Forum für Wissenschaft, Industrie und Wirtschaft

Hauptsponsoren:     3M 
Datenbankrecherche:

 

Mit Licht gegen die Angst - neue Radiologie Universitätsklinikum Ulm

05.12.2006
Universitätsklinikum Ulm nimmt nach Umbau neue Radiologie in Betrieb: Genaueste Diagnostik, geringere Strahlenbelastung und vereinfachte Entnahme von Gewebeproben
Eröffnung Freitag, 8.12.2006 ab 14.00 Uhr
Universitätsklinik für Diagnostische und Interventionelle Radiologie
Michelsberg, Prittwitzstraße 43, Ulm
Nach umfangreichen Umbauarbeiten stehen in der Klinik für Diagnostische und Interventionelle Radiologie des Universitätsklinikums Ulm modernste diagnostische Verfahren zur Verfügung: Der neue Mehrzeilen-Computertomograph ermöglicht vielfältige Untersuchungen des gesamten menschlichen Körpers einschließlich der Gefäßverläufe, inneren Organe sowie des Skelettsystems. "Das Gerät ist in der Lage, nicht nur zwei wie bisher, sondern zeitgleich 16 Bilder aufzunehmen und ermöglicht dadurch eine präzise Organdarstellung und exaktere Diagnose", erläutert Chefarzt Prof. Dr. Hans-Jürgen Brambs. "Ganze Körperabschnitte können innerhalb weniger Sekunden dargestellt werden. Hiervon profitieren besonders unsere kleinen Patienten, die oft nicht so lange stillhalten können."

Farbige Lichteinspielungen tauchen den CT-Untersuchungsraum in ein entspannendes Ambiente. "Das neue Beleuchtungskonzept soll besonders Kindern und Patienten mit Klaustrophobie die Anspannung vor der Untersuchung nehmen: Mit Licht gegen die Angst!" resümiert Oberarzt Dr. Frank Neuwirth. Die Mediziner hoffen so, auf die Gabe von Beruhigungsmitteln vor einer Untersuchung weitgehend verzichten zu können.

Für die Diagnose von Brustkrebs steht nun eine neue digitale Vollfeldmammographie zur Verfügung. Sie bietet den Ulmer Ärzten eine größere diagnostische Sicherheit als die bisherige analoge Technologie. "Die Gefahr, kleine Tumore zu übersehen, wird mit der digitalen Mammographie deutlich sinken", ist sich Oberärztin Dr. Birke Arand sicher, "vor allem bei jungen Frauen mit dichtem Drüsengewebe". Durch die frühzeitige Entdeckung erhöhen sich die Heilungschancen drastisch. Außerdem wird durch die neue Technik die Strahlenbelastung um etwa zwanzig bis dreißig Prozent gesenkt. Im Rahmen des Umbaus der Radiologie wurde die Mammographie vom Safranberg an den Michelsberg verlegt, um eine optimale räumliche Anbindung an das Brustzentrum der Frauenklinik zu schaffen.

Sollten sich in der Mammographie auffällige Befunde zeigen, lässt sich mit der so genannten digitalen stereotaktischen Vakuumstanzbiopsie eine exakte Gewebeprobe entnehmen - minimal-invasiv mit örtlicher Betäubung. Vor allem gruppiert angeordnete Mikroverkalkungen, welche auf Frühformen des Brustkrebs hinweisen können, eignen sich für diese Methode. "Bei gleicher Sicherheit kann vielen Frauen eine operative diagnostische Biopsie erspart werden", erklärt Dr. Neuwirth.

Bei Interesse an Besichtigung und Gesprächen können Sie sich gerne an die Pressestelle wenden.

Universitätsklinikum Ulm
Presse- und Öffentlichkeitsarbeit
Petra Schultze
Albert-Einstein-Allee 29
89081 Ulm
Tel: 0731 - 500 43025
Fax: 0731 - 500 43026
Mail: petra.schultze@uniklinik-ulm.de

Petra Schultze | idw
Weitere Informationen:
http://www.uniklinik-ulm.de
http://www.uniklinik-ulm.de/struktur/kliniken/diagnostische-und-interventionelle-radiologie.html

Weitere Berichte zu: Brustkrebs Mammographie Radiologie Strahlenbelastung

Weitere Nachrichten aus der Kategorie Medizin Gesundheit:

nachricht Die Gene sind nicht schuld
20.07.2018 | Technische Universität München

nachricht Staus im Gehirn: FAU-Forscher identifizieren eine Ursache für Parkinson
20.07.2018 | Friedrich-Alexander-Universität Erlangen-Nürnberg

Alle Nachrichten aus der Kategorie: Medizin Gesundheit >>>

Die aktuellsten Pressemeldungen zum Suchbegriff Innovation >>>

Die letzten 5 Focus-News des innovations-reports im Überblick:

Im Focus: Future electronic components to be printed like newspapers

A new manufacturing technique uses a process similar to newspaper printing to form smoother and more flexible metals for making ultrafast electronic devices.

