Forum für Wissenschaft, Industrie und Wirtschaft

Hauptsponsoren:     3M 
Datenbankrecherche:

 

Rückstände von Pflanzenschutzmitteln: Kein Grund auf Obst und Gemüse zu verzichten

12.12.2007
Pestizidrückstände in Mandarinen, Weintrauben oder Paprika - fast wöchentlich werden Verbraucher durch derartige Meldungen aufgeschreckt.
So wichtig solche Informationen sind, es wäre fatal, wenn die Verbraucher daraufhin ihren Gemüse- und Obstverzehr einschränken würden. Nach Ansicht der Deutschen Gesellschaft für Ernährung (DGE) überwiegt der gesundheitliche Nutzen von Gemüse und Obst das mögliche Risiko durch Pflanzenschutzmittelrückstände.

Jedes Pflanzenschutzmittel wird vor seiner Zulassung umfangreichen toxikologischen Tests unterzogen. Bei der Festlegung der Höchstmengen sorgt ein zusätzlicher Sicherheitsfaktor (meistens 100) dafür, dass keine unerwünschten Wirkungen auftreten. Wer einmal oder gelegentlich ein Produkt isst, das höher belastet ist als die gesetzlichen Höchstmengen es zulassen, muss in der Regel nicht mit gesundheitlichen Gefahren rechnen. Höchstmengenüberschreitungen kamen in den vergangenen Jahren bei etwa zehn Prozent aller Gemüse- und Obstproben vor, die von staatlichen Lebensmittelkontrolleuren untersucht wurden.

Bioware kann hingegen als weitgehend rückstandsfrei bezeichnet werden, berichtet das Chemische und Veterinäruntersuchungsamt Stuttgart nach vier Jahren Ökomonitoring. Wer keine Bioware einkaufen kann, sollte auf die Herkunft achten. Denn Produkte aus konventioneller Erzeugung sind meist am geringsten belastet, wenn sie aus der Region stammen und entsprechend der Saison angeboten werden. Die Rückstandsgehalte lassen sich weiter verringern, wenn Obst und Gemüse vor dem Verzehr gründlich gewaschen wird. Da sich die meisten wertvollen Inhaltsstoffe in den Randschichten befinden, empfiehlt die DGE die Schale von Obst und Gemüse - soweit diese verzehrsfähig ist - mitzuessen.

Es ist nicht möglich, sich vollkommen schadstofffrei zu ernähren. Schadstoffe in der Nahrung spielen nach derzeitiger Einschätzung aber für die Gesundheit eine viel geringere Rolle als vielfach angenommen. Gemüse und Obst liefern dagegen viele wertvolle Nährstoffe und gesundheitsfördernde Inhaltsstoffe. Ein reichlicher Verzehr hilft, Übergewicht zu vermeiden und das Risiko für Herz-Kreislauferkrankungen, Bluthochdruck sowie bestimmte Krebserkrankungen zu senken.

... mehr zu:
»DGE »Pflanzenschutzmittel

Diese Erkenntnisse stammen aus einer Vielzahl von Langzeituntersuchungen, in denen konventionelles Gemüse und Obst gegessen wurde.

Weitere Informationen: aid-Internetspecial zu Rückständen von Pflanzenschutzmitteln in Lebensmitteln unter

http://pflanzenschutzmittelrueckstaende.aid.de

Dr. Maike Groeneveld | aid infodienst
Weitere Informationen:
http://www.aid.de
http://pflanzenschutzmittelrueckstaende.aid.de

Weitere Berichte zu: DGE Pflanzenschutzmittel

Weitere Nachrichten aus der Kategorie Medizin Gesundheit:

nachricht Warum Beta-Blocker Hautentzündungen verursachen
31.10.2019 | Rheinische Friedrich-Wilhelms-Universität Bonn

nachricht Motorisches Lernen bei Kniearthrose
31.10.2019 | Fachhochschule St. Pölten

Alle Nachrichten aus der Kategorie: Medizin Gesundheit >>>

Die aktuellsten Pressemeldungen zum Suchbegriff Innovation >>>

Die letzten 5 Focus-News des innovations-reports im Überblick:

Im Focus: A new quantum data classification protocol brings us nearer to a future 'quantum internet'

The algorithm represents a first step in the automated learning of quantum information networks

Quantum-based communication and computation technologies promise unprecedented applications, such as unconditionally secure communications, ultra-precise...

