Forum für Wissenschaft, Industrie und Wirtschaft

Hauptsponsoren:     3M 
Datenbankrecherche:

 

Stammzellforscher Oliver Brüstle bleibt in Bonn

11.01.2002


Der Bonner Mediziner Dr. Oliver Brüstle hat den Ruf auf die an der Rheinischen Friedrich-Wilhelms-Universität Bonn neu eingerichtete Professur für "Rekonstruktive Neurobiologie" angenommen. Die Gemeinnützige Hertie-Stiftung hatte den Lehrstuhl im vergangenen Jahr gemeinsam mit der Universität Bonn eingerichtet. Damit wurde diese medizinische Forschungsrichtung erstmals an einer deutschen Universität verankert. In der fünfjährigen Aufbauphase investiert die Stiftung rund 1,75 Millionen Euro in die personelle Besetzung des Lehrstuhls, die Universität stellt eine umfangreiche Grundausstattung und die Laborräume zur Verfügung.

Professor Brüstle begründete seine Entscheidung vor allem mit dem wissenschaftlichen Charme der vor ihm liegenden Aufgabe: "Ich möchte die Chance ergreifen, den völlig neuen Forschungsbereich der rekonstruktiven Neurobiologie aufzubauen, der Biologie der Stammzellen ihre Geheimnisse zu entlocken und damit langfristig neue Perspektiven für die Forschung, aber auch für die Behandlung von Krankheiten zu eröffnen." Die Voraussetzungen dazu seien in Bonn ideal. Professor Brüstle führt dabei vor allem das Projekt "Life & Brain" an, in dem künftig an der Bonner Universität im Bereich der Hirnforschung universitäre und außeruniversitäre Forschungsanstrengungen gebündelt werden sollen. "Mich reizt die Perspektive, diese innovative Plattform von Anfang an mit zu gestalten."

Viele Erkrankungen des Nervensystems wie Parkinson oder multiple Sklerose entstehen durch den irreversiblen Verlust von Gehirnzellen. Professor Brüstles Forschungsinteresse gilt der Möglichkeit des Ersatzes verloren gegangener Nervenzellen durch neue, transplantierte Zellen. Dies ist das Forschungsziel der Rekonstruktiven Neurobiologie, die damit zu den zukunftsweisenden Wissenschaften des 21. Jahrhunderts zählt.

Der Rektor der Universität Bonn, Professor Dr. Klaus Borchard, begrüßt die Entscheidung des Stammzellforschers: "Ich bin froh, einen so brillanten Wissenschaftler in unseren Reihen zu wissen und wünsche Professor Brüstle viel Erfolg bei der Fortsetzung seiner richtungsweisenden Arbeiten." Professor Brüstle habe die richtige Entscheidung getroffen. "Hier in Bonn stimmen die Rahmenbedingungen für diese Forschung, sowohl was die fachwissenschaftliche Basis für neue Projekte angeht, als auch ihre wissenschaftsethische Begleitung", sagte der Rektor.

Dr. Andreas Archut | idw

Weitere Berichte zu: Neurobiologie Stammzellforscher

Weitere Nachrichten aus der Kategorie Medizin Gesundheit:

nachricht Digitaler Zwilling für personalisierte Medizin - Schick den Avatar zum Arzt
12.07.2019 | Empa - Eidgenössische Materialprüfungs- und Forschungsanstalt

nachricht Umfangreiche genetische Studie klärt Transformation von Vorleukämie zur vollständigen Leukämie auf
12.07.2019 | Martin-Luther-Universität Halle-Wittenberg

Alle Nachrichten aus der Kategorie: Medizin Gesundheit >>>

Die aktuellsten Pressemeldungen zum Suchbegriff Innovation >>>

Die letzten 5 Focus-News des innovations-reports im Überblick:

Im Focus: Beschleunigerphysik: Alternatives Material für supraleitende Hochfrequenzkavitäten getestet

Supraleitende Hochfrequenzkavitäten können Elektronenpakete in modernen Synchrotronquellen und Freien Elektronenlasern mit extrem hoher Energie ausstatten. Zurzeit bestehen sie aus reinem Niob. Eine internationale Kooperation hat nun untersucht, welche Vorteile eine Beschichtung mit Niob-Zinn im Vergleich zu reinem Niob bietet.

