Forum für Wissenschaft, Industrie und Wirtschaft

Hauptsponsoren:     3M 
Datenbankrecherche:

 

Bessere Versorgung durch maßgeschneiderte Therapien

22.04.2013
Vorstellung des Aktionsplans "Individualisierte Medizin" / Wanka: "Eines der vielversprechendsten Felder der Gesundheitsforschung

Das Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) startet ein Maßnahmenpaket zur Forschungsförderung der individualisierten Medizin. "Die individualisierte Medizin ist eines der vielversprechendsten Felder unserer modernen Medizin und eine der zentralen Herausforderungen der Gesundheitsforschung", sagte Bundesforschungsministerin Johanna Wanka anlässlich der Vorstellung des Aktionsplans "Individualisierte Medizin: Ein neuer Weg in Forschung und Gesundheitsversorgung" in Berlin.

Die Fortschritte in der Erforschung von Krankheitsursachen und neue diagnostische Technologien lassen das Ziel näher rücken, für jede Patientin und für jeden Patienten das individuell höchstmögliche Maß an therapeutischer Wirksamkeit zu erreichen und dabei gleichzeitig unerwünschte Nebenwirkungen zu mindern. Ziel der individualisierten Medizin ist es, Krankheiten früher zu erkennen, ihnen wirksamer vorzubeugen und sie effektiver zu behandeln.

Bei Hepatitis-C-Infektionen ist es zum Beispiel bereits heute möglich, für den jeweiligen Patienten die individuell beste Therapie zu bestimmen. Als Indikator dient eine Genvariante des Botenstoffes Interleukin 28 (IL28B), die bei den Patienten leicht nachgewiesen werden kann. Anhand dieser Genvariante kann der behandelnde Arzt die optimale Therapie maßgeschneidert für den jeweiligen Patienten ermitteln und möglichst schonend und wirksam behandeln. Das BMBF hat die Etablierung der Genvariante von Interleukin 28 als verlässlichen Biomarker unterstützt.

Der Aktionsplan "Individualisierte Medizin" ist Teil des Rahmenprogramms Gesundheitsforschung der Bundesregierung. Er bündelt Initiativen, die gleichermaßen neue Perspektiven in der Behandlung von Patienten und für Innovationen in der Gesundheitswirtschaft eröffnen. Die Fördermaßnahmen unterstützen Projekte entlang der gesamten Innovationskette - von der Grundlagenforschung über die präklinische und klinische Forschung bis hin zur Gesundheitswirtschaft. Dazu werden auch neue Partnerschaften zwischen Wirtschaft und Wissenschaft initiiert.

Mit dem Aktionsplan "Individualisierte Medizin" leistet das BMBF außerdem einen Beitrag zur Umsetzung des Zukunftsprojekts "Krankheiten besser therapieren mit individualisierter Medizin" im Rahmen der Hightech-Strategie der Bundesregierung.

"Wir fördern die individualisierte Medizin für eine bessere Gesundheit der Bürgerinnen und Bürger. Und wir fördern einen innovativen Ansatz, der neue Chancen für unsere Gesundheitswirtschaft bietet und ihre internationale Spitzenposition ausbaut", erläuterte Wanka.

Als erste Maßnahmen des Aktionsplans kündigte die Bundesforschungsministerin den Start der Förderbekanntmachung "Innovationen für die individualisierte Medizin" und des Ideenwettbewerbs "Demonstratoren zur individualisierten Medizin" an. Um den notwendigen Diskurs zwischen Wissenschaft, Gesellschaft und Politik zu unterstützen, werden zudem Forschungsprojekte zu ethischen, rechtlichen und sozialen Aspekten der individualisierten Medizin gefördert.

Das BMBF wird im Zeitraum von 2013 bis 2016 bis zu 100 Millionen Euro für Forschungs- und Entwicklungsprojekte zur Verfügung stellen.

