Forum für Wissenschaft, Industrie und Wirtschaft

Hauptsponsoren:     3M 
Datenbankrecherche:

 

Demenz - vom Tabu zur Akzeptanz

06.12.2001


Merz + Co gründet das Zukunftsforum Demenz

Die Demenz zählt noch immer zu den großen Tabuthemen unserer Gesellschaft. Wer will sich schon mit dem Gedanken beschäftigen, dass man den Verstand verlieren könnte? Oder den Problemen, die sich aus einem solchen Pflegefall in der Familie ergeben? Aber genau diese Probleme haben heute in Deutschland die etwa 1 - 1,2 Millionen Demenz-Patienten und ihre Familien. Gelöst werden diese Probleme heute nur sehr unzureichend. Es gibt noch immer Defizite bei der Diagnose sowie bei der Therapie und Betreuung der Demenz-Kranken. Übrigens ist die Demenz vom Alzheimer Typ mit etwa 50 Prozent die häufigste Demenzform.

Merz + Co stellte heute mit einer Pressekonferenz in Berlin das neu gegründete Zukunftsforum Demenz der Öffentlichkeit vor. Dieses soll dazu beitragen, Informationsdefizite abzubauen, um auf diese Weise die Qualität der Versorgung der Demenz-Kranken und der sie betreuenden Angehörigen zu verbessern.

Als beratendes Gremium wird dem Zukunftsforum Demenz ein Kreis ausgewiesener und anerkannter Experten als Beirat zu Seite gestellt.

Angesichts der demographischen Entwicklung stellt die Erkrankung Demenz eine gesellschaftliche Herausforderung dar. Schließlich werden die Deutschen immer älter, und mit zunehmendem Alter steigt das Risiko an einer Demenz zu erkranken. Es werden also in Zukunft immer mehr Demenz-Kranke zu versorgen sein. Und das obwohl bereits jetzt die heute Erkrankten oft zu spät diagnostiziert und somit nur unzureichend behandelt werden.

Diese Versorgungsqualität zu verbessern hat sich das neu gegründete Zukunftsforums Demenz - eine Initiative von MERZ + Co - zur Aufgabe gemacht.

Eine gute Versorgung kranker Menschen ist ein Ergebnis des erfolgreichen Zusammenwirkens von ärztlicher, therapeutischer und pflegerischer Leistung, der Pharmakotherapie so wie des Engagements der betroffenen Angehörigen.

Auf all diesen Ebenen bestehen noch deutliche Defizite: niedergelassene Ärzte werden durch Budgetsteuerung in ihren diagnostischen und therapeutischen Maßnahmen eingeengt, die Zahl qualifizierter Alten-Pflegekräfte ist unzureichend. Die pflegenden Angehörigen werden mit ihren Problemen oftallein gelassen und bekommen nur unzureichend Informationen über Therapie und Verlauf der Erkrankung sowie über Beratungs- und Hilfeeinrichtungen.

Heute ist es bereits möglich, Demenzen im Frühstadium zu erkennen und auf definierte zugrunde liegende Erkrankungen zurückzuführen. Besonders wichtig ist es, die vorhandenen therapeutischen Möglichkeiten möglichst frühzeitig zu nutzen und deren Effekte zu überwachen. Leider werden diese Möglichkeiten in der medizinischen Praxis viel zu wenig genutzt.

Das Zukunftsforum Demenz soll dazu beitragen, Informationsdefizite abzubauen, um auf diese Weise die Qualität der Versorgung zu verbessern. Es soll aber auch Einfluss auf die Verantwortlichen in Politik und Selbstverwaltung nehmen, um adäquate Rahmenbedingungen für die Verbesserung der Versorgungsqualität zu schaffen.

Diese neue Plattform soll sich als ein weit gefächertes Dialogforum für relevanten Zielgruppen präsentieren. Zu diesen Gruppen gehören vor allem die Fachöffentlichkeit, die kassenärztlichen Vereinigungen, die Krankenkassen, die Gesundheitspolitik sowie die Gruppierungen der betreuenden Angehörigen. Außerdem wird das Forum die Kommunikation mit diesen Gruppen, der interessierten Öffentlichkeit und den Medien intensiv fördern.

