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Auf der Suche nach neuen Strategien zur Bekämpfung des Prostatakrebs

07.11.2012
Der Freiburger Wissenschaftler Roland Schüle erhält von der EU 2,5 Mio. € für die Erforschung epigenetischer Mechanismen.
Prof. Dr. Roland Schüle, Wissenschaftlicher Direktor der Abteilung für Urologie am Uni-versitätsklinikum Freiburg, erhält einen Advanced Grant des Europäischen Forschungsrats (ERC) und damit Forschungsmittel in Höhe von 2,5 Millionen Euro.

Der ERC Advanced Grant ist die höchstdotierte Fördermaßnahme der EU, die an einzel-ne Forscher vergeben wird. Sie ermöglicht Roland Schüle in den kommenden fünf Jahren Studien zur Identifizierung und Charakterisierung der molekularen und physiologischen Funktionen des epigenetischen Enzyms LSD1 und seiner Rolle bei Prostatakrebs.

„Ich bin absolut begeistert, diese bedeutende Forschungs-Auszeichnung zu erhalten", sagt Roland Schüle. „Dies ist eine Anerkennung der Qualität des vorgeschlagenen Forschungsprojektes sowie eine Bestätigung für die herausragende wissenschaftliche Arbeit, die mein Team in den letzten Jahren erbracht hat."

Der Freiburger Wissenschaftler will in dem Forschungsvorhaben die Funktion des epigenetischen Regulators Lysin-spezifische Demethylase 1 (LSD1) untersuchen. LSD1 ist ein Enzym, welches in Schüles Labor als Histon Demethylase identifiziert wurde und eine wichtige Funktion bei der Entstehung und dem Fortschreiten von Prostatakrebs hat.

„Diese Fünf-Jahres-Finanzierung wird es uns ermöglichen, die molekularen Funktionen des LSD1-Enzyms durch Krankheitsmodelle und genomische Methoden zu erforschen. Dies kann zu neuen therapeutischen und diagnostischen Konzepten für die Behandlung von Prostatakrebs führen", erläutert Schüle.

Der ERC Advanced Grant ergänzt den kürzlich gestarteten Sonderforschungsbereich Medizinische Epigenetik (SFB MEDEP), ein Konsortium von etwa 20 Freiburger For-schern, die das Potenzial der Epigenetik in medizinischen Anwendungen untersuchen. Roland Schüle ist Sprecher des SFB MEDEP.

Der ERC Advanced Grant ist eine der renommiertesten Förderungen, die an einzelne Wissenschaftler in Europa vergeben wird. Er richtet sich an herausragende etablierte Spitzenforscher, die mindestens 10 Jahre erfolgreich auf höchstem internationalen Ni-veau gearbeitet haben. Der Evaluierungsprozess berücksichtigt die wissenschaftlichen Leistungen des Antragstellers sowie das eingereichte Forschungsvorhaben. Die Förder-mittel werden allein auf Grund der wissenschaftlichen Originalität und Signifikanz vergeben.

Kontakt:
Prof. Dr. Roland Schüle
Wissenschaftlicher Direktor der Abteilung für Urologie
Universitätsklinikum Freiburg
Tel.: 0761/270-63100
Fax: 0761/270-63110
roland.schuele@uniklinik-freiburg.de

Doreen Winkler | idw
Weitere Informationen:
http://www.uniklinik-freiburg.de

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