Forum für Wissenschaft, Industrie und Wirtschaft

Hauptsponsoren:     3M 
Datenbankrecherche:

 

Bestnoten für Münsters Hochschulmedizin

21.11.2000


... mehr zu:
»Wissenschaftsrat
Hervorragende Leistungen in Forschung und Lehre werden der Medizinischen Fakultät der Universität Münster vom Wissenschaftsrat bescheinigt. Die Fakultät verspricht sich von den Empfehlungen dieses
Gremiums Rückenwind für die Ausbauplanung.

Stellungnahme des Wissenschaftsrates zur Hochschulmedizin in Münster gibt Rückenwind für weitere Entwicklung

Ein überdurchschnittliches Engagement in Forschung und Lehre wurde der Medizinischen Fakultät der Universität Münster soeben vom Wissenschaftsrat bescheinigt. Diese wichtige Gremium, das die Regierungen von Bund und Ländern in Fragen der inhaltlichen und strukturellen Entwicklung der Hochschulen berät, hat jetzt auf seiner Herbstsitzung in Leipzig die Ergebnisse seiner Begutachtung der münsterschen Hochschulmedizin vorgelegt und dabei ausschließlich Bestnoten vergeben. Als einen "Lohn der Mühen um Profilbildung" sieht der Dekan der Medizinischen Fakultät, Prof. Dr. Clemens Sorg, die Bewertung, von der er sich "Rückenwind für die weitere Entwicklung der Fakultät" und eine entsprechende Förderung durch Bund und Land verspricht.

In seiner 70-seitigen "Stellungnahme zur weiteren Entwicklung der Medizinischen Fakultät der Westfälischen Wilhelms-Universität Münster", die auf einem Vor-Ort-Besuch im Dezember vergangenen Jahres und auf umfangreichem Datenmaterial basiert, verweist der Wissenschaftsrat unter anderem auf die in den vergangenen Jahren erfolgreich unternommenen Anstrengungen der Fakultät zur Profilbildung in der Forschung. Hervorgehoben werden neben den drei Sonderforschungsbereichen und zwei Forschergruppen unter anderem das Zentrum für Molekularbiologie der Entzündung (ZMBE) und das Interdisziplinäre Zentrum für Klinische Forschung (IZKF). Insbesondere durch die Entzündungsforschung verfüge die Fakultät, wie es in der Stellungnahme heißt, "über einen historisch gewachsenen und gut etablierten Forschungsschwerpunkt, der ihr ein eigenständiges Profil verleiht". Darüber hinaus wird aber auch auf andere Schwerpunkte, von der Reproduktionsmedizin über die Kardiologie bis hin zur Neuromedizin und Tumormedizin, verwiesen.

Auch in der Lehre bescheinigt der Wissenschaftsrat der Medizinischen Fakultät der Universität Münster ein "überdurchschnittliches Engagement". Gelobt werden unter anderem der hohe Praxisanteil der Lehrkonzepte sowie die kontinuierliche Evaluation der Lehre.


Mit Nachdruck begrüßt der Wissenschaftsrat die mit Unterstützung des Bundes durchgeführte Eigenevaluation der Fakultät, deren Ergebnisse in eine leistungsbezogene Mittelvergabe einfließen sollen. Der Wissenschaftsrat bewertet dies als einen "Schritt in die richtige Richtung" und empfiehlt, den Anteil der leistungsbezogenen Mittel der internen Forschungsförderung auf 20 Prozent des Landeszuführungsbetrages zu erhöhen. Nicht übersehen wurden von den Gutachtern aber auch die von den Wissenschaftlern seit längerem beklagten Engpässe bei den Forschungsflächen und den tierexperimentellen Einrichtungen. Um die Forschungsanstrengungen der Fakultät nicht durch diesen Mangel an Infrastruktur zu gefährden, räumt der Wissenschaftsrat hinsichtlich der Ausbauplanung diesen Bereichen höchste Priorität ein.

"Wir werden unverzüglich in die Umsetzung" gehen, sieht sich Dekan Sorg durch die überaus positive Begutachtung darin bestärkt, die Planungen zur Errichtung eines allgemeinen Verfügungszentrums für die Forschung sowie zur Erweiterung der tierexperimentellen Abteilung mit Nachdruck weiter voranzutreiben. "Von einem weißen Fleck auf der Landkarte", so Sorg, " haben wir uns zur einer forschungsaktiven Fakultät entwickelt". Dies werde durch die Stellungnahme des Wissenschafsrates jetzt dokumentiert. Die Entwicklung zeige nicht zuletzt auch die "Geschlossenheit der Fakultät in ihrem Willen zu Qualität". Sorg: "Auf diesem Weg werden wir die Fakultät jetzt verstärkt voranbringen."

