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Entwarnung: Viagra belastet nicht das Herz

14.02.2002


Keine verminderte Blutversorgung durch Potenzmittel

Das Potenzmittel Viagra wirkt sich bei Männern mit leichten Herzproblemen nicht negativ aus – vorausgesetzt das Mittel wird nicht an Patienten verabreicht, die zusätzlich ein nitrathaltiges Medikament einnehmen. Dies behaupten Kardiologen der Mayo Clinic in Rochester im Fachmagazin Journal of the American Medical Association JAMA (2002;287:719-725). Nach der Einführung stellte sich neben Jubelmeldungen auch die Frage, ob Viagra bei Männern mit Herzproblemen alle Sicherheitskriterien erfüllt. In Kombination mit nitrathaltigen Medikamenten führte es laut Studie u.a. zu einer Blutdrucksenkung.

Das Forscherteam um die Kardiologin Patricia Pellinkka verabreichte 105 Testpersonen mit angegriffenen Herzkranzgefäßen Viagra und unterzogen diese eine Stunde später einem Belastungs-EKG. Während sich die Männer auf einem Standrad körperlich betätigen mussten, wurde der Blutfluss des Herzens mit Ultraschallbildern beobachtet. "Bei den Patienten hatte der Viagra-Wirkstoff Sildenafil keine negative Auswirkung auf den Herzrhythmus oder auf die Dauer der Übung", betonte Pellinkka. Im Vergleich zur Kontrollgruppe, die kein Viagra sondern eine Zuckerpille schluckte, behinderte das Potenzmittel die Blutversorgung des Herzens nicht.

"Die Studienergebnisse gelten für Menschen mit leicht angegriffenen Herzkranzgefäßen. Bei ihnen erhöht Viagra das Herzanfall-Risiko nicht", so die Studienleiterin. Es müssten allerdings erst Studien mit einer größeren Probandenzahl durchgeführt werden, um absolut sicher zu gehen, dass Viagra die Herzfunktion nicht beeinträchtigt.

Sandra Standhartinger | pte.online
Weitere Informationen:
http://jama.ama-assn.org
http://jama.ama-assn.org/issues/v287n6/rfull/joc11314.html

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