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CT Somatom Force: Schonende und hochpräzise Computertomographie

04.02.2014
Ein neuer Computertomograph (CT) von Siemens senkt die Strahlendosis für den Patienten je nach Untersuchung bis auf die Hälfte.

Das Gerät arbeitet mit unerreichter Schnelligkeit und kann Bildserien mit hoher zeitlicher Auflösung aufnehmen. Das Signal-zu-Rausch-Verhältnis des CT Somatom Force ist so gut, dass den Patienten deutlich weniger Kontrastmittel verabreicht werden muss als bisher.



Diese jodhaltigen Mittel belasten die Nieren und sind deshalb besonders für vorgeschädigte oder ältere Personen problematisch. Kürzlich stellte Siemens den Somatom Force an der Universitätsmedizin Mannheim öffentlich vor.

Die ringförmige Gantry mit den je zwei Detektoren und Röntgenröhren benötigt für eine volle Umdrehung um den Körper nur eine viertel Sekunde. Bis zu 73 Zentimeter Körperlänge kann der CT so in einer Sekunde abtasten.

Der ganze Brustkorb lässt sich so schnell erfassen, so dass die Patienten nicht mehr den Atem anzuhalten brauchen, um ein scharfes Bild zu erhalten. Selbst bei einem Puls von 90 gelingen scharfe Aufnahmen vom Herzen, ohne dem Patienten Mittel zur Senkung der Herzfrequenz zu verabreichen. Dazu tragen auch die von Siemens entwickelten, hochempfindlichen und großflächigen Stellar-Detektoren bei, denn sie können größere Körperpartien mit nur einer Aufnahme abbilden.

Alle 66 Mikrosekunden kann der Somatom Force ein neues Bild aufnehmen. Die kurze Belichtungszeit minimiert die Strahlenbelastung und ermöglicht Bildserien mit sehr hoher zeitlicher Auflösung. Die sogenannte funktionale 4D-Bildgebung erfasst neben der Anatomie auch die Funktion eines Organs.

Das kann zum Beispiel der zeitliche Verlauf der Durchblutung eines Gefäßes sein oder die zeitliche Ausbreitung eines Kontrastmittels im untersuchten Organ. Bisher sind solche Untersuchungen mit einer hohen Strahlenbelastung verbunden, die sich aber mit dem Somatom Force um bis zur Hälfte senken lässt.

Die Vectron-Röntgenröhren des neuen CT erlauben besonders niedrige Röhrenspannungen. Dadurch verbessert sich das Signal-zu-Rausch-Verhältnis und die untersuchten Strukturen sind auch mit weniger Kontrastmittel in den CT-Aufnahmen deutlich zu erkennen.

Erste Untersuchungen in Mannheim zeigten, dass die Kontrastmittelmenge auf etwa ein Drittel reduziert werden kann. Davon profitieren besonders Patienten mit Nierenleiden, denn dieses Organ wird durch viele Kontrastmittel zusätzlich belastet.

Mit seiner extrem niedrigen Strahlendosis eignet sich der Somatom Force besonders auch für Vorsorgeuntersuchungen, bei denen gesunde Menschen geröntgt werden und deshalb die Belastung so niedrig wie möglich sein muss. (2014.02.1)

Dr. Norbert Aschenbrenner | Siemens InnovationNews
Weitere Informationen:
http://www.siemens.de/innovation

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