Jutta Reising | idw

Weitere Berichte zu: Wissenschaftsrat

Weitere Nachrichten aus der Kategorie Medizin Gesundheit:

nachricht Neue Prüfmethode für die Trinkwassertechnik
21.02.2020 | Technische Hochschule Mittelhessen

nachricht Zwei Fliegen mit einer Klappe: Entzündung gehemmt, Knochenheilung gefördert
20.02.2020 | Friedrich-Alexander-Universität Erlangen-Nürnberg

Alle Nachrichten aus der Kategorie: Medizin Gesundheit >>>

Die aktuellsten Pressemeldungen zum Suchbegriff Innovation >>>

Die letzten 5 Focus-News des innovations-reports im Überblick:

Im Focus: Ultraschnelles Schalten eines optischen Bits: Gewinn für die Informationsverarbeitung

Wissenschaftler der Universität Paderborn und der TU Dortmund veröffentlichen Ergebnisse in Nature Communications

Computer speichern Informationen in Form eines Binärcodes, einer Reihe aus Einsen und Nullen – sogenannten Bits. In der Praxis werden dafür komplexe...

Im Focus: Fraunhofer IOSB-AST und DRK Wasserrettungsdienst entwickeln den weltweit ersten Wasserrettungsroboter

Künstliche Intelligenz und autonome Mobilität sollen dem Strukturwandel in Thüringen und Sachsen-Anhalt neue Impulse verleihen. Mit diesem Ziel fördert das Bundeswirtschaftsministerium ab sofort ein innovatives Projekt in Halle (Saale) und Ilmenau.

Der Wasserrettungsdienst Halle (Saale) und das Fraunhofer Institut für Optronik,
Systemtechnik und Bildauswertung, Institutsteil Angewandte Systemtechnik...

Im Focus: A step towards controlling spin-dependent petahertz electronics by material defects

The operational speed of semiconductors in various electronic and optoelectronic devices is limited to several gigahertz (a billion oscillations per second). This constrains the upper limit of the operational speed of computing. Now researchers from the Max Planck Institute for the Structure and Dynamics of Matter in Hamburg, Germany, and the Indian Institute of Technology in Bombay have explained how these processes can be sped up through the use of light waves and defected solid materials.

Light waves perform several hundred trillion oscillations per second. Hence, it is natural to envision employing light oscillations to drive the electronic...

Im Focus: Haben ein Auge für Farben: druckbare Lichtsensoren

Kameras, Lichtschranken und Bewegungsmelder verbindet eines: Sie arbeiten mit Lichtsensoren, die schon jetzt bei vielen Anwendungen nicht mehr wegzudenken sind. Zukünftig könnten diese Sensoren auch bei der Telekommunikation eine wichtige Rolle spielen, indem sie die Datenübertragung mittels Licht ermöglichen. Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftlern des Karlsruher Instituts für Technologie (KIT) am InnovationLab in Heidelberg ist hier ein entscheidender Entwicklungsschritt gelungen: druckbare Lichtsensoren, die Farben sehen können. Die Ergebnisse veröffentlichten sie jetzt in der Zeitschrift Advanced Materials (DOI: 10.1002/adma.201908258).

Neue Technologien werden die Nachfrage nach optischen Sensoren für eine Vielzahl von Anwendungen erhöhen, darunter auch die Kommunikation mithilfe von...

Im Focus: Einblicke in die Rolle von Materialdefekten bei der spin-abhängigen Petahertzelektronik

Die Betriebsgeschwindigkeit von Halbleitern in elektronischen und optoelektronischen Geräten ist auf mehrere Gigahertz (eine Milliarde Oszillationen pro Sekunde) beschränkt. Die Rechengeschwindigkeit von modernen Computern trifft dadurch auf eine Grenze. Forscher am MPSD und dem Indian Institute of Technology in Bombay (IIT) haben nun untersucht, wie diese Grenze mithilfe von Lichtwellen und Festkörperstrukturen mit Defekten erhöht werden könnte, um noch größere Rechenleistungen zu erreichen.

Lichtwellen schwingen mehrere hundert Trillionen Mal pro Sekunde und haben das Potential, die Bewegung von Elektronen zu steuern. Im Gegensatz zu...

Alle Focus-News des Innovations-reports >>>

Anzeige

Anzeige

VideoLinks
Industrie & Wirtschaft
Veranstaltungen

Leopoldina-Symposium: „Mission – Innovation“ 2020

21.02.2020 | Veranstaltungen

Gemeinsam auf kleinem Raum - Mikrowohnen

19.02.2020 | Veranstaltungen

Chemnitzer Linux-Tage am 14. und 15. März 2020: „Mach es einfach!“

12.02.2020 | Veranstaltungen

VideoLinks
Wissenschaft & Forschung
Weitere VideoLinks im Überblick >>>
 
Aktuelle Beiträge

Globale Datenbank für Karstquellenabflüsse

21.02.2020 | Geowissenschaften

Leopoldina-Symposium: „Mission – Innovation“ 2020

21.02.2020 | Veranstaltungsnachrichten

Langlebige Fachwerkbrücken aus Stahl einfacher bemessen

21.02.2020 | Architektur Bauwesen

Weitere B2B-VideoLinks
IHR
JOB & KARRIERE
SERVICE
im innovations-report
in Kooperation mit academics