Forum für Wissenschaft, Industrie und Wirtschaft

Hauptsponsoren:     3M 
Datenbankrecherche:

 

Minilabor: Microchip identifiziert Influenza-Viren

26.03.2008
Technologie liefert zuverlässige Ergebnisse innerhalb von zwei Stunden

Der Halbleiterhersteller STMicroelectronics hat in Kooperation mit Veredus Laboratories einen Microchip entwickelt, der in der Lage ist, verschiedene Influenza-Viren zu erkennen. "VereFlu", so der Name des Systems, ist ein portables Labor, mit dem Tests rasch durchgeführt werden können, heißt es in einer Aussendung der beiden Unternehmen. Der Chip erkennt unter anderem die für den Menschen gefährlichen Viren der Influenza A und B sowie resistente und mutierte Varianten der Vogelpest und den H5N1-Typ.

VereFlu funktioniert wie ein Minilabor und kann verschiedene Erkennungen gleichzeitig durchführen. Bislang waren Tests auf einzelne Influenza-Varianten aufwendig und zeitintensiv. VereFlu sei ein bahnbrechendes molekulares Diagnosetool, das Ergebnisse mit hoher Verlässlichkeit liefern könne, so die beiden Unternehmen. Innerhalb von zwei Stunden stehen genetische Informationen zur Infektion zur Verfügung, die bei herkömmlichen Methoden Wochen in Anspruch nehmen würden.

Durch den hohen Grad der Automatisierung der Tests würde sich das portable Labor optimal für den Einsatz außerhalb von medizinischen Einrichtungen eignen. Denkbar wäre beispielsweise der Einsatz auf Flughäfen beziehungsweise an Grenzübertrittsstellen. "Die Verlässlichkeit und Schnelligkeit des Diagnose-Tools macht es zu einer starken Waffe gegen künftige Influenza-Pandemien", ist Raymond Lin, Mediziner am National University Hospital in Singapur überzeugt. VereFlu könne zudem helfen, Mutationen des Influenza-Virus laufend zu beobachten und rasch die saisonal am weitesten verbreitete Variante zu identifizieren, ergänzt Rosemary Tan, CEO der Veredus Labs.

... mehr zu:
»Influenza-Virus »Microchip

Das Minilabor kombiniert die Diagnostik von Veredus mit dem Know-how im Bereich der Lab-on-a-Chip-Technologie von STMicroelectronics. Der Halbleiterhersteller will künftig von einer wachsenden Nachfrage nach medizinischer Technologie profitieren. In Kooperation mit Experten von Veredus werde das Unternehmen weiterhin in diesem Geschäftszweig tätig sein. So sind weitere Entwicklungen mit der Lab-on-a-Chip-Technologie geplant, mit denen andere Infektionskrankheiten sowie Krebs oder Herzerkrankungen erkannt werden sollen.

Andreas List | pressetext.deutschland
Weitere Informationen:
http://www.st.com
http://www.vereduslabs.com

Weitere Berichte zu: Influenza-Virus Microchip

Weitere Nachrichten aus der Kategorie Medizintechnik:

nachricht Neuer Ansatz zur Parkinson-Therapie?
14.11.2019 | Universität Ulm

nachricht Kleiner Schnitt statt großer Operation
11.11.2019 | Rheinische Friedrich-Wilhelms-Universität Bonn

Alle Nachrichten aus der Kategorie: Medizintechnik >>>

Die aktuellsten Pressemeldungen zum Suchbegriff Innovation >>>

Die letzten 5 Focus-News des innovations-reports im Überblick:

Im Focus: Kleine Teilchen, große Wirkung: Wie Nanoteilchen aus Graphen die Auflösung von Mikroskopen verbessern

Konventionelle Lichtmikroskope können Strukturen nicht mehr abbilden, wenn diese einen Abstand haben, der kleiner als etwa die Lichtwellenlänge ist. Mit „Super-resolution Microscopy“, entwickelt seit den 80er Jahren, kann man diese Einschränkung jedoch umgehen, indem fluoreszierende Materialien eingesetzt werden. Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler am Max-Planck-Institut für Polymerforschung haben nun entdeckt, dass aus Graphen bestehende Nano-Moleküle genutzt werden können, um diese Mikroskopie-Technik zu verbessern. Diese Nano-Moleküle bieten eine Reihe essentieller Vorteile gegenüber den bisher verwendeten Materialien, die die Mikroskopie-Technik noch vielfältiger einsetzbar machen.

