Forum für Wissenschaft, Industrie und Wirtschaft

Hauptsponsoren:     3M 
Datenbankrecherche:

 

Plötzlich dem Herztod entronnen: erster ICD im Land implantiert

26.07.2000


... mehr zu:
»Herzkammer »Herzschwäche »Herztod »ICD
Uni-Kardiologie startet in Mecklenburg-Vorpommern neues Behandlungskonzept durch Implantation eines biventrikulären Kardioverters/Defibrillators (ICD)

Erstmals in Mecklenburg-Vorpommern wurde am 9. Juni 2000 in der Kardiologie der Klinik für Innere Medizin B unter der Leitung des neuen Klinikdirektors Prof. Dr. Stephan Felix ein neues innovatives Therapiekonzept angewandt. Es handelt sich mit dem sogenannten biventrikulären Kardioverter/Defibrillator (ICD) dabei um ein Gerät, das wie ein Schrittmacher implantiert wird und zwei wichtige Funktionen gleichzeitig erfüllen kann:

Zum einen bewahrt es durch eine lückenlose Überwachung und effektive Therapiemöglichkeiten entprechend bedrohte Patienten sicher vor dem sogenannten plötzlichen Herztod. Verursacht wird dieses fatale und zeitlich nicht vorhersehbare Ereignis durch nicht mit dem Leben vereinbare Herzrhythmusstörungen in der Regel auf der Grundlage einer schweren Herzerkrankung, oftmals verbunden mit einer deutlichen Herzschwäche. Schätzungen zufolge erliegen jährlich ca. 100000 Menschen dem plötzlichen Herztod - nach wie vor eine große Herausforderung an die Medizin.

Zum anderen hilft dieses Gerät bei der wirksamen Behandlung von Patienten mit fortgeschrittener Herzschwäche und damit einhergehender deutlich eingeschränkter körperlicher Belastbarkeit bis hin zur Luftnot in Ruhe. Allerdings kommen für dieses Therapiekonzept nur Patienten in Frage, die zusätzlich zu ihrer sowieso schon vorhandenen Herzmuskelschwäche eine Störung der elektrischen Erregung der linken Herzkammer aufweisen. Durch diese Erregungsausbreitungsstörung zieht sich die linke Herzkammer irregulär, d. h. zeitlich versetzt zusammen - ein zusätzliches schweres Handicap für die betroffenen Patienten. Durch eine gleichzeitige Schrittmacherstimulation des rechten und linken Herzens läßt sich eine Synchronisation der Herzwandbewegungen erzielen. Bei kritischer Auswahl der geeigneten Patienten lassen sich dadurch beeindruckende Verbesserungen der Herzleistung erzielen, die dann auch für den einzelnen Patienten hinsichtlich einer deutlichen Steigerung seiner Leistungsfähigkeit spürbar werden kann.

Weitere Informationen über dieses oder auch andere Therapieverfahren der Greifswalder Universitätskardiologie erhalten Sie von
Prof. Dr. Stephan Felix, Klinik für Innere Medizin B, Universität Greifswald, Loeffler-Straße 23, 17487 Greifswald, Tel. 03834-86-6656, Fax 86-6657,
und von Oberarzt Dr. Bernhard Möx, Tel. 86-6607/86-6611,
e-mail: moex@uni-greifswald.de.

Dr. Edmund von Pechmann |

Weitere Berichte zu: Herzkammer Herzschwäche Herztod ICD

Weitere Nachrichten aus der Kategorie Medizin Gesundheit:

nachricht Bekannte Arzneimittel – neue Wirkung im Kampf gegen Infektionen?
06.06.2019 | Paul-Ehrlich-Institut - Bundesinstitut für Impfstoffe und biomedizinische Arzneimittel

nachricht Erste zugelassene Gentherapie in der Augenheilkunde am Klinikum der LMU München durchgeführt
05.06.2019 | Klinikum der Universität München

Alle Nachrichten aus der Kategorie: Medizin Gesundheit >>>

Die aktuellsten Pressemeldungen zum Suchbegriff Innovation >>>

Die letzten 5 Focus-News des innovations-reports im Überblick:

Im Focus: Partielle Mondfinsternis am 16./17. Juli 2019

Gemeinsame Pressemitteilung der Vereinigung der Sternfreunde (VdS) und des Hauses der Astronomie in Heidelberg - Wie im letzten Jahr findet auch 2019 eine in den späten Abendstunden in einer lauen Sommernacht gut zu beobachtende Mondfinsternis statt, und zwar in der Nacht vom 16. auf den 17. Juli. Die Finsternis ist zwar nur partiell - der Mond tritt also nicht vollständig in den Erdschatten ein - es ist aber für die nächsten Jahre die einzige gut sichtbare Mondfinsternis im deutschen Sprachraum.

