Forum für Wissenschaft, Industrie und Wirtschaft

Hauptsponsoren:     3M 
Datenbankrecherche:

 

Das Genom des Prostatakarzinoms im Spotlight: Auf der Suche nach neuen Biomarkern

24.10.2006
"Science around thirty": Auszeichnung der Deutschen Gesellschaft für Urologie an Dr. Jörn Kamradt, Klinik für Urologie und Kinderurologie des Universitätsklinikums des Saarlandes (UKS) in Homburg/Saar.

Einen besonderen Stellenwert haben die Nachwuchsförderprogramme der Deutschen Gesellschaft für Urologie e.V. (DGU): Hervorragende Nachwuchskräfte sind eine wesentliche Voraussetzung für die wissenschaftliche und klinische Qualität der Urologie von morgen. Zur Stärkung des Nachwuchses ist von der DGU das Förderprogramm "Science around thirty" aufgelegt worden.

Im Rahmen ihrer Jahrestagung Ende September in Hamburg zeichnete die DGU herausragende wissenschaftliche Leistungen in der experimentellen oder klinischen Urologie aus. Den Förderpreis und den Präsentationspreis der Forumssitzung "Science around thirty" erhielt Dr. Jörn Kamradt, UKS in Homburg/Saar, für seine Darstellung zum Thema:

Das Genom des Prostatakarzinoms im Spotlight: Auf der Suche nach neuen Biomarkern.

... mehr zu:
»DGU »Genom »Prostatakarzinom »UKS »Urologie

Bei der Suche nach neuen Biomarkern für das Prostatakarzinom, die den einzelnen Tumor besser in seinem Wachstumsmuster charakterisieren lassen oder aber zum besseren Verständnis der molekularen Entstehung des Karzinoms beitragen, hat sich die Homburger Arbeitsgruppe auf die Untersuchung genomischer Veränderungen konzentriert. Durch Einsatz modernster molekularbiologischer Verfahren konnten so genannte genetische Fingerabdrücke von Prostatatumoren sichtbar gemacht und neue Zielgene, die potenziell für die Diagnostik oder Therapie verwendbar sind, gefunden werden.

Das Prostatakarzinom stellt mit einer Häufigkeit von etwa 20% die häufigste Krebserkrankung von Männern in Deutschland dar. In der Krebsmortalitätsstatistik rangiert es hinter dem Lungen- und Darmkrebs auf Platz 3. Obwohl das mittlere Erkrankungsalter in Deutschland bei 71 Jahren liegt, waren in 2002 immerhin 28% der neu diagnostizierten Prostatakarzinompatienten jünger als 65 Jahre.

Die Entstehung des Prostatakarzinoms ist nach wie vor nur unzureichend verstanden. Derzeit stellen Alter, ethnische Herkunft und familiäre Häufung die wichtigsten Risikofaktoren dar.

Der klinisch sehr unterschiedliche Verlauf des Prostatakarzinoms mit nur sehr langsam wachsenden Tumoren, die nur selten oder erst spät Absiedlungen (z.B. im Knochen) setzen, bis hin zu rasch aggressiv wachsenden Tumoren, die frühzeitig im Körper streuen und ein früh auch ohne das männliche Geschlechtshormon wachsen, führt zusammen mit dem relativ späten Erkrankungsalter den behandelnden Arzt in ein therapeutisches Dilemma. Das Therapiespektrum reicht von dem vorsichtigen Abwarten (watchful waiting) auf der einen Seite bis zur (operativen Entfernung der gesamten Prostata und Samenblasen (sog. radikale Prostatektomie) mit den daraus resultierenden Risiken auf der anderen Seite. Für eine individualisierte und damit auf dem Wachstumsverhalten des jeweiligen Karzinoms basierte Therapieplanung sind verbesserte Prognosefaktoren für den Kliniker dringend erforderlich.

Weitere Informationen:
Dr. Jörn Kamradt, Klinik für Urologie und Kinderurologie des UKS, Telefon: (06841) 16-24700, E-Mail: joern.kamradt@uniklinikum-saarland.de

Saar - Uni - Presseteam | idw
Weitere Informationen:
http://www.uni-saarland.de
http://www.uniklinikum-saarland.de/de/einrichtungen/kliniken_institute/urologie

Weitere Berichte zu: DGU Genom Prostatakarzinom UKS Urologie

Weitere Nachrichten aus der Kategorie Medizin Gesundheit:

nachricht Narkolepsie: Wissenschaftler entlarven den Übeltäter der rätselhaften Schlafkrankheit
20.09.2018 | Universitätsspital Bern

nachricht Virotherapie bei Bauchfellkrebs erfolgreich getestet - Neue biologische Krebstherapie
18.09.2018 | Universitätsklinikum Tübingen

Alle Nachrichten aus der Kategorie: Medizin Gesundheit >>>

Die aktuellsten Pressemeldungen zum Suchbegriff Innovation >>>

Die letzten 5 Focus-News des innovations-reports im Überblick:

Im Focus: Wie Magnetismus entsteht: Elektronen stärker verbunden als gedacht

Wieso sind manche Metalle magnetisch? Diese einfache Frage ist wissenschaftlich gar nicht so leicht fundiert zu beantworten. Das zeigt eine aktuelle Arbeit von Wissenschaftlern des Forschungszentrums Jülich und der Universität Halle. Den Forschern ist es zum ersten Mal gelungen, in einem magnetischen Material, in diesem Fall Kobalt, die Wechselwirkung zwischen einzelnen Elektronen sichtbar zu machen, die letztlich zur Ausbildung der magnetischen Eigenschaften führt. Damit sind erstmals genaue Einblicke in den elektronischen Ursprung des Magnetismus möglich, die vorher nur auf theoretischem Weg zugänglich waren.