Mikroskopie ist eine wichtige Untersuchungsmethode in der Physik, Biologie, Medizin und vielen anderen Wissenschaften. Sie hat jedoch einen Nachteil: Ihre...

Im Focus: Small particles, big effects: How graphene nanoparticles improve the resolution of microscopes

Conventional light microscopes cannot distinguish structures when they are separated by a distance smaller than, roughly, the wavelength of light. Superresolution microscopy, developed since the 1980s, lifts this limitation, using fluorescent moieties. Scientists at the Max Planck Institute for Polymer Research have now discovered that graphene nano-molecules can be used to improve this microscopy technique. These graphene nano-molecules offer a number of substantial advantages over the materials previously used, making superresolution microscopy even more versatile.

Microscopy is an important investigation method, in physics, biology, medicine, and many other sciences. However, it has one disadvantage: its resolution is...

Im Focus: Mit künstlicher Intelligenz zum besseren Holzprodukt

Der Empa-Wissenschaftler Mark Schubert und sein Team nutzen die vielfältigen Möglichkeiten des maschinellen Lernens für holztechnische Anwendungen. Zusammen mit Swiss Wood Solutions entwickelt Schubert eine digitale Holzauswahl- und Verarbeitungsstrategie unter Verwendung künstlicher Intelligenz.

Holz ist ein Naturprodukt und ein Leichtbauwerkstoff mit exzellenten physikalischen Eigenschaften und daher ein ausgezeichnetes Konstruktionsmaterial – etwa...

Im Focus: Eine Fernsteuerung für alles Kleine

Atome, Moleküle oder sogar lebende Zellen lassen sich mit Lichtstrahlen manipulieren. An der TU Wien entwickelte man eine Methode, die solche „optischen Pinzetten“ revolutionieren soll.

Sie erinnern ein bisschen an den „Traktorstrahl“ aus Star Trek: Spezielle Lichtstrahlen werden heute dafür verwendet, Moleküle oder kleine biologische Partikel...

Im Focus: Atome hüpfen nicht gerne Seil

Nanooptische Fallen sind ein vielversprechender Baustein für Quantentechnologien. Forscher aus Österreich und Deutschland haben nun ein wichtiges Hindernis für deren praktischen Einsatz aus dem Weg geräumt. Sie konnten zeigen, dass eine besondere Form von mechanischen Vibrationen gefangene Teilchen in kürzester Zeit aufheizt und aus der Falle stößt.

Mit der Kontrolle einzelner Atome können Quanteneigenschaften erforscht und für technologische Anwendungen nutzbar gemacht werden. Seit rund zehn Jahren...

Alle Focus-News des Innovations-reports >>>

Anzeige

Anzeige

VideoLinks
Industrie & Wirtschaft
Veranstaltungen

Chemnitzer Linux-Tage 2020: „Mach es einfach!“

18.11.2019 | Veranstaltungen

Humanoide Roboter in Aktion erleben

18.11.2019 | Veranstaltungen

1. Internationale Konferenz zu Agrophotovoltaik im August 2020

15.11.2019 | Veranstaltungen

VideoLinks
Wissenschaft & Forschung
Weitere VideoLinks im Überblick >>>
 
Aktuelle Beiträge

Kleine Teilchen, große Wirkung: Wie Nanoteilchen aus Graphen die Auflösung von Mikroskopen verbessern

20.11.2019 | Materialwissenschaften

Eisberge als Nährstoffquelle - Führt der Klimawandel zu mehr Eisendüngung im Ozean?

20.11.2019 | Geowissenschaften

Gehen verändert das Sehen

20.11.2019 | Medizin Gesundheit

Weitere B2B-VideoLinks
IHR
JOB & KARRIERE
SERVICE
im innovations-report
in Kooperation mit academics