleranfälligkeit gegenüber bisher gängigen Mess-Methoden, wie die Forscher/innen nun im Fachmagazin „Nature Physics“ berichten.

Die Vision einer vollständig abhörsicheren Übertragung von Information rückt dank der Verschränkung von Quantenteilchen immer mehr in Reichweite. Wird eine...

Alle Focus-News des Innovations-reports >>>

Anzeige

Anzeige

VideoLinks
Industrie & Wirtschaft
Veranstaltungen

Stadtklima verbessern, Energiemix optimieren, sauberes Trinkwasser bereitstellen

19.07.2018 | Veranstaltungen

Innovation – the name of the game

18.07.2018 | Veranstaltungen

Wie geht es unserer Ostsee? Ein aktueller Zustandsbericht

17.07.2018 | Veranstaltungen

VideoLinks
Wissenschaft & Forschung
Weitere VideoLinks im Überblick >>>
 
Aktuelle Beiträge

Sichere Schraubverbindungen mit standardisiertem Ultraschallverfahren

23.07.2018 | Verfahrenstechnologie

Studie zu Werkstoffprüfung: Schäden in nichtmagnetischem Stahl mit Magnetismus aufspüren

23.07.2018 | Studien Analysen

Sauerstoffstabile Hydrogenasen für die Anwendung

23.07.2018 | Biowissenschaften Chemie

Weitere B2B-VideoLinks
IHR
JOB & KARRIERE
SERVICE
im innovations-report
in Kooperation mit academics