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Nervenblockade im Nierenbereich verbessert bei nicht behandelbaren Hochdruck-Patienten Blutdruck- und Blutzucker-Werte

09.04.2010
76. Jahrestagung der Deutschen Gesellschaft für Kardiologie vom 8.-10. April 2010 in Mannheim

Bei Patienten mit nicht ausreichend behandelbarem arteriellem Bluthochdruck kann durch eine Ausschaltung der Sympathikus-Nervenversorgung im Nieren-Bereich ("renale sympathische Denervation") nicht nur eine Blutdruckkontrolle, sondern auch die Zuckerstoffwechsel-Lage deutlich verbessert werden", berichtet Prof. Dr. Michael Böhm (Universitätsklinikum des Saarlandes) auf der 76. Jahrestagung der Deutschen Gesellschaft für Kardiologie (DGK) in Mannheim. Diese Erkenntnisse eröffnen neue, die Risikofaktoren verringernde therapeutische Ansätze für eine örtliche Blockade des sympathischen Nervensystems mittels "Radiofrequenz-Ablation".

Arterieller Bluthochdruck ist einer der führenden Risikofaktoren für Herz-Kreislauf bedingte Erkrankungen und Sterblichkeit. Eine nicht ausreichend behandelbare ("therapierefraktäre") arterielle Hypertonie liegt vor, wenn sich unter einer Therapie mit drei Blutdruck-senkenden Substanzklassen keine ausreichende Blutdrucksenkung (Blutdruck unter 140/90 mmHg sowie unter 130/90 mmHg bei Diabetikern) erzielen lässt.

21 Patienten wurden im Universitätsklinikum des Saarlandes von einem Team um Dr. Felix Mahfoud einer Blockade des Sympathikus-Nervs im Nierenbereich unterzogen und vor sowie drei und sechs Monate nach der Intervention untersucht. Vor dem Eingriff lag der Blutdruck im Mittel bei 181/96. Drei Monate nach der Intervention konnte eine deutliche Reduktion des systolischen um durchschnittlich minus 40 mmHg (Millimeter Quecksilbersäule) und des diastolischen Blutdruckes um minus 12 mmHg bei gleichbleibender medikamentöser Therapie erzielt werden. Der blutdrucksenkende Effekt blieb auch nach sechs Monaten erhalten. Ebenso konnte eine Abnahme der Nüchternzuckerwerte von durchschnittlich 121 mg/dl auf 99 mg/dl nach sechs Monaten gezeigt werden, auch die Insulinkonzentration verminderte sich.

Kontakt:
Deutsche Gesellschaft für Kardiologie (DGK)
Prof. Dr. Eckart Fleck, Pressesprecher
Christiane Limberg, Pressestelle
Tel.: 0211 / 600 692 - 61; E-Mail: limberg@dgk.org
Bettschart & Kofler Medien- und Kommunikationsberatung
Pressezentrum am Kongress: 0049-(0)621-41065005; mobil 0043-676-6356775
Die Deutsche Gesellschaft für Kardiologie - Herz und Kreislaufforschung e.V. (DGK) mit Sitz in Düsseldorf ist eine wissenschaftlich medizinische Fachgesellschaft mit heute mehr als 7000 Mitgliedern. Ihr Ziel ist die Förderung der Wissenschaft auf dem Gebiet der kardiovaskulären Erkrankungen, die Ausrichtung von Tagungen und die Aus-, Weiter- und Fortbildung ihrer Mitglieder. 1927 in Bad Nauheim gegründet, ist die DGK die älteste kardiologische Gesellschaft in Europa.

Christiane Limberg | idw
Weitere Informationen:
http://www.dgk.org

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