Forum für Wissenschaft, Industrie und Wirtschaft

Hauptsponsoren:     3M 
Datenbankrecherche:

 

Patienten mit Herzschwäche werden zu Hause telemedizinisch betreut

10.02.2010
Telemedizin-Projekt der AOK Baden-Württemberg und des Universitätsklinikums Heidelberg wird für 2010 verlängert

Auch im kommenden Jahr können AOK-Patienten, die an einer fortgeschrittenen Herzschwäche leiden, zu Hause durch Ärzte der Medizinischen Universitätsklinik Heidelberg, mit Hilfe der Telemedizin betreut werden: Das erfolgreiche Projekt "HeiTel" (Telemedizinische Betreuung von Patienten mit chronischer Herzinsuffizienz) wird 2010 fortgesetzt.

Seit dem Start von HeiTel im August 2006 konnten mehr als 200 Patienten mittels Datenübertragung medizinisch überwacht und therapiert werden. Dazu werden deren Vitalparameter wie Gewicht, Blutdruck und Puls sowie ein 12-Kanal-EKG regelmäßig per Telefonübertragung an einen Arzt übermittelt, der bei einer Verschlechterung des Gesundheitszustandes sofort Hilfsmaßnahmen einleiten kann.

Aufgrund der bislang vorliegenden positiven Daten der wissenschaftlichen Begleitstudie, wurde das Projekt nun erneut bis Ende 2010 verlängert. Einen entsprechenden Vertrag hat die AOK jetzt unterzeichnet. Ursprünglich sollte das Projekt am 31.12.2009 enden.

Dr. Christopher Herrmann, stellvertretender Vorstandsvorsitzender der AOK Baden-Württemberg: "Die Erfahrungen zeigen, dass telemedizinisch betreute herzkranke Patienten weniger häufig ins Krankenhaus müssen, sich sicherer fühlen und zuverlässiger ihre Medikamente einnehmen."

Bei dem HeiTel-Projekt wird jeder Patient für mindestens sechs Monate telemedizinisch überwacht. Prof. Dr. Christian Zugck, der HeiTel-Initiator am Universitätsklinikum Heidelberg (Ärztlicher Direktor Prof. Dr. Hugo A. Katus): "Die Patienten werden von SHL Telemedizin mit Messgeräten ausgestattet, die eine automatische Übermittlung der Vitalparameter an das Telemedizinische Zentrum ermöglichen. Im Notfall nimmt das medizinische Team dort mit dem Patienten bzw. dem betreuenden Haus- und Facharzt direkt Kontakt auf. Durch dieses neuartige System werden Komplikationen erkannt bevor sie zur Gefahr werden. Zusätzlich wird eine individuelle Optimierung der Herzinsuffizienz-Therapie erreicht."

Die Behandlung herzinsuffizienter Patienten in Deutschland kostet schätzungweise bis zu zehn Millarden Euro pro Jahr. In Deutschland leiden rund 1,8 Millionen Menschen an einer chronischen Herzinsuffizienz, bei fortgeschrittener Erkrankung sterben rund 40 Prozent der Patienten innerhalb eines Jahres. Damit sind die Überlebenschancen bisher schlechter als bei den meisten Tumorerkrankungen.

Die AOK Baden-Württemberg versichert 3,9 Millionen Menschen und zahlt fast 9,8 Milliarden Euro pro Jahr an Leistungen in der Kranken- und Pflegeversicherung.

Weitere Informationen zur AOK Baden-Württemberg im Internet:
www.aok-bw.de
Weitere Informationen zu dem HeiTel-Projekt am Universitätsklinikum Heidelberg:
www.klinikum.uni-heidelberg.de/Telemedizin-HeiTel.3431.0.html
Ansprechpartner:
Prof. Dr. Christian Zugck
HeiTel-Initiator am Universitätsklinikum Heidelberg
Im Neuenheimer Feld 410
69120 Heidelberg
Telefon: 06221 / 56 38 676
E-Mail: Christian_Zugck@med.uni-heidelberg.de
Universitätsklinikum und Medizinische Fakultät Heidelberg
Krankenversorgung, Forschung und Lehre von internationalem Rang
Das Universitätsklinikum Heidelberg ist eines der größten und renommiertesten medizinischen Zentren in Deutschland; die Medizinische Fakultät der Universität Heidelberg zählt zu den international bedeutsamen biomedizinischen Forschungseinrichtungen in Europa. Gemeinsames Ziel ist die Entwicklung neuer Therapien und ihre rasche Umsetzung für den Patienten. Klinikum und Fakultät beschäftigen rund 7.600 Mitarbeiter und sind aktiv in Ausbildung und Qualifizierung. In mehr als 40 Kliniken und Fachabteilungen mit ca. 2.000 Betten werden jährlich rund 550.000 Patienten ambulant und stationär behandelt. Derzeit studieren ca. 3.400 angehende Ärzte in Heidelberg; das Heidelberger Curriculum Medicinale (HeiCuMed) steht an der Spitze der medizinischen Ausbildungsgänge in Deutschland.
Bei Rückfragen von Journalisten:
Dr. Annette Tuffs
Presse- und Öffentlichkeitsarbeit des Universitätsklinikums Heidelberg
und der Medizinischen Fakultät der Universität Heidelberg
Im Neuenheimer Feld 672
69120 Heidelberg
Tel.: 06221 / 56 45 36
Fax: 06221 / 56 45 44
E-Mail: annette.tuffs(at)med.uni-heidelberg.de

