Forum für Wissenschaft, Industrie und Wirtschaft

Hauptsponsoren:     3M 
Datenbankrecherche:

 

ScoRe: Universitäres Weiterbildungsangebot für Angehörige helfender Berufe

21.02.2002


ScoRe = Siegener complexe Förderung und Rehabilitation - ist eine zeitgemäße zusammenführende (konduktive) Förderung in Gruppen für Kinder und Erwachsene mit Schädigungen im Zentralnervensystem. In Kooperation mit der Deutschen Angestellen-Akademie (DAA), dem Arbeitsamt u.a. bietet die Universität Siegen eine bundesweit einzigartige Qualifizierung zum/zur ScoRe-Therapäden/in für Angehörige heölfender berufe an.

Was ist das Ziel von ScoRe?
Bei Kindern treten sogenannte zerebrale Bewegungsstörungen vor allem bei Frühgeborenen oder bei Säuglingen nach Sauerstoffmängeln oder Infektionen auf, die vor, während oder nach der Geburt bestanden haben (z.B. Spastiker). Bei Erwachsenen zeigen sich zentralnervös bedingte Bewegungsstörungen (z.B. Hemiplegien = Halbseitenlähmungen) vor allem nach Schlaganfällen, Tumoren und anderen Erkrankungen im Gehirn. Auch sogenannte neurodegenerative Erkrankungen, wie Multiple Sklerose (MS) und Parkinson-Syndrom haben primär (fein)-motorische Einschränkungen zur Folge.
Von Seiten betroffener Eltern und Angehörigen, durch Medien sowie aus Förderzentren und Rehabilitationskliniken, wird ein Bedarf an komplexer Behandlung zunehmend artikuliert.

ScoRe ist die Weiterentwicklung des konduktiven Systems des ungarischen Arztes András Petö, allerdings reformiert, weiterentwickelt und zugeschnitten auf heutige Erfordernisse westeuropäischer Förder- und Rehabilitationsmaßnahmen.
Ziel der Weiterbildung ist eine breite wissenschaftlich und praktisch fundierte Qualifizierung zur Siegener complexen Rehabilitation (ScoRe) im Sinne eines ’Dynamic Conductive System Managments’ auf den theoretischen Grundlagen und praktischen Erfahrungen Konduktiver (Mehrfachtherapeutischer) Förderung und Rehabilitation nach Weber, Petö und Keil. Die Zielgruppe bilden Fachleute - bereits ausgebildete Angehörige helfender Berufe mit mindestens FH-Abschluss -, die eine breitgefächerte Qualifikation (medizinisch-therapeutisch, pädagogisch-psychologisch, pflegerisch) haben.

ScoRe soll ab April 2002 an der Universität Siegen als Weiterbildung für Angehörige helfender Berufe angeboten werden. Die Qualifizierung zu ScoRe-Therpäd-innen-en (post-graduiert) wird in Kooperation zwischen der Universität Siegen, den Schulen für Physio- und Ergopädie der DAA Siegen bzw. in Zusammenarbeit mit Institutionen der Frühförderung und -behandlung oder Rehabilitationskliniken aus der Region Siegen-Wittgenstein und anderen anerkannten Praxisstellen aus unterschiedlichen Bundesländern und europäischen Nachbarländern verwirklicht werden.
Dieser Modellversuch wird als Maßnahme Nr. 100/02 vom Arbeitsamt Siegen anerkannt und kann damit im gesamten Bundesgebiet durch die Arbeitsämter finanziert werden. Die Weiterbildung ist eine Vollzeitmaßnahme im Umfang von 12 Monaten für inhaltliche und theoretische Grundlagen bzw. 4 Monate Praktikum in anerkannten Einrichtungen. Voraussetzungen sind Fachhochschulabschluss plus Berufserfahrungen im Bereich der Behindertenhilfe.

