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Gesundheitsbericht für Deutschland erschienen

18.09.2006
Steigende Lebenserwartung und gute Gesundheit, aber: immer noch zu viele Menschen rauchen, sind zu dick, bewegen sich zu wenig und trinken zu viel Alkohol.

Das sind die Kernaussagen des Gesundheitsberichts "Gesundheit in Deutschland", den das Robert Koch-Institut im Auftrag des Bundesministeriums für Gesundheit jetzt im Rahmen der Gesundheitsberichterstattung des Bundes (GBE) veröffentlicht hat. Sechs Kapitel auf insgesamt 220 Seiten bieten einen allgemeinverständlichen Überblick über die gesundheitliche Situation der Bevölkerung und das Gesundheitswesen in Deutschland und zeichnen Entwicklungen der letzten zehn Jahre auf: Wie steht´s um unsere Gesundheit, welche Faktoren beeinflussen die Gesundheit, was leistet das Gesundheitswesen für Prävention und Gesundheitsförderung, wie haben sich Angebot und Inanspruchnahme in der Gesundheitsvorsorgung verändert, wie viel geben wir für unsere Gesundheit aus, wie können sich Patientinnen und Patienten informieren und an Entscheidungen beteiligen?

"In den vergangenen Jahren hat sich die Gesundheitsberichterstattung des Bundes, die das Robert Koch-Institut in Kooperation mit dem Statistischen Bundesamt durchführt, zu einer unverzichtbaren Informationsquelle über den Gesundheitszustand der Bevölkerung und des Gesundheitswesens entwickelt", sagt Bundesgesundheitsministerin Ulla Schmidt anlässlich der Veröffentlichung. Seit 2001 sind zahlreiche GBE-Hefte, -Schwerpunktberichte und -Beiträge erschienen, die nach der Veröffentlichung kostenlos bestellt werden können und alle im Internet abrufbar sind (www.rki.de).

Der Bericht "Gesundheit in Deutschland" beruht auf den aktuellsten verfügbaren Daten. Es wurden Kapitel aus dem ersten Gesundheitsbericht 1998 aktualisiert, Inhalte aus GBE-Themenheften integriert, Informationslücken geschlossen und neue Themen aufbereitet. Bei der Neuauflage haben Robert Koch-Institut, Statistisches Bundesamt und die Kommission Gesundheitsberichterstattung Wert auf eine gut verständliche und nicht zu wissenschaftliche Sprache gelegt. "Denn Gesundheitsberichterstattung erfolgt nicht zum Selbstzweck, sondern hat zum Ziel, Bürger sowie Akteure des Gesundheitswesens und der Gesundheitspolitik mit Informationen so auszurüsten, dass deren Bemühen um die Gesundheit und die gesundheitliche Versorgung unterstützt und begleitet wird", betonen Bärbel-Maria Kurth, im Robert Koch-Institut Leiterin der Abteilung Epidemiologie und Gesundheitsberichterstattung und Hans-Konrad Selbmann, Leiter der Kommission Gesundheitsberichterstattung, im Vorwort des Berichts.

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Die größte Herausforderung für das Gesundheitssystem liegt in der Alterung der Gesellschaft. Nicht allein Krebserkrankungen, sondern auch Leiden wie Diabetes mellitus, Osteoporose, Schlaganfall und Demenz nehmen mit steigendem Lebensalter zu. Durch den demografischen Wandel relativieren sich daher auch die insgesamt positiven Gesundheitstrends der letzten Jahre. So können die Deutschen zwar mit einem langen - und über lange Zeit in Gesundheit verbrachten - Leben rechnen. Gleichzeitig aber werden zukünftig immer mehr ältere Menschen mit chronischen Krankheiten eine gute Behandlung und Pflege benötigen.

Eine Zusammenfassung und der Bericht selbst sind unter www.rki.de. abrufbar. Der Bericht kann auch kostenlos schriftlich angefordert werden: Robert Koch-Institut, GBE, Seestraße 10, 13353 Berlin, E-Mail gbe@rki.de, Fax 03018-754-3513.

Susanne Glasmacher | idw
Weitere Informationen:
http://www.rki.de

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