Forum für Wissenschaft, Industrie und Wirtschaft

Hauptsponsoren:     3M 
Datenbankrecherche:

 

Sportmedizinische Prävention und Rehabilitation

11.12.2000


Stiftung Deutsche Hochgebirgsklinik Davos und Universität Mainz gründen Institut für Sportmedizinische Prävention und Rehabilitation

Kooperationsvereinbarung am 7. Dezember unterzeichnet / Institut realisiert wissenschaftlich fundierte, therapeutisch progressive und arbeitsmarktgerechte Ausbildung


Angesichts der zunehmenden Zahl chronischer Erkrankungen der Atmungsorgane wie Asthma, Bronchitis und Lungenemphyseme wollen die Johannes Gutenberg-Universität Mainz und die Stiftung Deutsche Hochgebirgsklinik Davos ihre Zusammenarbeit durch die Gründung eines Instituts für Sportmedizinische Prävention und Rehabilitation weiter vertiefen. Der Präsident, Prof. Dr. Josef Reiter, und Prof. Dr. Klaus Jung vom Fachbereich Sport der Universität Mainz unterzeichnen mit dem Ärztlichen Direktor Dr. Michael Schmitz und dem Geschäftsführer der Deutschen Hochgebirgsklinik Davos, F. Alemany, in der Deutschen Botschaft in Bern das Kooperationsabkommen, mit dem das neue Institut gegründet wird. Durch diese Zusammenführung der akademischen und der rehabilitationsmedizinischen Einrichtungen wird eine gleichermaßen wissenschaftlich fundierte, therapeutisch progressive und arbeitsmarktgerechte Ausbildung der Studenten realisiert. Dabei kann auf die langjährige enge Zusammenarbeit des Sportmediziners Professor Jung und des Ärztlichen Direktors der Deutschen Hochgebirgsklinik Davos, Dr. Schmitz, aufgebaut werden.

Chronische Erkrankungen der Atmungsorgane zählen heute zu den großen Volkskrankheiten. Trotz verbesserter Diagnostik und medikamentöser Therapie nehmen sie an Zahl und Schwere zu. Davon sind nicht nur die allergischen Erkrankungen im Kindes- und Jugendalter betroffen - das Asthma bronchiale ist die häufigste chronische Er-Krankung im Kindesalter - sondern auch die bei Erwachsenen auftretende chronische Bronchitis und das Lungenemphysem. Diese Erkrankungen sind derzeit nicht heilbar. Es handelt sich somit um lebensbegleitende Gesundheitsstörungen, die einer ständigen Betreuung der Krankheitsfolgen bedürfen. Die Linderung oder Behebung von Krankheitsfolgen ist die Domäne der Rehabilitation. Sie stützt sich dabei auf wissenschaftlich begründete Diagnostik und Therapie, die interdisziplinär und multiprofessionell im Rehabilitationsteam erbracht werden. Die Säule der Sport- und Trainingstherapie ist aus dem Gebäude der Rehabilitation chronischer Lungenkrankheiten nicht mehr wegzudenken. Konkret betreibt sie die Frühmobilisation im Krankenhaus, die Rehabilitation in der pneumologischen Fachklinik und die Prävention in betreuten ambulanten Sport-Gruppen sowie durch selbständiges Sporttreiben mit oder ohne Integration in Sportvereinen. Dabei tut die sachgerechte Ausbildung der Lungensportgruppenleiter, d.h. der Personen, die in Selbsthilfegruppen, Sportvereinen und ambulanten oder stationären Einrichtungen mit Erkrankten der Atmungsorgane Sport treiben, not.

Berufseinstieg erleichtern
In enger Zusammenarbeit zwischen dem Fachbereich Sport, Abteilung Sportmedizin der Johannes Gutenberg-Universität, Mainz, und der Hochgebirgsklinik Davos-Wolfgang der Stiftung Deutsche Hochgebirgsklinik Davos ist seit mehr als einem Jahrzehnt ein Konzept der Lehre, Forschung und Weiterbildung entstanden, das in der Zusammenführung der akademischen und der rehabilitationsmedizinischen Einrichtungen eine gemeinsame "Ausbildungsstätte" für Diplomsportlehrer/innen geschaffen hat. Durch in den universitären Lehrplan eingegliederte Seminare, Praktika, Exkursionen und praxisbezogene Diplomarbeiten oder Dissertationen sowie Berufsanerkennungspraktika wird den Studierenden der Berufseinstieg erleichtert.

