Forum für Wissenschaft, Industrie und Wirtschaft

Hauptsponsoren:     3M 
Datenbankrecherche:

 

Schavan: "Forschung sichert beste Versorgung für Patienten"

09.02.2010
BMBF fördert die Versorgungsforschung mit 54 Millionen Euro / Zukunftsfähige Lösungen für das Gesundheitssystem entwickeln

Die steigende Zahl älterer Menschen, die Zunahme von chronischen Krankheiten sowie die sinkende Zahl der Beitragszahler in den Sozialversicherungen stellen das Gesundheitssystem vor vielfältige Herausforderungen.

Daher fördert das Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) die Versorgungsforschung und gesundheitsökonomische Forschung in den nächsten Jahren mit 54 Millionen Euro. Die Wissenschaftler in den beiden Forschungsfeldern entwickeln und erproben zukunftsfähige Lösungen für das deutsche Gesundheitssystem.

"Dies ist die höchste Summe, die bisher für die Förderung der deutschen Versorgungsforschung bereit gestellt wurde", sagte Bundesforschungsministerin Annette Schavan. "Ziel ist es, für jeden Patienten die bestmögliche Versorgung sicherzustellen. Dabei muss das Gesundheitssystem solidarisch und für die Gesellschaft bezahlbar bleiben. Um Lösungen für diese Herausforderungen zu finden, brauchen wir eine starke und unabhängige Wissenschaft."

Die Versorgungsforschung und Gesundheitsökonomie sind zwar noch junge Fachdisziplinen, allerdings besonders relevant für die Verbesserung der Versorgung des Einzelnen und für eine gesellschaftlich akzeptierte Gestaltung des Gesundheitssystems.

Die Versorgungsforschung evaluiert die Kranken- und Gesundheitsversorgung unter Alltagsbedingungen, entwickelt darauf aufbauend Versorgungskonzepte und erprobt diese in der Praxis. Versorgungsforschung schließt unterschiedliche Disziplinen ein, wie beispielsweise die Rehabilitationswissenschaften, die Pflegeforschung, die Forschung zur allgemeinmedizinischen Versorgung und die Palliativmedizin. "Mit der aktuellen Förderung unterstützen wir erstmals die Versorgungsforschung in ihrer gesamten methodischen und thematischen Breite über einen längeren Zeitraum nachhaltig", so Ministerin Schavan.

Die gesundheitsökonomische Forschung leistet einen wichtigen Beitrag für die Analyse von Kosten der Gesundheitsversorgung und für die Entwicklung neuer Ideen für Organisation und Finanzierung des Gesundheitssystems. Um in diesem komplexen Forschungsfeld belastbare wissenschaftliche Ergebnisse zu erarbeiten, ist eine enge interdisziplinäre Kooperation zwischen Medizinern, Wirtschafts- und Sozialwissenschaftlern notwendig. Das BMBF unterstützt deshalb den Aufbau schlagkräftiger Zentren der gesundheitsökonomischen Forschung, die vorhandene Forschungskompetenzen bündeln und zur Qualifizierung des wissenschaftlichen Nachwuchses beitragen.

| BMBF Newsletter
Weitere Informationen:
http://www.gesundheitsforschung-bmbf.de
http://www.gesundheitsforschung-bmbf.de/de/175.php
http://www.bmbf.de/press/

Weitere Nachrichten aus der Kategorie Medizin Gesundheit:

nachricht MHH-Forscher entdeckt: Ein Muskelprotein hilft bei der Eizellteilung
14.10.2019 | Medizinische Hochschule Hannover

nachricht Forscher entschlüsseln Wirkung von Ebola-Impfstoff - Virologen der Uniklinik Köln identifizieren neue Antikörper
08.10.2019 | Uniklinik Köln

Alle Nachrichten aus der Kategorie: Medizin Gesundheit >>>

Die aktuellsten Pressemeldungen zum Suchbegriff Innovation >>>

Die letzten 5 Focus-News des innovations-reports im Überblick:

Im Focus: Rätsel gelöst: Das Quantenleuchten dünner Schichten

Eine ganz spezielle Art von Licht wird von Wolfram-Diselenid-Schichten ausgesandt. Warum das so ist, war bisher unklar. An der TU Wien wurde nun eine Erklärung gefunden.

