Forum für Wissenschaft, Industrie und Wirtschaft

Hauptsponsoren:     3M 
Datenbankrecherche:

 

Berufliche Strahlenbelastung sinkt auf Tiefstwert

24.08.2012
Jahresbericht des Strahlenschutzregisters 2010 erscheint
Die Strahlenbelastung der beruflich strahlenexponierten Personen in Deutschland ist in den vergangenen Jahren weiter zurückgegangen. Der Jahresmittelwert lag 2010 bei 0,66 Millisievert (mSv). Dies ist der niedrigste Wert seit Beginn der beruflichen Strahlenschutzüberwachung. Das ist das Ergebnis einer Auswertung des Strahlenschutzregisters durch das Bundesamt für Strahlenschutz (BfS).

„Diese Erkenntnis zeigt, dass die zentrale Strahlenschutzüberwachung Früchte trägt und dazu beiträgt, dass beruflich belastete Menschen einer geringeren Strahlenbelastung ausgesetzt werden als in der Vergangenheit“, erläutert eine Sprecherin des BfS die Auswertung.

Im Jahr 2010 haben lediglich drei Personen den Jahresgrenzwert von 20 Millisievert überschritten, im Jahr 2000 waren es noch 33 Personen. Doch auch unterhalb der zulässigen Grenze sind die Dosiswerte der Beschäftigten gesunken: Mehr als 99 Prozent der Beschäftigten haben Jahresdosiswerte von weniger als drei Millisievert. Beispielsweise lagen in den siebziger und achtziger Jahren die mittleren Jahresdosen noch zwischen drei und vier Millisievert.

Der erfreuliche Rückgang der beruflich bedingten Strahlenbelastung ist im Wesentlichen das Resultat des Strahlenschutzprinzips „Optimierung“. Es verlangt, dass Grenzwerte nicht ausgeschöpft werden, sondern dass auch unterhalb eines zulässigen Grenzwertes die Strahlenbelastung so gering wie möglich gehalten wird. Dabei sind soziale und wirtschaftliche Gesichtspunkte, die mit einer beruflichen Strahlenexposition zusammenhängen, zu berücksichtigen. „Die Bedeutung des Strahlenschutzes muss auch künftig in den betroffenen Arbeitsbereichen gestärkt werden“, sagt eine Sprecherin des BfS, „denn die kommenden neuen europäischen Sicherheitsnormen für den Strahlenschutz räumen dem Optimierungsprinzip einen besonders hohen Stellenwert ein.“ Die positiven Entwicklungen sind also kein Grund, den Strahlenschutz nicht weiter zu optimieren, denn nach wie vor gibt es Bereiche, in denen sich die Strahlenbelastung für das Personal verringern lässt.

In Deutschland werden annähernd 380.000 Personen beruflich strahlenschutzüberwacht. Im Strahlenschutzregister des BfS werden die Dosisfeststellungen personenbezogen zusammengeführt und ausgewertet. Wichtige Aufgabe des Strahlenschutzregisters ist die langfristige Überwachung der Einhaltung von Dosisgrenzwerten sowie die bundesweite Analyse der Entwicklung der beruflichen Strahlenexposition unter dem Gesichtspunkt der Optimierung.
Die jährlichen statistischen Auswertungen der Expositionsdaten geben einen differenzierten Überblick über den Stand und die Entwicklung der beruflichen Strahlenexposition. Sie geben Hinweise auf Bereiche, in denen gegebenenfalls Verbesserungen möglich sind und leisten damit einen wesentlichen Beitrag zur wirksamen Strahlenschutzüberwachung in Deutschland.

Der Bericht "Die berufliche Strahlenexposition in Deutschland 2010" ist im Internet kostenfrei verfügbar unter:

http://doris.bfs.de/jspui/handle/urn:nbn:de:0221-201206018415

Monika Hotopp | idw
Weitere Informationen:
http://www.bfs.de

Weitere Nachrichten aus der Kategorie Medizin Gesundheit:

nachricht Forscher untersuchen Rolle der Zellmembran bei der Entstehung chronischer Krankheiten
10.12.2019 | Universität des Saarlandes

nachricht Wie erhöhte Blutfette Entzündungen auslösen und Nieren und Gefäße schädigen
10.12.2019 | Universität des Saarlandes

Alle Nachrichten aus der Kategorie: Medizin Gesundheit >>>

Die aktuellsten Pressemeldungen zum Suchbegriff Innovation >>>

Die letzten 5 Focus-News des innovations-reports im Überblick:

