Forum für Wissenschaft, Industrie und Wirtschaft

Hauptsponsoren:     3M 
Datenbankrecherche:

 

Online-Therapieprogramme unterstützen Frauen mit vorzeitigen Wehen

06.05.2013
Eine drohende Frühgeburt kann für werdende Eltern eine grosse Belastung darstellen und zu Sorgen über den Schwangerschaftsverlauf und das Wohlergehen des Kinds führen. Nun unterstützen internetbasierte psychologische Therapieprogramme werdende Mütter mit vorzeitigen Wehen im Umgang mit Angst und Stress. Die von der Frauenklinik des Universitätsspitals Basel entwickelten Programme verzeichnen bereits erste Erfolge

Der psychische Leidensdruck bei Schwangerschaftskomplikationen wird neben der medizinischen Behandlung oft wenig systematisch erfasst und begleitet. Für schwangere Frauen mit vorzeitigen Wehen sind an der Frauenklinik des Universitätsspitals Basel in Zusammenarbeit mit Psychologinnen, Ärztinnen und Hebammen Interventionsprogramme (Therapie-Online- Programme zur Angst- und Stressbewältigung, TOPAS) entwickelt worden.

Die kostenlos zugänglichen Programme bauen auf Elementen etablierter Stressmanagementtrainings auf und vermitteln Strategien im Umgang mit Stress und Angst oder auch einfach zur Ablenkung.

Neben Informationen rund um die Themen Stress und Angst umfassen die verschiedenen Module Entspannungs- und Ablenkungsübungen, Selbstreflexionen und interaktive Protokolle. Durch die einfache Zugänglichkeit via Internet können die Programme von zu Hause oder dem Spitalzimmer einfach und zeitlich flexibel bearbeitet werden. Zudem stehen Fachpersonen in regelmässigem Kontakt mit den Schwangeren.

Wirksamkeit durch Stressmanagement
Seit rund einem Jahr wird die Wirksamkeit der TOPAS-Programme auf den Schwangerschaftsverlauf und die psychische Adaptation in einer vom Schweizerischen Nationalfonds unterstützten Studie evaluiert. Erste Ergebnisse zeigen, dass durch die Stressmanagement-Elemente dieser Programme die psychische Befindlichkeit der Teilnehmerinnen verbessert werden kann. So berichten betroffene Frauen, dass sie durch die Programme eine reflektierte Distanz zu eigenen Ängsten und Sorgen aufbauen können, die sich damit reduzieren.

Von einer Frühgeburt spricht man, wenn ein Kind vor Ende der 37. Schwangerschaftswoche geboren wird. In der Schweiz kommen 7,3% der Kinder – somit rund 5900 – zu früh zur Welt (2011), die meisten davon zwischen der 32. und der 36. Schwangerschaftswoche. In der Ursachenforschung werden neben den medizinischen Faktoren auch die Auswirkungen von psychosozialen und psychologischen Faktoren wie Ängste, Depressionen und Stress zunehmend untersucht. Daneben sind die Sorgen um Schwangerschaft und Kind sowie die häufige Aktivitätsreduktion für die Betroffenen oft belastend. Die dadurch ausgelösten Ängste können wiederum Einflüsse auf den Schwangerschaftsverlauf haben und das Stresserleben noch verstärken.

Interessierte betroffene Schwangere im deutschsprachigen Raum können sich noch an der Studie beteiligen. Die Anmeldung erfolgt am einfachsten direkt über die TOPAS-Webseite.

Weitere Auskünfte

Sandra Scherer, Gynäkologische Sozialmedizin und Psychosomatik, Frauenklinik, Universitätsspital Basel, Spitalstrasse 21, 4031 Basel, Tel. +41 (0)61 556 57 62, E-Mail: sandra.scherer@usb.ch

Christoph Dieffenbacher | Universität Basel
Weitere Informationen:
http://www.online-therapy.ch/topas/home.php

Weitere Nachrichten aus der Kategorie Medizin Gesundheit:

nachricht Die Gene sind nicht schuld
20.07.2018 | Technische Universität München

nachricht Staus im Gehirn: FAU-Forscher identifizieren eine Ursache für Parkinson
20.07.2018 | Friedrich-Alexander-Universität Erlangen-Nürnberg

Alle Nachrichten aus der Kategorie: Medizin Gesundheit >>>

Die aktuellsten Pressemeldungen zum Suchbegriff Innovation >>>

Die letzten 5 Focus-News des innovations-reports im Überblick:

Im Focus: Future electronic components to be printed like newspapers

A new manufacturing technique uses a process similar to newspaper printing to form smoother and more flexible metals for making ultrafast electronic devices.

