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Modellprojekt Mammographie-Screening in Wiesbaden/Rheingau-Taunus-Kreis zeigt hohe Qualität

06.02.2002


Nach gut halbjähriger Laufzeit liegen erste Zwischenergebnisse des Modellprojektes Mammographie-Screening in Wiesbaden/Rheingau-Taunus-Kreis vor. Dies wurde von der Projektleiterin, Dr. Margrit Reichel, heute angekündigt. In der Anfangsphase des Projektes lag die Entdeckungsrate mit knapp über acht Karzinomen pro 1000 teilnehmenden Frauen 2,5 Mal höher als in der Deutschen Mammographiestudie Anfang der 90er Jahre in Norddeutschland. Die Daten wurden am vergangenen Mittwoch bereits von internationalen Experten unter die Lupe genommen. Nach Ansicht dieser Fachleute ist die jetzige hohe Entdeckungsrate nicht unerwartet. Sie bestätigt die hohe Qualität der Mammographien und ihrer Befundung durch die niedergelassenen Ärzte im Screening-Zentrum auf dem Michelsberg. Die Experten sind zuversichtlich, dass sich der positive Trend in der noch erforderlichen Projektlaufzeit fortsetzt.

Erfreulich, so Dr. Reichel, ist auch der Anteil an kleinen Karzinomen, die durch das Screening entdeckt wurden: Knapp über ein Viertel der Tumoren waren nicht größer als 1 cm, über die Hälfte von ihnen nicht größer als 1,5 cm. Bei lediglich einem Drittel der Tumoren lag ein Befall der Lymphknoten vor. Es ist davon auszugehen, dass viele der aufgefundenen Tumoren in einem noch heilbaren Stadium entdeckt und behandelt wurden, so Prof. Dr. Werner Böcker, Gerhard-Domagk-Institut für Pathologie an der Universität Münster.

Die Genugtuung bei den beteiligten niedergelassenen Ärzten über die guten Ergebnisse in der jetzigen Projektphase wurde in den letzten Tagen durch Presseberichte getrübt. Zwei der bisher am Modellprojekt beteiligten Wiesbadener Kliniken, die im November letzten Jahres ein eigenes Brustzentrum gegründet haben, üben Kritik. Dabei wird mit gewagten Zahlen offensichtlich der Versuch unternommen, von eigenen Qualitätsproblemen im Rahmen des Screenings abzulenken. Die Leitung des Screening-Projektes bedauert dieses Vorgehen und hat sich deshalb entschlossen, früher als beabsichtigt, die vorläufigen Ergebnisse der Öffentlichkeit bekannt zu geben. Die Pressekonferenz findet statt am:

Donnerstag, dem 7. Februar 2002
von 14.00 bis. ca. 15.00 Uhr
im Dorint Hotel
Auguste-Viktoria-Str. 15, 65185 Wiesbaden


Anschließend kann das Screening-Zentrum am Michelsberg 3 besichtigt werden.
Pressekontakte: Dr.med.Friedrich Hansen, Tel + Fax: 040-4801872, mobil: 01792311908.

Dr. Friedrich Hansen | idw

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