Im Focus: REANIMA - für ein neues Paradigma der Herzregeneration

Endogene Mechanismen der Geweberegeneration sind ein innovativer Forschungsansatz, um Herzmuskelschäden zu begegnen. Ihnen widmet sich das internationale REANIMA-Projekt, an dem zwölf europäische Forschungszentren beteiligt sind. Das am CNIC (Centro Nacional de Investigaciones Cardiovasculares) in Madrid koordinierte Projekt startet im Januar 2020 und wird von der Europäischen Kommission mit 8 Millionen Euro über fünf Jahre gefördert.

Herz-Kreislauf-Erkrankungen verursachen weltweit die meisten Todesfälle. Herzinsuffizienz ist geradezu eine Epidemie, die neben der persönlichen Belastung mit...

Im Focus: Göttinger Chemiker weisen kleinstmögliche Eiskristalle nach

Temperaturabhängig gefriert Wasser zu Eis und umgekehrt. Dieser Vorgang, in der Wissenschaft als Phasenübergang bezeichnet, ist im Alltag gut bekannt. Um aber ein stabiles Gitter für Eiskristalle zu erreichen, ist eine Mindestanzahl an Molekülen nötig, ansonsten ist das Konstrukt instabil. Bisher konnte dieser Wert nur grob geschätzt werden. Einem deutsch-amerikanischen Forschungsteam unter Leitung des Chemikers Prof. Dr. Thomas Zeuch vom Institut für Physikalische Chemie der Universität Göttingen ist es nun gelungen, die Größe kleinstmöglicher Eiskristalle genau zu bestimmen. Die Forschungsergebnisse sind in der Fachzeitschrift Proceedings of the National Academy of Science erschienen.

Knapp 100 Wassermoleküle sind nötig, um einen Eiskristall in seiner kleinstmöglichen Ausprägung zu formen. Nachweisen konnten die Wissenschaftler zudem, dass...

Im Focus: Verzerrte Atome

Mit zwei Experimenten am Freie-Elektronen-Laser FLASH in Hamburg gelang es einer Forschergruppe unter Führung von Physikern des Max-Planck-Instituts für Kernphysik (MPIK) in Heidelberg, starke nichtlineare Wechselwirkungen ultrakurzer extrem-ultravioletter (XUV) Laserpulse mit Atomen und Ionen hervorzurufen. Die heftige Anregung des Elektronenpaars in einem Heliumatom konkurriert so stark mit dem ultraschnellen Zerfall des angeregten Zustands, dass vorübergehend sogar Besetzungsinversion auftreten kann. Verschiebungen der Energie elektronischer Übergänge in zweifach geladenen Neonionen beobachteten die Wissenschaftler mittels transienter Absorptionsspektroskopie (XUV-XUV Pump-Probe).

Ein internationales Team unter Leitung von Physikern des MPIK veröffentlicht seine Ergebnisse zur stark getriebenen Zwei-Elektronen-Anregung in Helium durch...

Im Focus: Distorted Atoms

In two experiments performed at the free-electron laser FLASH in Hamburg a cooperation led by physicists from the Heidelberg Max Planck Institute for Nuclear physics (MPIK) demonstrated strongly-driven nonlinear interaction of ultrashort extreme-ultraviolet (XUV) laser pulses with atoms and ions. The powerful excitation of an electron pair in helium was found to compete with the ultrafast decay, which temporarily may even lead to population inversion. Resonant transitions in doubly charged neon ions were shifted in energy, and observed by XUV-XUV pump-probe transient absorption spectroscopy.

An international team led by physicists from the MPIK reports on new results for efficient two-electron excitations in helium driven by strong and ultrashort...

Alle Focus-News des Innovations-reports >>>

Anzeige

Anzeige

VideoLinks
Industrie & Wirtschaft
Veranstaltungen

Hochleistungsmaterialien mit neuen Eigenschaften im Fokus von Partnern aus Wissenschaft und Wirtschaft

11.11.2019 | Veranstaltungen

Weniger Lärm in Innenstädten durch neue Gebäudekonzepte

08.11.2019 | Veranstaltungen

Automatisiertes Fahren und Recht

06.11.2019 | Veranstaltungen

VideoLinks
Wissenschaft & Forschung
Weitere VideoLinks im Überblick >>>
 
Aktuelle Beiträge

Effizienz-Weltrekord für organische Solarmodule aufgestellt

11.11.2019 | Energie und Elektrotechnik

Antibiotika: Neuer Wirkstoff wirkt auch bei resistenten Bakterien

11.11.2019 | Biowissenschaften Chemie

Forschungsprojekt kombiniert Digitalisierung und Verfahrenstechnik

11.11.2019 | Energie und Elektrotechnik

Weitere B2B-VideoLinks
IHR
JOB & KARRIERE
SERVICE
im innovations-report
in Kooperation mit academics