Forum für Wissenschaft, Industrie und Wirtschaft

Hauptsponsoren:     3M 
Datenbankrecherche:

 

Neue implantierbare Hörtechnologien - Für mehr Lebensqualität und besseres Hören

19.09.2005


In Deutschland leiden über 14 Millionen Menschen an einer Hörminderung. Im modernen Kommunikationszeitalter ist jedoch die Fähigkeit gut hören zu können eine notwendige Voraussetzung, um sich in unserer Gesellschaft zu behaupten und auch im privaten Kreis voll integriert zu sein. Heute gibt es eine große Auswahl an konventionellen Hörtechnologien, die den Hörverlust zu kompensieren versuchen. Aber nicht alle Betroffenen kommen mit ihrem Hörgerät zurecht. "Implantierbare Hörtechnologien bieten hier eine interessante Alternative, da sie mit einem völlig neuen Ansatz arbeiten und die Hörleistung und Lebensqualität der Betroffenen nachhaltig verbessern", urteilt Dr. med. Silke Helbig, Fachärztin für Hals-, Nasen- und Ohrenheilkunde, Kopf- und Halschirurgie am Klinikum der Johann Wolfgang Goethe-Universität Frankfurt am Main.

Das implantierbare Hörsystem Vibrant Soundbridge

Die Vibrant Soundbridge ist ein teilimplantierbares Hörsystem. Extern wird ein kleiner Audioprozessor mit einer hochwertigen Chiptechnologie der Firma Siemens diskret unter den Haaren getragen. Dieser enthält die gesamte Signalverarbeitung und wird durch Magnetkraft über dem Implantat gehalten. Das Signal wird vom Audioprozessor auf das Implantat übertragen. Das Implantat leitet das Signal an einen winzigen Schwingungskörper weiter, den so genannten Floating Mass Transducer (kurz FMT). Die Soundbridge bewirkt durch die "direkte Ankopplung" des FMT an die Gehörknöchelchenkette und den damit verbundenen "freien" Gehörgang ein verbessertes Sprachverständnis, einen erweiterten Frequenzbereich bis 10.000 Hertz (ideal zum Musikhören) und einen deutlich gesteigerten Tragekomfort. Rückkopplungspfeifen oder Kaugeräusche werden vermieden.

Für wen eignet sich die Vibrant Soundbridge?

Die Vibrant Soundbridge kann all jenen helfen, bei denen eine Innenohrschwerhörigkeit vorliegt, die entweder kein konventionelles Hörgerät tragen können oder mit diesem nicht ausreichend versorgt werden:

  • Der Gehörgang weist anatomische Besonderheiten auf oder toleriert keine Fremdkörper, es kommt z.B. zu Entzündungen.
  • Es liegt ein ausgeprägter Hochtonhörverlust vor. Das bisher getragene Hörgerät schafft keine zufrieden stellende Verbesserung der Hörleistung. Es können auch Rückkopplungen (Pfeifen) auftreten.
  • Die berufliche Situation spricht gegen ein konventionelles Hörgerät. Zum Beispiel das Arbeiten in großer Wärme und Feuchte, oder Tätigkeiten, bei denen der Gehörgang frei bleiben muss (Ärzte wegen des Stethoskops, Musiker, Sänger wegen des Verschlusseffektes durch das Hörgerät oder die Otoplastik).

An wen können sich Interessenten wenden, um mehr über die Vibrant Soundbridge zu erfahren?

Die Vibrant Soundbridge wurde bereits weltweit erfolgreich eingesetzt. Zunächst sollte jedoch bei jedem Interessenten der Grad und die Form der Schwerhörigkeit überprüft werden. Dazu können diese sich an die Ambulanz des Zentrums der Hals-Nasen-Ohrenheilkunde am Klinikum der Johann Wolfgang Goethe-Universität Frankfurt am Main wenden: Dr. med. Silke Helbig, Telefon (0 69) 63 01-51 13 (Patientenhotline, besetzt von montags bis freitags zwischen 8.00 bis 13.00 Uhr und 13.30 bis 16.00 Uhr).

Weitere Informationen sind auch auf der Internetseite des Herstellers zu finden: www.vibrant-medel.com

Für weitere Informationen:

Dr. med. Silke Helbig
Fachärztin für Hals-, Nasen- und Ohrenheilkunde, Kopf- und Halschirurgie
Oberärztin, Otologie
Zentrum der HNO-Heilkunde
Klinikum der J.W. Goethe-Universität Frankfurt/ Main
Fon (0 69) 63 01 - 50 21
Fax (0 69) 63 01 - 56 58 (Poliklinik)
E-Mail silke.helbig@kgu.de

Ricarda Wessinghage
Presse- und Öffentlichkeitsarbeit
Klinikum der J.W. Goethe-Universität Frankfurt/ Main
Fon (0 69) 63 01 - 77 64
Fax (0 69) 63 01 - 8 32 22
E-Mail ricarda.wessinghage@kgu.de

