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MERS-Virus: Neuer Impfstoff in Sichtweite

21.08.2015

Erste Tests mit Kamelen und Makaken waren erfolgreich

Der Prototyp eines Impfstoffs gegen MERS hat laut Forschern der University of Pennsylvania http://www.upenn.edu  Ergebnisse erzielt, die eine Besserung der Lage in Aussicht stellen. Die in "Science Translational Medicine" http://stm.sciencemag.org  veröffentlichen Ergebnisse legen nahe, dass der Impfstoff zumindest Affen und Kamele gegen die Krankheit schützen kann.


MERS-Virus: Neuer Impfstoff schützt Kamele wirkungsvoll (Foto: niaid.nih.gov)

Bereits 500 Tote

Die Wissenschaftler hoffen nun auf den Einsatz einer weiterentwickelten Form beim Menschen. Seit 2012 wurden 1.400 Menschen mit MERS infiziert. 500 Patienten sind einem BBC-Bericht zufolge bereits an den Folgen der Krankheit gestorben. Derzeit gibt es weder die Möglichkeit einer gezielten Behandlung noch einer Prävention mit Medikamenten.

Beim Gros der Fälle wird davon ausgegangen, dass sich die Betroffenen im Krankenhaus durch engen Kontakt angesteckt haben. Experten gehen jedoch davon aus, dass auch Kamele eine entscheidende Rolle bei der Übertragung der Krankheit spielen könnten. Laut den Autoren der aktuellen Studie könnte der neue Impfstoff dafür verwendet werden, Kamele immunisieren, die Verbreitung stoppen sowie Menschen mit hohem Infektionsrisiko zu impfen.

Tests an Kamelblut

Für die Studie wurde der Impfstoff an Blutproben von Kamelen getestet. Er schien die Produktion von Antikörpern anzukurbeln, die helfen könnten, eine Abwehrmöglichkeit gegen das Virus zu erzielen. Als Makaken, die später MERS ausgesetzt wurden, den Impfstoff erhielten, kam es zu keiner Erkrankung der Tiere. Experten wie Andrew Easton von der University of Warwick beurteilen diese Forschungsergebnisse vorsichtig optimistisch.

Fachleute wie Easton geben aber zu bedenken, dass das Virus bei Makaken deutlich geringere Auswirkungen hat als beim Menschen. Derzeit sei noch nicht geklärt, ob dieser Impfstoff wirklich für einen Einsatz beim Menschen geeignet sei. Das Projekt wurde unter anderem vom National Institute of Allergy and Infectious Diseases http://www.niaid.nih.gov  und dem Pharmaunternehmen Inovio Pharmaceuticals http://inovio.com  finanziert.

Michaela Monschein | pressetext.redaktion

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