Forum für Wissenschaft, Industrie und Wirtschaft

Hauptsponsoren:     3M 
Datenbankrecherche:

 

Verkehrsunfallstatistik 2013: Moderne Unfallmedizin rettet immer mehr Schwerverletzte

02.07.2014

Neben sichereren Autos und fehlerverzeihenden Straßen haben auch die erheblichen Fortschritte in der Unfallmedizin zu einem kontinuierlichen Rückgang der Verkehrstoten und Schwerverletzten geführt.

Die heute vom Statistischen Bundesamt veröffentlichte endgültige Unfallstatistik 2013 verzeichnet mit 3.339 Unfalltoten so wenig Todesfälle im Straßenverkehr wie noch nie.

Mit der Einführung der Initiative TraumaNetzwerk DGU® der Deutschen Gesellschaft für Unfallchirurgie (DGU) konnte die Sterblichkeit von Schwerverletzten, die die Kliniken lebend erreichen, in den letzten 20 Jahren von 20 Prozent auf annährend zehn Prozent gesenkt werden.

Ziel des TraumaNetzwerk DGU® ist es, jedem Schwerverletzten in Deutschland rund um die Uhr an jedem Ort in Deutschland die bestmögliche Versorgung unter standardisierten Qualitätsmaßstäben zu ermöglichen. Dazu werden Unfallkliniken nach den im „Weißbuch Schwerverletztenversorgung“ vorgegebenen Versorgungs- und Qualitätsstandards überprüft.

Diese Unfallkliniken, sogenannte Traumazentren, einer Region schließen sich dann zu einem regionalen TraumaNetzwerk DGU® zusammen, das nach Qualitätsmanagementaspekten ganzheitlich zertifizert wird. Dadurch entsteht ein dichtes Netzwerk aus Behandlungszentren, die Forschung, Wissenschaft und Ausbildung bundesweit gemeinsam leisten, während sie gleichzeitig vor Ort und in der Region jedem Unfallverletzten eine optimierte Behandlung anbieten. 

In einem TraumaNetzwerkDGU® sind Rettungsdienste, Ärzte sowie kompetente Einrichtungen und Zentren zur Behandlung spezieller Verletzungsfolgen wie Schwerbrandverletzten-, Rückenmarksverletzten- und Replantationszentren eingebunden.

„Die Kliniken in den zertifizierten Traummanetzwerken folgen bei der Versorgung von Schwerverletzten einem festgelegten Algorithmus. Durch die standardisierten Abläufe sparen wir wertvolle Zeit – das sind oft lebensrettende Minuten. Ein wichtiges Motto dabei ist: Ordnung statt Chaos im Schockraum!“, sagt Professor Reinhard Hoffmann, Generalsekretär der DGU.

Derzeit gibt es 45 zertifizierte TraumaNetzwerke DGU® mit 602 geprüften Traumazentren. Dazu gehören auch grenzüberschreitende Traumanetzwerke mit belgischen, holländischen, schweizerischen, österreichischen und luxemburgischen Unfallkliniken – denn moderne Unfallmedizin muss europäisch gedacht und gelebt werden. Ein solches flächendeckendes Netzwerk aus kompetenten Behandlungszentren, die sich auf gleichartige Qualitätsstandards verpflichtet haben, ist weltweit einmalig.

Pressekontakt für Rückfragen:
Susanne Herda, Presse- und Öffentlichkeitsarbeit
Deutsche Gesellschaft für Unfallchirurgie (DGU) e.V.
Straße des 17. Juni 106-108, 10623 Berlin
Telefon: +49 (0)30 340 60 36 -20 (Durchwahl: -06)
E-Mail: susanne.herda@dgu-online.de

Weitere Informationen:

http://www.dgu-online.de
http://www.traumanetzwerk-dgu.de

Susanne Herda | idw - Informationsdienst Wissenschaft

Weitere Nachrichten aus der Kategorie Medizin Gesundheit:

nachricht Biologicals bei chronischer Sinusitis mit Polyposis nasi – Erster therapeutischer Antikörper zugelassen
13.11.2019 | Arbeitsgemeinschaft der Wissenschaftlichen Medizinischen Fachgesellschaften e.V.

nachricht Warum Beta-Blocker Hautentzündungen verursachen
31.10.2019 | Rheinische Friedrich-Wilhelms-Universität Bonn

Alle Nachrichten aus der Kategorie: Medizin Gesundheit >>>

Die aktuellsten Pressemeldungen zum Suchbegriff Innovation >>>

Die letzten 5 Focus-News des innovations-reports im Überblick:

Im Focus: New Pitt research finds carbon nanotubes show a love/hate relationship with water

Carbon nanotubes (CNTs) are valuable for a wide variety of applications. Made of graphene sheets rolled into tubes 10,000 times smaller than a human hair, CNTs have an exceptional strength-to-mass ratio and excellent thermal and electrical properties. These features make them ideal for a range of applications, including supercapacitors, interconnects, adhesives, particle trapping and structural color.