Weitere Informationen finden Sie unter http://www.bmbf.de/de/16162.php (Aktionsplan und aktuelle Bekanntmachungen zur individualisierten Medizin).

| BMBF Newsletter
Weitere Informationen:
http://www.bmbf.de

Weitere Nachrichten aus der Kategorie Medizin Gesundheit:

nachricht Die Schurken der Schuppenflechte
20.11.2018 | Medizinische Hochschule Hannover

nachricht Mit körpereigenem Protein Herpes bekämpfen
13.11.2018 | Friedrich-Alexander-Universität Erlangen-Nürnberg

Alle Nachrichten aus der Kategorie: Medizin Gesundheit >>>

Die aktuellsten Pressemeldungen zum Suchbegriff Innovation >>>

Die letzten 5 Focus-News des innovations-reports im Überblick:

Im Focus: Nonstop-Transport von Frachten in Nanomaschinen

Max-Planck-Forscher entdecken die Nanostruktur von molekularen Zügen und den Grund für reibungslosen Transport in den „Antennen der Zelle“

Eine Zelle bewegt sich ständig umher, tastet ihre Umgebung ab und sendet Signale an andere Zellen. Das ist wichtig, damit eine Zelle richtig funktionieren kann.

Im Focus: Nonstop Tranport of Cargo in Nanomachines

Max Planck researchers revel the nano-structure of molecular trains and the reason for smooth transport in cellular antennas.

Moving around, sensing the extracellular environment, and signaling to other cells are important for a cell to function properly. Responsible for those tasks...

Im Focus: InSight: Touchdown auf dem Mars

Am 26. November landet die NASA-Sonde InSight auf dem Mars. Erstmals wird sie die Stärke und Häufigkeit von Marsbeben messen.

Monatelanger Flug durchs All, flammender Abstieg durch die Reibungshitze der Atmosphäre und sanftes Aufsetzen auf der Oberfläche – siebenmal ist das Kunststück...

Im Focus: Weltweit erstmals Entstehung von chemischen Bindungen in Echtzeit beobachtet und simuliert

Einem Team von Physikern unter der Leitung von Prof. Dr. Wolf Gero Schmidt, Universität Paderborn, und Prof. Dr. Martin Wolf, Fritz-Haber-Institut Berlin, ist ein entscheidender Durchbruch gelungen: Sie haben weltweit zum ersten Mal und „in Echtzeit“ die Änderung der Elektronenstruktur während einer chemischen Reaktion beobachtet. Mithilfe umfangreicher Computersimulationen haben die Wissenschaftler die Ursachen und Mechanismen der Elektronenumverteilung aufgeklärt und visualisiert. Ihre Ergebnisse wurden nun in der renommierten, interdisziplinären Fachzeitschrift „Science“ veröffentlicht.

„Chemische Reaktionen sind durch die Bildung bzw. den Bruch chemischer Bindungen zwischen Atomen und den damit verbundenen Änderungen atomarer Abstände...

Im Focus: Rasende Elektronen unter Kontrolle

Die Elektronik zukünftig über Lichtwellen kontrollieren statt Spannungssignalen: Das ist das Ziel von Physikern weltweit. Der Vorteil: Elektromagnetische Wellen des Licht schwingen mit Petahertz-Frequenz. Damit könnten zukünftige Computer eine Million Mal schneller sein als die heutige Generation. Wissenschaftler der Friedrich-Alexander-Universität Erlangen-Nürnberg (FAU) sind diesem Ziel nun einen Schritt nähergekommen: Ihnen ist es gelungen, Elektronen in Graphen mit ultrakurzen Laserpulsen präzise zu steuern.

Eine Stromregelung in der Elektronik, die millionenfach schneller ist als heutzutage: Davon träumen viele. Schließlich ist die Stromregelung eine der...

Alle Focus-News des Innovations-reports >>>

Anzeige

Anzeige

VideoLinks
Industrie & Wirtschaft
Veranstaltungen

Personalisierte Implantologie – 32. Kongress der DGI

19.11.2018 | Veranstaltungen

Internationale Konferenz diskutiert digitale Innovationen für die öffentliche Verwaltung

19.11.2018 | Veranstaltungen

Naturkonstanten als Hauptdarsteller

19.11.2018 | Veranstaltungen

VideoLinks
Wissenschaft & Forschung
Weitere VideoLinks im Überblick >>>
 
Aktuelle Beiträge

Nonstop-Transport von Frachten in Nanomaschinen

20.11.2018 | Biowissenschaften Chemie

Wie sich ein Kristall in Wasser löst

20.11.2018 | Biowissenschaften Chemie

Chemiker entwickeln neues Verfahren zur selektiven Bindung von Proteinen

20.11.2018 | Biowissenschaften Chemie

Weitere B2B-VideoLinks
IHR
JOB & KARRIERE
SERVICE
im innovations-report
in Kooperation mit academics