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Mannheimer Urologe gleich zweifach erfolgreich

21.11.2000


Dr. Maurice Stephan

Michel


Mit Dr. Maurice Stephan Michel erhält erstmals ein Mediziner der Mannheimer Fakultät für Klinische Medizin den mit 5000 Mark dotierten Ruprecht-Karls-Preis der Universität Heidelberg. Zusammen mit vier weiteren Preisträgern der Universität Heidelberg wird der Urologe die Auszeichnung am Samstag, 25. November, in einer Feierstunde in der alten Aula der Universität Heidelberg entgegennehmen. Der Ruprecht-Karls-Preis wird für herausragende Doktor-Arbeiten verliehen, die mit der Bestnote "summa cum laude" benotet sein müssen.

Der 30jährige Assistenzarzt und Habilitand Dr. Michel arbeitet an der Urologischen Universitätsklinik. Thema seiner von Klinik-Direktor Professor Dr. Peter Alken und Oberarzt Privatdozent Dr. Kai Uwe Köhrmann betreuten Doktor-Arbeit ist die Entwicklung eines neuartigen endoskopischen Instruments, mit dem sich wirkungsvoll und blutungsarm Gewebe aus der Prostata, also aus der Vorsteherdrüse des Mannes, entfernen lässt, ohne diese komplett zu entfernen. Solche Eingriffe sind nötig, wenn durch eine gutartigen Prostatavergrößerung der Abfluss des Harns durch die Harnröhre behindert wird. Das Instrument mit der Bezeichnung "Rotoresect" ist inzwischen als Gebrauchsmuster geschützt und wird in mehreren deutschen Universitätsklinika sowie an der Harvard Medical School in Boston / USA eingesetzt.

Doch darf sich Dr. Michel nicht nur über den Ruprecht-Karls-Preis, sondern noch über eine weitere Auszeichnung freuen: Bei der Jahrestagung der Deutschen Gesellschaft für Urologie in Hamburg wurde ihm ein ebenfalls mit 5000 Mark dotierter Posterpreis für die beste diesjährige wissenschaftliche Arbeit auf dem Gebiet der Urologie verliehen. Dabei geht es um ein Projekt aus dem Bereich der Gentherapie, dem sich der Urologe auch in seiner Habilitationsarbeit widmet: Der Mannheimer Mediziner geht der Frage nach, wie sich mit Hilfe von Stoßwellen, die beispielsweise zum Zertrümmern von Nierensteinen eingesetzt werden, Gene in genau lokalisierte Zellen und Gewebeverbände einschleusen lassen, um dort dann die Zellfunktion von kranken Zellen zu verändern. Der Vorteil dieser Methode besteht in der potentiellen Möglichkeit zur kontrollierten nebenwirkungsfreien Gentherapie unterschiedlicher Erkrankungen.

Klaus Wingen | idw

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