The low-cost process, developed by Purdue University researchers, combines tools already used in industry for manufacturing metals on a large scale, but uses...

Im Focus: Rostocker Forscher entwickeln autonom fahrende Kräne

Industriepartner kommen aus sechs Ländern

Autonom fahrende, intelligente Kräne und Hebezeuge – dieser Ingenieurs-Traum könnte in den nächsten drei Jahren zur Wirklichkeit werden. Forscher aus dem...

Im Focus: Superscharfe Bilder von der neuen Adaptiven Optik des VLT

Das Very Large Telescope (VLT) der ESO hat das erste Licht mit einem neuen Modus Adaptiver Optik erreicht, die als Lasertomografie bezeichnet wird – und hat in diesem Rahmen bemerkenswert scharfe Testbilder vom Planeten Neptun, von Sternhaufen und anderen Objekten aufgenommen. Das bahnbrechende MUSE-Instrument kann ab sofort im sogenannten Narrow-Field-Modus mit dem adaptiven Optikmodul GALACSI diese neue Technik nutzen, um Turbulenzen in verschiedenen Höhen in der Erdatmosphäre zu korrigieren. Damit ist jetzt möglich, Bilder vom Erdboden im sichtbaren Licht aufzunehmen, die schärfer sind als die des NASA/ESA Hubble-Weltraumteleskops. Die Kombination aus exquisiter Bildschärfe und den spektroskopischen Fähigkeiten von MUSE wird es den Astronomen ermöglichen, die Eigenschaften astronomischer Objekte viel detaillierter als bisher zu untersuchen.

Das MUSE-Instrument (kurz für Multi Unit Spectroscopic Explorer) am Very Large Telescope (VLT) der ESO arbeitet mit einer adaptiven Optikeinheit namens GALACSI. Dabei kommt auch die Laser Guide Stars Facility, kurz ...

Im Focus: Diamant – ein unverzichtbarer Werkstoff der Fusionstechnologie

Forscher am KIT entwickeln Fenstereinheiten mit Diamantscheiben für Fusionsreaktoren – Neue Scheibe mit Rekorddurchmesser von 180 Millimetern

Klimafreundliche und fast unbegrenzte Energie aus dem Fusionskraftwerk – für dieses Ziel kooperieren Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler weltweit. Bislang...

Im Focus: Wiener Forscher finden vollkommen neues Konzept zur Messung von Quantenverschränkung

Quantenphysiker/innen der ÖAW entwickelten eine neuartige Methode für den Nachweis von hochdimensional verschränkten Quantensystemen. Diese ermöglicht mehr Effizienz, Sicherheit und eine weitaus geringere Fehleranfälligkeit gegenüber bisher gängigen Mess-Methoden, wie die Forscher/innen nun im Fachmagazin „Nature Physics“ berichten.

Die Vision einer vollständig abhörsicheren Übertragung von Information rückt dank der Verschränkung von Quantenteilchen immer mehr in Reichweite. Wird eine...

Alle Focus-News des Innovations-reports >>>

Anzeige

Anzeige

VideoLinks
Industrie & Wirtschaft
Veranstaltungen

Stadtklima verbessern, Energiemix optimieren, sauberes Trinkwasser bereitstellen

19.07.2018 | Veranstaltungen

Innovation – the name of the game

18.07.2018 | Veranstaltungen

Wie geht es unserer Ostsee? Ein aktueller Zustandsbericht

17.07.2018 | Veranstaltungen

VideoLinks
Wissenschaft & Forschung
Weitere VideoLinks im Überblick >>>
 
Aktuelle Beiträge

Neue Anwendungen für Mikrolaser in der Quanten-Nanophotonik

20.07.2018 | Physik Astronomie

Need for speed: Warum Malaria-Parasiten schneller sind als die menschlichen Abwehrzellen

20.07.2018 | Biowissenschaften Chemie

Die Gene sind nicht schuld

20.07.2018 | Medizin Gesundheit

Weitere B2B-VideoLinks
IHR
JOB & KARRIERE
SERVICE
im innovations-report
in Kooperation mit academics