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Medikamententherapie für Erhalt der "Manneskraft"

04.09.2006
Neues Konzept dient Potenzsteigerung nach radikaler Prostataentfernung/Spezial-Symposium mit beiden Chefärzten der Martini-Klinik auf dem Urologen-Kongress in Hamburg

Viagra, Levitra und Cialis: drei Medikamente mit einem Wirkungsmechanismus. Sie steigern die Potenz und werden von Männern meist bei Bedarf zur Verbesserung der Erektion eingenommen. Die Martini-Klinik am UKE geht jetzt neue Wege: Das bundesweit einzige Zentrum für die Behandlung ausschließlich von Prostatakrebs setzt diese drei Medikamente für eine gezielte Therapie zur Verbesserung der Potenz ein.

Das Besondere an dieser Methode: Die Medikamentengabe erfolgt bereits prophylaktisch nach der Operation - und nicht wie bislang üblich erst bei akutem Bedarf. Die an der Martini-Klinik durchgeführten Pilotstudien zeigen erste Erfolge auf. Die Potenzraten durch die Medikamententherapie sind um rund 25 Prozent höher als beim Verzicht auf die Tabletten. Chefarzt Privatdozent Dr. Markus Graefen: "Die vorsorgliche Gabe der potenzsteigernden Medikamente in der sehr empfindlichen Phase nach der Operation erhöht die Erektionsfähigkeit deutlich."

Wenn beispielsweise der Potenzerhalt nach der nervschonenden Behandlung bei 70 Prozent liegt, wird durch die regelmäßige Einnahme von Viagra, Levitra und Cialis beinahe die komplette "Manneskraft" wiedererlangt. Graefen: "Wir bieten den Patienten am dritten Tag nach der OP zur Nacht eine Tablette." Anschließend werde eine niedrigdosierte Gabe über sechs Wochen empfohlen, um in der Erholungsphase der Erektionsnerven zu beiden Seiten der Prostata die Potenz zu stärken.

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Mit der erfolgversprechenden Medikamententherapie will die Martini-Klinik den betroffenen Männer vor allem die Angst vor Viagra und ähnlichen Präparaten nehmen. Privatdozent Dr. Markus Graefen: "Schädliche Nebenwirkungen sind trotz gegenteiliger Behauptungen nicht gegeben. Es gibt eher Hinweise, dass Viagra Herzinfarkt entgegen wirkt."

Voraussetzung für die vielversprechende Medikamententherapie an der Martini-Klinik des UKE ist eine erfolgreiche nervschonende Prostatektomie mit dem Erhalt der Erektionsfähigkeit. Chefarzt Professor Dr. Hartwig Huland hat diese anspruchsvolle OP-Methode perfektioniert und gilt als weltweit anerkannter Spezialist auf diesem Gebiet.

Die beiden Chefärzte der Martini-Klinik werden ihre neue Medikamententherapie auf einem Spezial-Symposium am Sonnabend, 23. September 2006, im Rahmen des Deutschen Urologen-Kongresses in Hamburg präsentieren. Die Moderation der von der Klinik ausgerichteten Veranstaltung übernimmt Professor Dr. Hartwig Huland.

Der Kongress ist mit rund 7000 Teilnehmern weltweit die drittgrößte Fachveranstaltung und findet vom 20. bis zum 23. September in der Hansestadt statt. Die Experten des privaten Prostatakrebszentrums werden mit über 15 Beiträgen auf diesem Kongress vertreten sein.

Spezial-Symposium der Martini-Klinik:
"Prophylaxe der erektilen Dysfunktion nach nervschonender Prostatektomie und Brachytherapie: Erarbeitung aktueller Therapieempfehlungen"
Sonnabend, 23. September 2006
10 bis 11.30 Uhr
Saal 4, CCH Congress Center Hamburg
Kongress der Deutschen Gesellschaft für Urologie e.V.
20. bis 23. September 2006
Informationen im Internet unter www.dgu-kongress.de
Für weitere Informationen stehen Ihnen die beiden Chefärzte der Martini-Klinik am UKE gern zur Verfügung.
Sekretariat Prof. Dr. Hartwig Huland, Telefon 040/42803-3442
Sekretariat PD Dr. Markus Graefen, Telefon 040/42803-1313 oder -1318

Dr. Marion Schafft | idw
Weitere Informationen:
http://www.dgu-kongress.de

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