Es ist ein merkwürdiges Phänomen, das jahrelang niemand erklären konnte: Wenn man einer dünnen Schicht des Materials Wolfram-Diselenid Energie zuführt, dann...

Im Focus: Wie sich Reibung bei topologischen Isolatoren kontrollieren lässt

Topologische Isolatoren sind neuartige Materialien, die elektrischen Strom an der Oberfläche leiten, sich im Innern aber wie Isolatoren verhalten. Wie sie auf Reibung reagieren, haben Physiker der Universität Basel und der Technischen Universität Istanbul nun erstmals untersucht. Ihr Experiment zeigt, dass die durch Reibung erzeugt Wärme deutlich geringer ausfällt als in herkömmlichen Materialien. Dafür verantwortlich ist ein neuartiger Quantenmechanismus, berichten die Forscher in der Fachzeitschrift «Nature Materials».

Dank ihren einzigartigen elektrischen Eigenschaften versprechen topologische Isolatoren zahlreiche Neuerungen in der Elektronik- und Computerindustrie, aber...

Im Focus: An ultrafast glimpse of the photochemistry of the atmosphere

Researchers at Ludwig-Maximilians-Universitaet (LMU) in Munich have explored the initial consequences of the interaction of light with molecules on the surface of nanoscopic aerosols.

The nanocosmos is constantly in motion. All natural processes are ultimately determined by the interplay between radiation and matter. Light strikes particles...

Im Focus: Shaping nanoparticles for improved quantum information technology

Particles that are mere nanometers in size are at the forefront of scientific research today. They come in many different shapes: rods, spheres, cubes, vesicles, S-shaped worms and even donut-like rings. What makes them worthy of scientific study is that, being so tiny, they exhibit quantum mechanical properties not possible with larger objects.

Researchers at the Center for Nanoscale Materials (CNM), a U.S. Department of Energy (DOE) Office of Science User Facility located at DOE's Argonne National...

Im Focus: Neuer Werkstoff für den Bootsbau

Um die Entwicklung eines Leichtbaukonzepts für Sportboote und Yachten geht es in einem Forschungsprojekt der Technischen Hochschule Mittelhessen. Prof. Dr. Stephan Marzi vom Gießener Institut für Mechanik und Materialforschung arbeitet dabei mit dem Bootsbauer Krake Catamarane aus dem thüringischen Apolda zusammen. Internationale Kooperationspartner sind Prof. Anders Biel von der schwedischen Universität Karlstad und die Firma Lamera aus Göteborg. Den Projektbeitrag der THM fördert das Bundesministerium für Wirtschaft und Energie im Rahmen des Zentralen Innovationsprogramms Mittelstand mit 190.000 Euro.

Im modernen Bootsbau verwenden die Hersteller als Grundmaterial vorwiegend Duroplasten wie zum Beispiel glasfaserverstärkten Kunststoff. Das Material ist...

Alle Focus-News des Innovations-reports >>>

Anzeige

Anzeige

VideoLinks
Industrie & Wirtschaft
Veranstaltungen

Digitalisierung trifft Energiewende

15.10.2019 | Veranstaltungen

Bauingenieure im Dialog 2019: Vorträge stellen spannende Projekte aus dem Spezialtiefbau vor

15.10.2019 | Veranstaltungen

DFG unterstützt Kongresse und Tagungen - Dezember 2019

14.10.2019 | Veranstaltungen

VideoLinks
Wissenschaft & Forschung
Weitere VideoLinks im Überblick >>>
 
Aktuelle Beiträge

Familienunternehmer setzen eher auf Evolution als auf Disruption

16.10.2019 | Wirtschaft Finanzen

Wie ein infizierter Knochen besser heilt

16.10.2019 | Förderungen Preise

Rätsel gelöst: Das Quantenleuchten dünner Schichten

15.10.2019 | Physik Astronomie

Weitere B2B-VideoLinks
IHR
JOB & KARRIERE
SERVICE
im innovations-report
in Kooperation mit academics