Die fundierte wissenschaftliche Ausbildung soll sich sofort in der Praxis auszahlen. Durch aktuelle Entwicklungen des Lungensports sind weitere Aufgaben in der Gesundheitsförderung dem Schulsport beim asthmakranken Kind und der Schaffung eines Netzes ambulanter Lungensportgruppen zugewachsen. Steigende Anforderungen belegen nicht nur die Notwendigkeit des Tuns, sie verlangen auch nach entsprechenden Strukturen. Das Institut wird die vielfältigen Aufgaben in Lehre, Forschung und Weiterbildung, bei Bewegung, Spiel und Sport bei chronischen Lungen- und Atemwegserkrankungen übernehmen.

Bernd Marz | idw

Weitere Nachrichten aus der Kategorie Medizin Gesundheit:

nachricht Spezialfarbstoff erlaubt völlig neue Einblicke ins Gehirn
16.08.2018 | Rheinische Friedrich-Wilhelms-Universität Bonn

nachricht Keime fliegen mit
16.08.2018 | Friedrich-Schiller-Universität Jena

Alle Nachrichten aus der Kategorie: Medizin Gesundheit >>>

Die aktuellsten Pressemeldungen zum Suchbegriff Innovation >>>

Die letzten 5 Focus-News des innovations-reports im Überblick:

Im Focus: Farbeffekte durch transparente Nanostrukturen aus dem 3D-Drucker

Neues Design-Tool erstellt automatisch 3D-Druckvorlagen für Nanostrukturen zur Erzeugung benutzerdefinierter Farben | Wissenschaftler präsentieren ihre Ergebnisse diese Woche auf der angesehenen SIGGRAPH-Konferenz

Die meisten Objekte im Alltag sind mit Hilfe von Pigmenten gefärbt, doch dies hat einige Nachteile: Die Farben können verblassen, künstliche Pigmente sind oft...

Im Focus: Color effects from transparent 3D-printed nanostructures

New design tool automatically creates nanostructure 3D-print templates for user-given colors
Scientists present work at prestigious SIGGRAPH conference

Most of the objects we see are colored by pigments, but using pigments has disadvantages: such colors can fade, industrial pigments are often toxic, and...

Im Focus: Eisen und Titan in der Atmosphäre eines Exoplaneten entdeckt

Forschende der Universitäten Bern und Genf haben erstmals in der Atmosphäre eines Exoplaneten Eisen und Titan nachgewiesen. Die Existenz dieser Elemente in Gasform wurde von einem Team um den Berner Astronomen Kevin Heng theoretisch vorausgesagt und konnte nun von Genfern Astronominnen und Astronomen bestätigt werden.

Planeten in anderen Sonnensystemen, sogenannte Exoplaneten, können sehr nah um ihren Stern kreisen. Wenn dieser Stern viel heisser ist als unsere Sonne, dann...

Im Focus: Magnetische Antiteilchen eröffnen neue Horizonte für die Informationstechnologie

Computersimulationen zeigen neues Verhalten von Antiskyrmionen bei zunehmenden elektrischen Strömen

Skyrmionen sind magnetische Nanopartikel, die als vielversprechende Kandidaten für neue Technologien zur Datenspeicherung und Informationsverarbeitung gelten....

Im Focus: Unraveling the nature of 'whistlers' from space in the lab

A new study sheds light on how ultralow frequency radio waves and plasmas interact

Scientists at the University of California, Los Angeles present new research on a curious cosmic phenomenon known as "whistlers" -- very low frequency packets...

Alle Focus-News des Innovations-reports >>>

Anzeige

Anzeige

VideoLinks
Industrie & Wirtschaft
Veranstaltungen

LaserForum 2018 thematisiert die 3D-Fertigung von Komponenten

17.08.2018 | Veranstaltungen

Aktuelles aus der Magnetischen Resonanzspektroskopie

16.08.2018 | Veranstaltungen

DFG unterstützt Kongresse und Tagungen - Oktober 2018

16.08.2018 | Veranstaltungen

VideoLinks
Wissenschaft & Forschung
Weitere VideoLinks im Überblick >>>
 
Aktuelle Beiträge

Bionik im Leichtbau

17.08.2018 | Verfahrenstechnologie

Klimafolgenforschung in Hannover: Kleine Pflanzen gegen große Wellen

17.08.2018 | Biowissenschaften Chemie

HAWK-Ingenieurinnen und -Ingenieure entwickeln die leichteste 9to-LKW-Achse ihrer Art

17.08.2018 | Messenachrichten

Weitere B2B-VideoLinks
IHR
JOB & KARRIERE
SERVICE
im innovations-report
in Kooperation mit academics