New research reveals even more potential for CNTs: as a coating, they can both repel and hold water in place, a useful property for applications like printing,...

Im Focus: Magnetisches Tuning auf der Nanoskala

Magnetische Nanostrukturen maßgeschneidert herzustellen und nanomagnetische Materialeigenschaften gezielt zu beeinflussen, daran arbeiten Physiker des Helmholtz-Zentrums Dresden-Rossendorf (HZDR) gemeinsam mit Kollegen des Leibniz-Instituts für Festkörper- und Werkstoffforschung (IFW) Dresden und der Universität Glasgow. Zum Einsatz kommt ein spezielles Mikroskop am Ionenstrahlzentrum des HZDR, dessen hauchdünner Strahl aus schnellen geladenen Atomen (Ionen) periodisch angeordnete und stabile Nanomagnete in einem Probenmaterial erzeugen kann. Es dient aber auch dazu, die magnetischen Eigenschaften von Kohlenstoff-Nanoröhrchen zu optimieren.

„Materialien im Nanometerbereich magnetisch zu tunen birgt ein großes Potenzial für die Herstellung modernster elektronischer Bauteile. Für unsere magnetischen...

Im Focus: Magnets for the second dimension

If you've ever tried to put several really strong, small cube magnets right next to each other on a magnetic board, you'll know that you just can't do it. What happens is that the magnets always arrange themselves in a column sticking out vertically from the magnetic board. Moreover, it's almost impossible to join several rows of these magnets together to form a flat surface. That's because magnets are dipolar. Equal poles repel each other, with the north pole of one magnet always attaching itself to the south pole of another and vice versa. This explains why they form a column with all the magnets aligned the same way.

Now, scientists at ETH Zurich have managed to create magnetic building blocks in the shape of cubes that - for the first time ever - can be joined together to...

Im Focus: A new quantum data classification protocol brings us nearer to a future 'quantum internet'

The algorithm represents a first step in the automated learning of quantum information networks

Quantum-based communication and computation technologies promise unprecedented applications, such as unconditionally secure communications, ultra-precise...

Im Focus: REANIMA - für ein neues Paradigma der Herzregeneration

Endogene Mechanismen der Geweberegeneration sind ein innovativer Forschungsansatz, um Herzmuskelschäden zu begegnen. Ihnen widmet sich das internationale REANIMA-Projekt, an dem zwölf europäische Forschungszentren beteiligt sind. Das am CNIC (Centro Nacional de Investigaciones Cardiovasculares) in Madrid koordinierte Projekt startet im Januar 2020 und wird von der Europäischen Kommission mit 8 Millionen Euro über fünf Jahre gefördert.

Herz-Kreislauf-Erkrankungen verursachen weltweit die meisten Todesfälle. Herzinsuffizienz ist geradezu eine Epidemie, die neben der persönlichen Belastung mit...

Alle Focus-News des Innovations-reports >>>

Anzeige

Anzeige

VideoLinks
Industrie & Wirtschaft
Veranstaltungen

Mediation – Konflikte konstruktiv lösen

12.11.2019 | Veranstaltungen

Hochleistungsmaterialien mit neuen Eigenschaften im Fokus von Partnern aus Wissenschaft und Wirtschaft

11.11.2019 | Veranstaltungen

Weniger Lärm in Innenstädten durch neue Gebäudekonzepte

08.11.2019 | Veranstaltungen

VideoLinks
Wissenschaft & Forschung
Weitere VideoLinks im Überblick >>>
 
Aktuelle Beiträge

Mehr digitale Prozesse für den Mittelstand

13.11.2019 | Unternehmensmeldung

dormakaba mit 4 Architects' Darling in Gold ausgezeichnet

13.11.2019 | Förderungen Preise

Effiziente Motorenproduktion mit der neuesten Generation des LZH IBK

13.11.2019 | Maschinenbau

Weitere B2B-VideoLinks
IHR
JOB & KARRIERE
SERVICE
im innovations-report
in Kooperation mit academics