Zurzeit ist Niob das Material der Wahl, um supraleitende Hochfrequenzkavitäten zu bauen. So werden sie für Projekte wie bERLinPro und BESSY-VSR eingesetzt,...

Im Focus: Künstliche Intelligenz löst Rätsel der Physik der Kondensierten Materie: Was ist die perfekte Quantentheorie?

Für einige Phänomene der Quanten-Vielteilchenphysik gibt es mehrere Theorien. Doch welche Theorie beschreibt ein quantenphysikalisches Phänomen am besten? Ein Team von Forschern der Technischen Universität München (TUM) und der amerikanischen Harvard University nutzt nun erfolgreich künstliche neuronale Netzwerke für die Bildanalyse von Quantensystemen.

Hund oder Katze? Die Unterscheidung ist ein Paradebeispiel für maschinelles Lernen: Künstliche neuronale Netzwerke können darauf trainiert werden Bilder zu...

Im Focus: Artificial neural network resolves puzzles from condensed matter physics: Which is the perfect quantum theory?

For some phenomena in quantum many-body physics several competing theories exist. But which of them describes a quantum phenomenon best? A team of researchers from the Technical University of Munich (TUM) and Harvard University in the United States has now successfully deployed artificial neural networks for image analysis of quantum systems.

Is that a dog or a cat? Such a classification is a prime example of machine learning: artificial neural networks can be trained to analyze images by looking...

Im Focus: Was die Kraftwerke der Zelle in Form hält

Ein Team aus Deutschland und der Schweiz um Professor Oliver Daumke vom MDC hat untersucht, wie ein Protein der Dynamin-Familie die innere Membran der Mitochondrien verformt. Die Ergebnisse, die auch Einblicke in erbliche Erkrankungen des Sehnervs liefern, sind im Journal „Nature“ veröffentlicht.

Mitochondrien sind die Kraftwerke unserer Zellen. Hier wird Energie in Form chemischer Verbindungen wie ATP gewonnen. Um dieser Aufgabe optimal nachgehen zu...

Im Focus: Knobeln auf dem Quanten-Schachbrett

Physiker der Universität Innsbruck schlagen ein neues Modell vor, mit dem die Überlegenheit von Quantencomputern gegenüber klassischen Supercomputern bei der Lösung von Optimierungsaufgaben gezeigt werden könnte. Sie demonstrieren in einer aktuellen Arbeit, dass schon wenige Quantenteilchen genügen würden, um das mathematisch schwierige Damenproblem im Schach auch für größere Schachbretter zu lösen.

Das Damenproblem ist eine schachmathematische Aufgabe, die schon den großen Mathematiker Carl Friedrich Gauß beschäftigt hat, für die er aber erstaunlicher...

Alle Focus-News des Innovations-reports >>>

Anzeige

Anzeige

VideoLinks
Industrie & Wirtschaft
Veranstaltungen

Auswandern auf Terra-2?

15.07.2019 | Veranstaltungen

Hallo Herz! Wie kommuniziert welches Organ mit dem Herzen?

12.07.2019 | Veranstaltungen

Schwarze Löcher und unser Navi im Kopf: Wissenschaftsshow im Telekom Dome in Bonn

11.07.2019 | Veranstaltungen

VideoLinks
Wissenschaft & Forschung
Weitere VideoLinks im Überblick >>>
 
Aktuelle Beiträge

Auswandern auf Terra-2?

15.07.2019 | Veranstaltungsnachrichten

Beschleunigerphysik: Alternatives Material für supraleitende Hochfrequenzkavitäten getestet

15.07.2019 | Physik Astronomie

Verfahren zum Patent angemeldet: Katalysator-Herstellung in einem Schritt

15.07.2019 | Verfahrenstechnologie

Weitere B2B-VideoLinks
IHR
JOB & KARRIERE
SERVICE
im innovations-report
in Kooperation mit academics