Am Dienstagabend, den 16. Juli, wird ein kosmisches Schauspiel zu sehen sein: Der Vollmond taucht zu einem großen Teil in den Schatten der Erde ein, es findet...

Im Focus: Fraunhofer IDMT zeigt akustische Qualitätskontrolle auf der Fachmesse für Messtechnik »Sensor + Test 2019«

Das Ilmenauer Fraunhofer-Institut für Digitale Medientechnologie IDMT präsentiert vom 25. bis 27. Juni 2019 am Gemeinschaftsstand der Fraunhofer-Gesellschaft (Stand 5-248) seine neue Lösung zur berührungslosen, akustischen Qualitätskontrolle von Werkstücken und Bauteilen. Da die Prüfung zerstörungsfrei funktioniert, kann teurer Prüfschrott vermieden werden. Das Prüfverfahren wird derzeit gemeinsam mit verschiedenen Industriepartnern im praktischen Einsatz erfolgreich getestet und hat das Technology Readiness Level (TRL) 6 erreicht.

Maschinenausfälle, Fertigungsfehler und teuren Prüfschrott reduzieren

Im Focus: Fraunhofer IDMT demonstrates its method for acoustic quality inspection at »Sensor+Test 2019« in Nürnberg

From June 25th to 27th 2019, the Fraunhofer Institute for Digital Media Technology IDMT in Ilmenau (Germany) will be presenting a new solution for acoustic quality inspection allowing contact-free, non-destructive testing of manufactured parts and components. The method which has reached Technology Readiness Level 6 already, is currently being successfully tested in practical use together with a number of industrial partners.

Reducing machine downtime, manufacturing defects, and excessive scrap

Im Focus: Erfolgreiche Praxiserprobung: Bidirektionale Sensorik optimiert das Laserauftragschweißen

Die Qualität generativ gefertigter Bauteile steht und fällt nicht nur mit dem Fertigungsverfahren, sondern auch mit der Inline-Prozessregelung. Die Prozessregelung sorgt für einen sicheren Beschichtungsprozess, denn Abweichungen von der Soll-Geometrie werden sofort erkannt. Wie gut das mit einer bidirektionalen Sensorik bereits beim Laserauftragschweißen im Zusammenspiel mit einer kommerziellen Optik gelingt, demonstriert das Fraunhofer-Institut für Lasertechnik ILT auf der LASER World of PHOTONICS 2019 auf dem Messestand A2.431.

Das Fraunhofer ILT entwickelt optische Sensorik seit rund 10 Jahren gezielt für die Fertigungsmesstechnik. Dabei hat sich insbesondere die Sensorik mit der...

Im Focus: Successfully Tested in Praxis: Bidirectional Sensor Technology Optimizes Laser Material Deposition

The quality of additively manufactured components depends not only on the manufacturing process, but also on the inline process control. The process control ensures a reliable coating process because it detects deviations from the target geometry immediately. At LASER World of PHOTONICS 2019, the Fraunhofer Institute for Laser Technology ILT will be demonstrating how well bi-directional sensor technology can already be used for Laser Material Deposition (LMD) in combination with commercial optics at booth A2.431.

Fraunhofer ILT has been developing optical sensor technology specifically for production measurement technology for around 10 years. In particular, its »bd-1«...

Alle Focus-News des Innovations-reports >>>

Anzeige

Anzeige

VideoLinks
Industrie & Wirtschaft
Veranstaltungen

17. Internationale Conference on Carbon Dioxide Utilization in Aachen

25.06.2019 | Veranstaltungen

Meeresleuchten, Klimawandel, Küstenmeere Afrikas – Spannende Vielfalt bei „Warnemünder Abenden 2019“

24.06.2019 | Veranstaltungen

Plastik: Mehr Kreislauf gegen die Krise gefordert

21.06.2019 | Veranstaltungen

VideoLinks
Wissenschaft & Forschung
Weitere VideoLinks im Überblick >>>
 
Aktuelle Beiträge

Clever Chillen mit weniger Kältemittel: Neue Blue e Chiller von 11 bis 25 kW

25.06.2019 | Energie und Elektrotechnik

Neuer Therapieansatz fördert die Reparatur von Blutgefässen nach einem Hirnschlag

25.06.2019 | Biowissenschaften Chemie

Neue Herangehensweise bei sich selbstmontierenden Mikromaschinen

25.06.2019 | Maschinenbau

Weitere B2B-VideoLinks
IHR
JOB & KARRIERE
SERVICE
im innovations-report
in Kooperation mit academics