Dr. Annette Tuffs | idw
Weitere Informationen:
http://www.klinikum.uni-heidelberg.de/presse
http://www.klinikum.uni-heidelberg.de

Weitere Nachrichten aus der Kategorie Medizin Gesundheit:

nachricht Klare Sicht – Projekt zur sichereren Laserbehandlung von Floatern gestartet
26.05.2020 | Laser Zentrum Hannover e.V.

nachricht Evolutionäre Zielkonflikte können die Entwicklung von Antibiotikaresistenzen nicht verhindern
19.05.2020 | Universität zu Köln

Alle Nachrichten aus der Kategorie: Medizin Gesundheit >>>

Die aktuellsten Pressemeldungen zum Suchbegriff Innovation >>>

Die letzten 5 Focus-News des innovations-reports im Überblick:

Im Focus: Neuartiges Covid-19-Schnelltestverfahren auf Basis innovativer DNA-Polymerasen entwickelt

Eine Forschungskooperation der Universität Konstanz unter Federführung von Professor Dr. Christof Hauck (Fachbereich Biologie) mit Beteiligung des Klinikum Konstanz, eines Konstanzer Diagnostiklabors und des Konstanzer Unternehmens myPOLS Biotec, einer Ausgründung aus der Arbeitsgruppe für Organische Chemie / Zelluläre Chemie der Universität Konstanz, hat ein neuartiges Covid-19-Schnelltestverfahren entwickelt. Dieser Test ermöglicht es, Ergebnisse in der Hälfte der Zeit zu ermitteln – im Vergleich zur klassischen Polymerase-Ketten-Reaktion (PCR).

Die frühe Identifikation von Patienten, die mit dem neuartigen Coronavirus (SARS-CoV-2) infiziert sind, ist zentrale Voraussetzung bei der globalen Bewältigung...

Im Focus: Textilherstellung für Weltraumantennen startet in die Industrialisierungsphase

Im Rahmen des EU-Projekts LEA (Large European Antenna) hat das Fraunhofer-Anwendungszentrum für Textile Faserkeramiken TFK in Münchberg gemeinsam mit den Unternehmen HPS GmbH und Iprotex GmbH & Co. KG ein reflektierendes Metallnetz für Weltraumantennen entwickelt, das ab August 2020 in die Produktion gehen wird.

Beim Stichwort Raumfahrt werden zunächst Assoziationen zu Forschungen auf Mond und Mars sowie zur Beobachtung ferner Galaxien geweckt. Für unseren Alltag sind...

Im Focus: Biotechnologie: Enzym setzt durch Licht neuartige Reaktion in Gang

In lebenden Zellen treiben Enzyme biochemische Stoffwechselprozesse an. Auch in der Biotechnologie sind sie als Katalysatoren gefragt, um zum Beispiel chemische Produkte wie Arzneimittel herzustellen. Forscher haben nun ein Enzym identifiziert, das durch die Beleuchtung mit blauem Licht katalytisch aktiv wird und eine Reaktion in Gang setzt, die in der Enzymatik bisher unbekannt war. Die Studie ist in „Nature Communications“ erschienen.

Enzyme – in jeder lebenden Zelle sind sie die zentralen Antreiber für biochemische Stoffwechselprozesse und machen dort Reaktionen möglich. Genau diese...

Im Focus: Biotechnology: Triggered by light, a novel way to switch on an enzyme

In living cells, enzymes drive biochemical metabolic processes enabling reactions to take place efficiently. It is this very ability which allows them to be used as catalysts in biotechnology, for example to create chemical products such as pharmaceutics. Researchers now identified an enzyme that, when illuminated with blue light, becomes catalytically active and initiates a reaction that was previously unknown in enzymatics. The study was published in "Nature Communications".

Enzymes: they are the central drivers for biochemical metabolic processes in every living cell, enabling reactions to take place efficiently. It is this very...

Im Focus: Innovative Sensornetze aus Satelliten

In Würzburg werden vier Kleinst-Satelliten auf ihren Start vorbereitet. Sie sollen sich in einer Formation bewegen und weltweit erstmals ihre dreidimensionale Anordnung im Orbit selbstständig kontrollieren.

Wenn ein Gegenstand wie der Planet Erde komplett ohne tote Winkel erfasst werden soll, muss man ihn aus verschiedenen Richtungen ansehen und die...

Alle Focus-News des Innovations-reports >>>

Anzeige

Anzeige

VideoLinks
Industrie & Wirtschaft
Veranstaltungen

Gebäudewärme mit "grünem" Wasserstoff oder "grünem" Strom?

26.05.2020 | Veranstaltungen

Dresden Nexus Conference 2020 - Gleicher Termin, virtuelles Format, Anmeldung geöffnet

19.05.2020 | Veranstaltungen

Urban Transport Conference 2020 in digitaler Form

18.05.2020 | Veranstaltungen

VideoLinks
Wissenschaft & Forschung
Weitere VideoLinks im Überblick >>>
 
Aktuelle Beiträge

Wie sich Nervenzellen zum Abruf einer Erinnerung gezielt reaktivieren lassen

29.05.2020 | Biowissenschaften Chemie

Wald im Wandel

29.05.2020 | Agrar- Forstwissenschaften

Schwarzer Stickstoff: Bayreuther Forscher entdecken neues Hochdruck-Material und lösen ein Rätsel des Periodensystems

29.05.2020 | Materialwissenschaften

Weitere B2B-VideoLinks
IHR
JOB & KARRIERE
SERVICE
im innovations-report
in Kooperation mit academics