Für ihre Untersuchung nutzten die Forscher ein spezielles Elektronenmikroskop, das das Forschungszentrum Jülich am Elettra-Speicherring im italienischen Triest...

Im Focus: Erstmals gemessen: Wie lange dauert ein Quantensprung?

Mit Hilfe ausgeklügelter Experimente und Berechnungen der TU Wien ist es erstmals gelungen, die Dauer des berühmten photoelektrischen Effekts zu messen.

Es war eines der entscheidenden Experimente für die Quantenphysik: Wenn Licht auf bestimmte Materialien fällt, werden Elektronen aus der Oberfläche...

Im Focus: Scientists present new observations to understand the phase transition in quantum chromodynamics

The building blocks of matter in our universe were formed in the first 10 microseconds of its existence, according to the currently accepted scientific picture. After the Big Bang about 13.7 billion years ago, matter consisted mainly of quarks and gluons, two types of elementary particles whose interactions are governed by quantum chromodynamics (QCD), the theory of strong interaction. In the early universe, these particles moved (nearly) freely in a quark-gluon plasma.

This is a joint press release of University Muenster and Heidelberg as well as the GSI Helmholtzzentrum für Schwerionenforschung in Darmstadt.

Then, in a phase transition, they combined and formed hadrons, among them the building blocks of atomic nuclei, protons and neutrons. In the current issue of...

Im Focus: Der Truck der Zukunft

Lastkraftwagen (Lkw) sind für den Gütertransport auch in den kommenden Jahrzehnten unverzichtbar. Wissenschaftler und Wissenschaftlerinnen der Technischen Universität München (TUM) und ihre Partner haben ein Konzept für den Truck der Zukunft erarbeitet. Dazu zählen die europaweite Zulassung für Lang-Lkw, der Diesel-Hybrid-Antrieb und eine multifunktionale Fahrerkabine.

Laut der Prognose des Bundesministeriums für Verkehr und digitale Infrastruktur wird der Lkw-Güterverkehr bis 2030 im Vergleich zu 2010 um 39 Prozent steigen....

Im Focus: Extrem klein und schnell: Laser zündet heißes Plasma

Feuert man Lichtpulse aus einer extrem starken Laseranlage auf Materialproben, reißt das elektrische Feld des Lichts die Elektronen von den Atomkernen ab. Für Sekundenbruchteile entsteht ein Plasma. Dabei koppeln die Elektronen mit dem Laserlicht und erreichen beinahe Lichtgeschwindigkeit. Beim Herausfliegen aus der Materialprobe ziehen sie die Atomrümpfe (Ionen) hinter sich her. Um diesen komplexen Beschleunigungsprozess experimentell untersuchen zu können, haben Forscher aus dem Helmholtz-Zentrum Dresden-Rossendorf (HZDR) eine neuartige Diagnostik für innovative laserbasierte Teilchenbeschleuniger entwickelt. Ihre Ergebnisse erscheinen jetzt in der Fachzeitschrift „Physical Review X“.

„Unser Ziel ist ein ultrakompakter Beschleuniger für die Ionentherapie, also die Krebsbestrahlung mit geladenen Teilchen“, so der Physiker Dr. Thomas Kluge vom...

Alle Focus-News des Innovations-reports >>>

Anzeige

Anzeige

VideoLinks
Industrie & Wirtschaft
Veranstaltungen

12. BusinessForum21-Kongress „Aktives Schadenmanagement"

20.09.2018 | Veranstaltungen

Gesundheitstipps und ein virtueller Tauchgang zu Korallenriffen

20.09.2018 | Veranstaltungen

Internationale Experten der Orthopädietechnik tagen in Göttingen

19.09.2018 | Veranstaltungen

VideoLinks
Wissenschaft & Forschung
Weitere VideoLinks im Überblick >>>
 
Aktuelle Beiträge

Lichtverschmutzung macht Fische mutig

21.09.2018 | Ökologie Umwelt- Naturschutz

Gegen Straßenschmutz im Regenwasser

21.09.2018 | Ökologie Umwelt- Naturschutz

Wie Magnetismus entsteht: Elektronen stärker verbunden als gedacht

21.09.2018 | Physik Astronomie

Weitere B2B-VideoLinks
IHR
JOB & KARRIERE
SERVICE
im innovations-report
in Kooperation mit academics