Forum für Wissenschaft, Industrie und Wirtschaft

Hauptsponsoren:     3M 
Datenbankrecherche:

 

Hauttransplantationen gegen Weißfleckenkrankheit

11.03.2010
Behandelte Haut erhielt natürliche Farbe zu 52 Prozent zurück

Hauttransplantationen könnten eine effektive Möglichkeit zur Behandlung der Hautkrankheit Vitiligo (Weißfleckenkrankheit) sein. Forscher des Henry Ford Hospitals transplantierten 32 Patienten, bei denen Teile des Körpers ihre natürliche Farbe verloren hatten, gesunde Hautzellen. Die behandelten Hautregionen erhielten durchschnittlich zu 52 Prozent wieder ihre ursprüngliche Hautfarbe zurück.

Bei einer bestimmten Form der Krankheit lag dieser Wert sogar bei 74 Prozent. Die Eingriffe wurden unter lokaler Betäubung durchgeführt. Der leitende Wissenschaftler Iltefat Hamzavi betonte, dass diese Ergebnisse für die Patienten von großer Bedeutung waren. Obwohl es sich hier erst um vorläufige Ergebnisse handle, sei der chirurgische Eingriff bei manchen Patienten wirkungsvoller als die derzeit zur Verfügung stehenden Standardbehandlungen wie Lichttherapie oder Medikamente.

Melanozyten-Keratinozyten-Transplantation

Patienten mit dunkler Hautfarbe und jene, die nur an einer Seite des Körpers an Vitiligo leiden, dürften laut Hamzavi am meisten von dem neuen Verfahren profitieren. Das Verfahren ist als Melanozyten-Keratinozyten-Transplantation kurz MKTP bereits bekannt. Melanozyten sind jene Zellen die die Pigmente in Haut, Haaren und Augen produzieren. Sie werden aus gesunden Hautbereichen entnommen und danach aufgeteilt, um so eine gesunde Hautzellenmischung zu erreichen.

Dieses Gemisch wird dann auf den zu behandelnden Bereich aufgetragen und mit einem eigens entwickelten Verbandsmaterial abgedeckt. Für die aktuelle Studie wurden laut BBC 32 Patienten zwischen 18 und 60 Jahren behandelt, 19 Männer und 14 Frauen. Zu den behandelten Körperteilen gehörten Hände, Arme, Beine, Füße, das Gesicht und der Bauch.

Michaela Monschein | pressetext.austria
Weitere Informationen:
http://www.henryfordhealth.org

Weitere Nachrichten aus der Kategorie Medizin Gesundheit:

nachricht Die Gene sind nicht schuld
20.07.2018 | Technische Universität München

nachricht Staus im Gehirn: FAU-Forscher identifizieren eine Ursache für Parkinson
20.07.2018 | Friedrich-Alexander-Universität Erlangen-Nürnberg

Alle Nachrichten aus der Kategorie: Medizin Gesundheit >>>

Die aktuellsten Pressemeldungen zum Suchbegriff Innovation >>>

Die letzten 5 Focus-News des innovations-reports im Überblick:

Im Focus: Future electronic components to be printed like newspapers

A new manufacturing technique uses a process similar to newspaper printing to form smoother and more flexible metals for making ultrafast electronic devices.

The low-cost process, developed by Purdue University researchers, combines tools already used in industry for manufacturing metals on a large scale, but uses...

Im Focus: Rostocker Forscher entwickeln autonom fahrende Kräne

Industriepartner kommen aus sechs Ländern

Autonom fahrende, intelligente Kräne und Hebezeuge – dieser Ingenieurs-Traum könnte in den nächsten drei Jahren zur Wirklichkeit werden. Forscher aus dem...

Im Focus: Superscharfe Bilder von der neuen Adaptiven Optik des VLT

Das Very Large Telescope (VLT) der ESO hat das erste Licht mit einem neuen Modus Adaptiver Optik erreicht, die als Lasertomografie bezeichnet wird – und hat in diesem Rahmen bemerkenswert scharfe Testbilder vom Planeten Neptun, von Sternhaufen und anderen Objekten aufgenommen. Das bahnbrechende MUSE-Instrument kann ab sofort im sogenannten Narrow-Field-Modus mit dem adaptiven Optikmodul GALACSI diese neue Technik nutzen, um Turbulenzen in verschiedenen Höhen in der Erdatmosphäre zu korrigieren. Damit ist jetzt möglich, Bilder vom Erdboden im sichtbaren Licht aufzunehmen, die schärfer sind als die des NASA/ESA Hubble-Weltraumteleskops. Die Kombination aus exquisiter Bildschärfe und den spektroskopischen Fähigkeiten von MUSE wird es den Astronomen ermöglichen, die Eigenschaften astronomischer Objekte viel detaillierter als bisher zu untersuchen.

Das MUSE-Instrument (kurz für Multi Unit Spectroscopic Explorer) am Very Large Telescope (VLT) der ESO arbeitet mit einer adaptiven Optikeinheit namens GALACSI. Dabei kommt auch die Laser Guide Stars Facility, kurz ...

Im Focus: Diamant – ein unverzichtbarer Werkstoff der Fusionstechnologie

Forscher am KIT entwickeln Fenstereinheiten mit Diamantscheiben für Fusionsreaktoren – Neue Scheibe mit Rekorddurchmesser von 180 Millimetern

Klimafreundliche und fast unbegrenzte Energie aus dem Fusionskraftwerk – für dieses Ziel kooperieren Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler weltweit. Bislang...

Im Focus: Wiener Forscher finden vollkommen neues Konzept zur Messung von Quantenverschränkung

Quantenphysiker/innen der ÖAW entwickelten eine neuartige Methode für den Nachweis von hochdimensional verschränkten Quantensystemen. Diese ermöglicht mehr Effizienz, Sicherheit und eine weitaus geringere Fehleranfälligkeit gegenüber bisher gängigen Mess-Methoden, wie die Forscher/innen nun im Fachmagazin „Nature Physics“ berichten.

Die Vision einer vollständig abhörsicheren Übertragung von Information rückt dank der Verschränkung von Quantenteilchen immer mehr in Reichweite. Wird eine...

Alle Focus-News des Innovations-reports >>>

Anzeige

Anzeige

VideoLinks
Industrie & Wirtschaft
Veranstaltungen

Stadtklima verbessern, Energiemix optimieren, sauberes Trinkwasser bereitstellen

19.07.2018 | Veranstaltungen

Innovation – the name of the game

18.07.2018 | Veranstaltungen

Wie geht es unserer Ostsee? Ein aktueller Zustandsbericht

17.07.2018 | Veranstaltungen

VideoLinks
Wissenschaft & Forschung
Weitere VideoLinks im Überblick >>>
 
Aktuelle Beiträge

Neue Anwendungen für Mikrolaser in der Quanten-Nanophotonik

20.07.2018 | Physik Astronomie

Need for speed: Warum Malaria-Parasiten schneller sind als die menschlichen Abwehrzellen

20.07.2018 | Biowissenschaften Chemie

Die Gene sind nicht schuld

20.07.2018 | Medizin Gesundheit

Weitere B2B-VideoLinks
IHR
JOB & KARRIERE
SERVICE
im innovations-report
in Kooperation mit academics