The low-cost process, developed by Purdue University researchers, combines tools already used in industry for manufacturing metals on a large scale, but uses...

Im Focus: Rostocker Forscher entwickeln autonom fahrende Kräne

Industriepartner kommen aus sechs Ländern

Autonom fahrende, intelligente Kräne und Hebezeuge – dieser Ingenieurs-Traum könnte in den nächsten drei Jahren zur Wirklichkeit werden. Forscher aus dem...

Im Focus: Superscharfe Bilder von der neuen Adaptiven Optik des VLT

Das Very Large Telescope (VLT) der ESO hat das erste Licht mit einem neuen Modus Adaptiver Optik erreicht, die als Lasertomografie bezeichnet wird – und hat in diesem Rahmen bemerkenswert scharfe Testbilder vom Planeten Neptun, von Sternhaufen und anderen Objekten aufgenommen. Das bahnbrechende MUSE-Instrument kann ab sofort im sogenannten Narrow-Field-Modus mit dem adaptiven Optikmodul GALACSI diese neue Technik nutzen, um Turbulenzen in verschiedenen Höhen in der Erdatmosphäre zu korrigieren. Damit ist jetzt möglich, Bilder vom Erdboden im sichtbaren Licht aufzunehmen, die schärfer sind als die des NASA/ESA Hubble-Weltraumteleskops. Die Kombination aus exquisiter Bildschärfe und den spektroskopischen Fähigkeiten von MUSE wird es den Astronomen ermöglichen, die Eigenschaften astronomischer Objekte viel detaillierter als bisher zu untersuchen.

Das MUSE-Instrument (kurz für Multi Unit Spectroscopic Explorer) am Very Large Telescope (VLT) der ESO arbeitet mit einer adaptiven Optikeinheit namens GALACSI. Dabei kommt auch die Laser Guide Stars Facility, kurz ...

Im Focus: Diamant – ein unverzichtbarer Werkstoff der Fusionstechnologie

Forscher am KIT entwickeln Fenstereinheiten mit Diamantscheiben für Fusionsreaktoren – Neue Scheibe mit Rekorddurchmesser von 180 Millimetern

Klimafreundliche und fast unbegrenzte Energie aus dem Fusionskraftwerk – für dieses Ziel kooperieren Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler weltweit. Bislang...

Im Focus: Wiener Forscher finden vollkommen neues Konzept zur Messung von Quantenverschränkung

Quantenphysiker/innen der ÖAW entwickelten eine neuartige Methode für den Nachweis von hochdimensional verschränkten Quantensystemen. Diese ermöglicht mehr Effizienz, Sicherheit und eine weitaus geringere Fehleranfälligkeit gegenüber bisher gängigen Mess-Methoden, wie die Forscher/innen nun im Fachmagazin „Nature Physics“ berichten.

Die Vision einer vollständig abhörsicheren Übertragung von Information rückt dank der Verschränkung von Quantenteilchen immer mehr in Reichweite. Wird eine...

Alle Focus-News des Innovations-reports >>>

Anzeige

Anzeige

VideoLinks
Industrie & Wirtschaft
Veranstaltungen

Stadtklima verbessern, Energiemix optimieren, sauberes Trinkwasser bereitstellen

19.07.2018 | Veranstaltungen

Innovation – the name of the game

18.07.2018 | Veranstaltungen

Wie geht es unserer Ostsee? Ein aktueller Zustandsbericht

17.07.2018 | Veranstaltungen

VideoLinks
Wissenschaft & Forschung
Weitere VideoLinks im Überblick >>>
 
Aktuelle Beiträge

Neue Anwendungen für Mikrolaser in der Quanten-Nanophotonik

20.07.2018 | Physik Astronomie

Need for speed: Warum Malaria-Parasiten schneller sind als die menschlichen Abwehrzellen

20.07.2018 | Biowissenschaften Chemie

Die Gene sind nicht schuld

20.07.2018 | Medizin Gesundheit

Weitere B2B-VideoLinks
IHR
JOB & KARRIERE
SERVICE
im innovations-report
in Kooperation mit academics