Im Focus: Wie Graphen-Nanostrukturen magnetisch werden

Graphen, eine zweidimensionale Struktur aus Kohlenstoff, ist ein Material mit hervorragenden mechanischen, elektronischen und optischen Eigenschaften. Doch für magnetische Anwendungen schien es bislang nicht nutzbar. Forschern der Empa ist es gemeinsam mit internationalen Partnern nun gelungen, ein in den 1970er Jahren vorhergesagtes Molekül zu synthetisieren, welches beweist, dass Graphen-Nanostrukturen in ganz bestimmten Formen magnetische Eigenschaften aufweisen, die künftige spintronische Anwendungen erlauben könnten. Die Ergebnisse sind eben im renommierten Fachmagazin Nature Nanotechnology erschienen.

Graphen-Nanostrukturen (auch Nanographene genannt) können, je nach Form und Ausrichtung der Ränder, ganz unterschiedliche Eigenschaften besitzen - zum Beispiel...

Im Focus: How to induce magnetism in graphene

Graphene, a two-dimensional structure made of carbon, is a material with excellent mechanical, electronic and optical properties. However, it did not seem suitable for magnetic applications. Together with international partners, Empa researchers have now succeeded in synthesizing a unique nanographene predicted in the 1970s, which conclusively demonstrates that carbon in very specific forms has magnetic properties that could permit future spintronic applications. The results have just been published in the renowned journal Nature Nanotechnology.

Depending on the shape and orientation of their edges, graphene nanostructures (also known as nanographenes) can have very different properties – for example,...

Im Focus: Geminiden - Die Wünsch-dir-was-Sternschnuppen vor Weihnachten

Gemeinsame Pressemitteilung der Vereinigung der Sternfreunde (VdS) und des Hauses der Astronomie in Heidelberg - Die Geminiden, die Mitte Dezember zu sehen sind, sind der "zuverlässigste" der großen Sternschnuppen-Ströme mit bis zu 120 Sternschnuppen pro Stunde. Leider stört in diesem Jahr der Mond zur besten Beobachtungszeit.

Sie wurden nach dem Sternbild Zwillinge benannt: Die „Geminiden“ sorgen Mitte Dezember immer für ein schönes Sternschnuppenschauspiel. In diesem Jahr sind die...

Im Focus: Electronic map reveals 'rules of the road' in superconductor

Band structure map exposes iron selenide's enigmatic electronic signature

Using a clever technique that causes unruly crystals of iron selenide to snap into alignment, Rice University physicists have drawn a detailed map that reveals...

Im Focus: Das 136 Millionen Atom-Modell: Wissenschaftler simulieren Photosynthese

Die Umwandlung von Sonnenlicht in chemische Energie ist für das Leben unerlässlich. In einer der größten Simulationen eines Biosystems weltweit haben Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler diesen komplexen Prozess an einem Bestandteil eines Bakteriums nachgeahmt – am Computer, Atom um Atom. Die Arbeit, die jetzt in der renommierten Fachzeitschrift „Cell“ veröffentlicht wurde, ist ein wichtiger Schritt zum besseren Verständnis der Photosynthese in einigen biologischen Strukturen. An der internationalen Forschungskooperation unter Leitung der University of Illinois war auch ein Team der Jacobs University Bremen beteiligt.

Das Projekt geht zurück auf eine Initiative des inzwischen verstorbenen, deutsch-US-amerikanischen Physikprofessors Klaus Schulten von der University of...

Alle Focus-News des Innovations-reports >>>

Anzeige

Anzeige

VideoLinks
Industrie & Wirtschaft
Veranstaltungen

Analyse internationaler Finanzmärkte

10.12.2019 | Veranstaltungen

QURATOR 2020 – weltweit erste Konferenz für Kuratierungstechnologien

04.12.2019 | Veranstaltungen

Die Zukunft der Arbeit

03.12.2019 | Veranstaltungen

VideoLinks
Wissenschaft & Forschung
Weitere VideoLinks im Überblick >>>
 
Aktuelle Beiträge

Analyse internationaler Finanzmärkte

10.12.2019 | Veranstaltungsnachrichten

Was Vogelgrippe in menschlichen Zellen behindert

10.12.2019 | Biowissenschaften Chemie

Schäden im Leichtbau erkennen durch Ultraschallsensoren

10.12.2019 | Materialwissenschaften

Weitere B2B-VideoLinks
IHR
JOB & KARRIERE
SERVICE
im innovations-report
in Kooperation mit academics