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Roboter holt Gegenstände durch Point-and-Click

20.03.2008
Grüner Laserpointer als einfaches Kommunikationsmittel

Ein Wissenschaftlerteam des Georgia Institute of Technology (Georgia Tech) und der Emory University hat einen Roboter entwickelt, der durch Point-and-Click angewiesen werden kann, für den Nutzer Gegenstände zu holen. Gewünschte Objekte werden dem Roboter dabei einfach durch einen grünen Laserpointer angezeigt. Die Forscher sehen darin einen wichtigen Schritt auf dem Weg zu praxistauglichen Assistenzrobotern für Patienten mit starken Bewegungseinschränkungen.

"Wir sehen das Holen von Objekten als eine Kernfähigkeit für zukünftige Roboter in der medizinischen Betreuung wie etwa zuhause", erklärt Charlie Kemp, Leiter des Forscherteams. Zum einen sei es wichtig, dass Roboter etwa bei Reinigungsarbeiten Gegenstände umlagern können, zum anderen wäre es für komplexere Aufgaben wie etwa Kochen wohl nötig, dass ein Roboter dazu benötigte Utensilien selbst holen kann. Genau diese Fähigkeit wird mit dem El-E genannten Roboter demonstriert. Mit einem elefantenrüsselartigen Greifarm kann er Gegenstände wie Handtücher, Arzneifläschchen oder Telefone aufnehmen, ob vom Boden oder höher gelegenen Regalen.

Der grüne Laserpointer dient dabei als Kommunikationsmittel und bietet zwei wesentliche Vorteile. Erstens ist die Bedienung für den Nutzer intuitiv. "Wir Menschen deuten ganz natürlich auf Dinge", meint Kemp. Meistens kämen dazu noch verbale Erklärungen.

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Genau diese aber wären für Roboter nur sehr schwer zu begreifen, sie könnten allenfalls vordefinierte Objekte identifizieren. Daraus ergibt sich der zweite Vorteil der Point-and-Click-Bedienung per Laserpointer. Wird mit dem grünen Lichtpunkt ein Objekt ausgewählt, ist für El-E klar, dass er dieses holen soll. Worum es sich handelt oder wie es heißt, muss der Roboter dabei gar nicht erst verstehen.

Der aktuelle Stand der Entwicklung von El-E wurde Mitte März bei einer Fachkonferenz in Amsterdam gezeigt. Die Forscher an Georgia Tech und Emroy wollen den Roboter nun weiterentwickeln, um etwa bei Auswahl von Lichtschaltern diese zu betätigen oder bei Zeigen auf Türgriffe die Türe zu öffnen oder zu schließen.

Damit langfristig wirklich praxistaugliche Assistenzroboter in größerer Zahl entstehen können, wird bei der Entwicklung mit Medizinern sowie Patienten mit der degenerativen Nervenerkrankung Amyotrophe Lateralsklerose, die zu hochgradigen Bewegungseinschränkungen führt, zusammengearbeitet.

Thomas Pichler | pressetext.austria
Weitere Informationen:
http://www.gatech.edu
http://www.emory.edu

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