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Diagnosetechnik erkennt fötales Alkoholsyndrom früher

07.03.2008
Verhaltenstherapie kann Folgeschäden für das Kind mildern

Eine neue Diagnosetechnik soll Schädigungen bei Neugeborenen, die durch Alkoholkonsum während der Schwangerschaft entstanden sind, leichter erkennbar machen. Die Folgen des fötalen Alkoholsyndrom (FAS) gehen von Verhaltensauffälligkeiten bis hin zu Missbildungen und Behinderungen.

"Der Übergang ist fließend", erklärt Christian F. Poets, Vorsitzender der Gesellschaft für Neonatologie und pädiatrischer Intensivmedizin, im Gespräch mit pressetext. "Eine frühe Diagnose ist bei leichteren Schäden ein großes Problem, denn die Mütter geben ja meistens nicht zu Alkohol getrunken zu haben." Eine aktuelle Studie empfiehlt nun eine neue Diagnosemöglichkeit, die Abhilfe schaffen soll. Die Ergebnisse erschienen im Fachmagazin The Journal of Pediatrics.

Die amerikanische Wissenschaftlerin Jennifer Peterson untersuchte eine Gruppe von 216 Babys, deren Mütter während der Schwangerschaft unterschiedliche Mengen an Alkohol getrunken hatten. Dabei testete sie die Menge an Fettsäure-Ethylester (FAEE) während der ersten Darmaktivitäten der Neugeborenen. FAEE entsteht bei der Verdauung von Alkohol im Magen. Danach wurden die Babies im Alter von sechs Monaten, einem Jahr und zwei Jahren erneut untersucht. Kinder mit hohen FAEE-Werten neigten zu mentalen und psychomotorischen Entwicklungsstörungen.

Mithilfe des Tests könnten Folgeschäden in Zukunft früher erkannt werden. "Ich schätze die Dunkelziffer der nicht erkannten Fälle auf bis zu 80 Prozent", so Poets. Durch Verhaltenstherapie können die Symptome von FAS abgeschwächt werden, völlig beheben lässt sich der entstandene Schaden jedoch nicht, relativiert der Mediziner.

Georg Eckelsberger | pressetext.austria
Weitere Informationen:
http://www.gnpi.de

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