Kontakt und Info:
Institut ScoRe! Universität Siegen
Prof. Dr. Karin Weber
0271 / 740-4387
0271 / 870-7518
0171 422 4651
E-Mail: weber@ScoRe.uni-siegen.de

Kordula Lindner-Jarchow M.A. | idw

Weitere Berichte zu: Bewegungsstörung Multiple Sklerose SCORE

Weitere Nachrichten aus der Kategorie Medizin Gesundheit:

nachricht Digitaler Zwilling für personalisierte Medizin - Schick den Avatar zum Arzt
12.07.2019 | Empa - Eidgenössische Materialprüfungs- und Forschungsanstalt

nachricht Umfangreiche genetische Studie klärt Transformation von Vorleukämie zur vollständigen Leukämie auf
12.07.2019 | Martin-Luther-Universität Halle-Wittenberg

Alle Nachrichten aus der Kategorie: Medizin Gesundheit >>>

Die aktuellsten Pressemeldungen zum Suchbegriff Innovation >>>

Die letzten 5 Focus-News des innovations-reports im Überblick:

Im Focus: Bessere Wärmeleitfähigkeit durch geänderte Atomanordnung

Die Anpassung der Wärmeleitfähigkeit von Materialien ist eine aktuelle Herausforderung in den Nanowissenschaften. Forschende der Universität Basel haben mit Kolleginnen und Kollegen aus den Niederlanden und Spanien gezeigt, dass sich allein durch die Anordnung von Atomen in Nanodrähten atomare Vibrationen steuern lassen, welche die Wärmeleitfähigkeit bestimmen. Die Wissenschaftler veröffentlichten die Ergebnisse kürzlich im Fachblatt «Nano Letters».

In der Elektronik- und Computerindustrie werden die Komponenten immer kleiner und leistungsfähiger. Problematisch ist dabei die Wärmeentwicklung, die durch...

Im Focus: Better thermal conductivity by adjusting the arrangement of atoms

Adjusting the thermal conductivity of materials is one of the challenges nanoscience is currently facing. Together with colleagues from the Netherlands and Spain, researchers from the University of Basel have shown that the atomic vibrations that determine heat generation in nanowires can be controlled through the arrangement of atoms alone. The scientists will publish the results shortly in the journal Nano Letters.

In the electronics and computer industry, components are becoming ever smaller and more powerful. However, there are problems with the heat generation. It is...

Im Focus: Nanopartikel mit neuartigen elektronischen Eigenschaften

Forscher der FAU haben Konzept zur Steuerung von Nanopartikeln entwickelt

Die optischen und elektronischen Eigenschaften von Aluminiumoxid-Nanopartikeln, die eigentlich elektronisch inert und optisch inaktiv sind, können gesteuert...

Im Focus: First-ever visualizations of electrical gating effects on electronic structure

Scientists have visualised the electronic structure in a microelectronic device for the first time, opening up opportunities for finely-tuned high performance electronic devices.

Physicists from the University of Warwick and the University of Washington have developed a technique to measure the energy and momentum of electrons in...

Im Focus: Neues Verfahren für den Kampf gegen Viren

Forschende der Fraunhofer-Gesellschaft in Sulzbach und Regensburg arbeiten im Projekt ViroSens gemeinsam mit Industriepartnern an einem neuartigen Analyseverfahren, um die Wirksamkeitsprüfung von Impfstoffen effizienter und kostengünstiger zu machen. Die Methode kombiniert elektrochemische Sensorik und Biotechnologie und ermöglicht erstmals eine komplett automatisierte Analyse des Infektionszustands von Testzellen.

Die Meisten sehen Impfungen als einen Segen der modernen Medizin, da sie vor gefährlichen Viruserkrankungen schützen. Doch bevor es ein Impfstoff in die...

Alle Focus-News des Innovations-reports >>>

Anzeige

Anzeige

VideoLinks
Industrie & Wirtschaft
Veranstaltungen

Testzone für die KI-gestützte Produktion

18.07.2019 | Veranstaltungen

„World Brain Day“ zum Thema Migräne: individualisierte Therapie statt Schmerzmittelübergebrauch

18.07.2019 | Veranstaltungen

Kosmos-Konferenz: Navigating the Sustainability Transformation in the 21st Century

17.07.2019 | Veranstaltungen

VideoLinks
Wissenschaft & Forschung
Weitere VideoLinks im Überblick >>>
 
Aktuelle Beiträge

Vielfältiger einsetzbare Materialien

19.07.2019 | Biowissenschaften Chemie

Regulation des Wurzelwachstums aus der Ferne

19.07.2019 | Biowissenschaften Chemie

Bessere Wärmeleitfähigkeit durch geänderte Atomanordnung

19.07.2019 | Physik Astronomie

Weitere B2B-VideoLinks
IHR
JOB & KARRIERE
SERVICE
im innovations-report
in Kooperation mit academics