Ricarda Wessinghage | idw
Weitere Informationen:
http://www.kgu.de
http://www.vibrant-medel.com

Weitere Berichte zu: Hörtechnologie Implantat Vibrant

Weitere Nachrichten aus der Kategorie Medizintechnik:

nachricht Europaweit erste Patientin mit neuem Hybridgerät zur Strahlentherapie behandelt
19.07.2018 | Universitätsklinikum Heidelberg

nachricht Schonend, schnell und präzise: Innovative Herz-Bildgebung in Freiburg
18.07.2018 | Universitätsklinikum Freiburg

Alle Nachrichten aus der Kategorie: Medizintechnik >>>

Die aktuellsten Pressemeldungen zum Suchbegriff Innovation >>>

Die letzten 5 Focus-News des innovations-reports im Überblick:

Im Focus: Future electronic components to be printed like newspapers

A new manufacturing technique uses a process similar to newspaper printing to form smoother and more flexible metals for making ultrafast electronic devices.

The low-cost process, developed by Purdue University researchers, combines tools already used in industry for manufacturing metals on a large scale, but uses...

Im Focus: Rostocker Forscher entwickeln autonom fahrende Kräne

Industriepartner kommen aus sechs Ländern

Autonom fahrende, intelligente Kräne und Hebezeuge – dieser Ingenieurs-Traum könnte in den nächsten drei Jahren zur Wirklichkeit werden. Forscher aus dem...

Im Focus: Superscharfe Bilder von der neuen Adaptiven Optik des VLT

Das Very Large Telescope (VLT) der ESO hat das erste Licht mit einem neuen Modus Adaptiver Optik erreicht, die als Lasertomografie bezeichnet wird – und hat in diesem Rahmen bemerkenswert scharfe Testbilder vom Planeten Neptun, von Sternhaufen und anderen Objekten aufgenommen. Das bahnbrechende MUSE-Instrument kann ab sofort im sogenannten Narrow-Field-Modus mit dem adaptiven Optikmodul GALACSI diese neue Technik nutzen, um Turbulenzen in verschiedenen Höhen in der Erdatmosphäre zu korrigieren. Damit ist jetzt möglich, Bilder vom Erdboden im sichtbaren Licht aufzunehmen, die schärfer sind als die des NASA/ESA Hubble-Weltraumteleskops. Die Kombination aus exquisiter Bildschärfe und den spektroskopischen Fähigkeiten von MUSE wird es den Astronomen ermöglichen, die Eigenschaften astronomischer Objekte viel detaillierter als bisher zu untersuchen.

Das MUSE-Instrument (kurz für Multi Unit Spectroscopic Explorer) am Very Large Telescope (VLT) der ESO arbeitet mit einer adaptiven Optikeinheit namens GALACSI. Dabei kommt auch die Laser Guide Stars Facility, kurz ...

Im Focus: Diamant – ein unverzichtbarer Werkstoff der Fusionstechnologie

Forscher am KIT entwickeln Fenstereinheiten mit Diamantscheiben für Fusionsreaktoren – Neue Scheibe mit Rekorddurchmesser von 180 Millimetern

Klimafreundliche und fast unbegrenzte Energie aus dem Fusionskraftwerk – für dieses Ziel kooperieren Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler weltweit. Bislang...

Im Focus: Wiener Forscher finden vollkommen neues Konzept zur Messung von Quantenverschränkung

Quantenphysiker/innen der ÖAW entwickelten eine neuartige Methode für den Nachweis von hochdimensional verschränkten Quantensystemen. Diese ermöglicht mehr Effizienz, Sicherheit und eine weitaus geringere Fehleranfälligkeit gegenüber bisher gängigen Mess-Methoden, wie die Forscher/innen nun im Fachmagazin „Nature Physics“ berichten.

Die Vision einer vollständig abhörsicheren Übertragung von Information rückt dank der Verschränkung von Quantenteilchen immer mehr in Reichweite. Wird eine...

Alle Focus-News des Innovations-reports >>>

Anzeige

Anzeige

VideoLinks
Industrie & Wirtschaft
Veranstaltungen

Stadtklima verbessern, Energiemix optimieren, sauberes Trinkwasser bereitstellen

19.07.2018 | Veranstaltungen

Innovation – the name of the game

18.07.2018 | Veranstaltungen

Wie geht es unserer Ostsee? Ein aktueller Zustandsbericht

17.07.2018 | Veranstaltungen

VideoLinks
Wissenschaft & Forschung
Weitere VideoLinks im Überblick >>>
 
Aktuelle Beiträge

Neue Anwendungen für Mikrolaser in der Quanten-Nanophotonik

20.07.2018 | Physik Astronomie

Need for speed: Warum Malaria-Parasiten schneller sind als die menschlichen Abwehrzellen

20.07.2018 | Biowissenschaften Chemie

Die Gene sind nicht schuld

20.07.2018 | Medizin Gesundheit

Weitere B2B-VideoLinks
IHR
JOB & KARRIERE
SERVICE
im innovations-report
in Kooperation mit academics