Das Zukunftsforum Demenz wird die Qualität in der Diagnostik, Behandlung und Versorgung Demenzkranker ebenso thematisieren, wie die Darstellung der gesundheitsökonomischen Bedeutung einer effizienten Versorgung der Erkrankten. Insgesamt hat sich die Initiative das Ziel gesetzt, die Lebensqualität Demenzkranker und deren Angehörigen nachhaltig zu verbessern.

Ein Kreis anerkannter Experten aus verschiedenen Fachrichtungen wird dem Zukunftsforum Demenz als Beirat zur Seite gestellt. Dieser wissenschaftlich-geundheitsökonomische Beirat soll ein beratendes und unterstützendes Gremium für die Strategie- und Zielsetzung so wie für die Umsetzung der geplanten Aktivitäten bilden. Vorsitzender des Beirates ist Professor Dr. med. Ingo Füsgen, Ärztlicher Direktor der Geriatrischen Kliniken Wuppertal, mit einem Lehrstuhl für Geriatrie der Universität Witten-Herdecke.

Merz + Co will als engagierter und verantwortlicher Partner im Gesundheitswesen mit Gründung der Initiative die Bedeutung der Volkskrankheit Demenz der breiten Öffentlichkeit bewusst machen so wie die Qualität der Versorgung Demenzkranker nachhaltig verbessern.

Dr. med. Harel Seidenwerg |

Weitere Berichte zu: Demenzkranker

Weitere Nachrichten aus der Kategorie Medizin Gesundheit:

nachricht Fettsäuremangel an Serotoninrezeptoren kann Depressionen auslösen
11.09.2019 | Medizinische Hochschule Hannover

nachricht Mit Simulationen gegen den Knochenschwund
11.09.2019 | Technische Hochschule Nürnberg Georg Simon Ohm

Alle Nachrichten aus der Kategorie: Medizin Gesundheit >>>

Die aktuellsten Pressemeldungen zum Suchbegriff Innovation >>>

Die letzten 5 Focus-News des innovations-reports im Überblick:

Im Focus: Womit werden wir morgen kühlen?

Wissenschaftler bewerten das Potenzial von Werkstoffen für die magnetische Kühlung

Für das Jahr 2060 erwarten Zukunftsforscher einen Paradigmenwechsel beim globalen Energiekonsum: Erstmals wird die Menschheit mehr Energie zum Kühlen aufwenden...

Im Focus: Tomorrow´s coolants of choice

Scientists assess the potential of magnetic-cooling materials

Later during this century, around 2060, a paradigm shift in global energy consumption is expected: we will spend more energy for cooling than for heating....

Im Focus: The working of a molecular string phone

Researchers from the Department of Atomically Resolved Dynamics of the Max Planck Institute for the Structure and Dynamics of Matter (MPSD) at the Center for Free-Electron Laser Science in Hamburg, the University of Potsdam (both in Germany) and the University of Toronto (Canada) have pieced together a detailed time-lapse movie revealing all the major steps during the catalytic cycle of an enzyme. Surprisingly, the communication between the protein units is accomplished via a water-network akin to a string telephone. This communication is aligned with a ‘breathing’ motion, that is the expansion and contraction of the protein.

This time-lapse sequence of structures reveals dynamic motions as a fundamental element in the molecular foundations of biology.

Im Focus: Meilensteine auf dem Weg zur Atomkern-Uhr

Zwei Forschungsteams gelang es gleichzeitig, den lang gesuchten Kern-Übergang von Thorium zu messen, der extrem präzise Atomkern-Uhren ermöglicht. Die TU Wien ist an beiden beteiligt.

Wenn man die exakteste Uhr der Welt bauen möchte, braucht man einen Taktgeber, der sehr oft und extrem präzise tickt. In einer Atomuhr nutzt man dafür die...

Im Focus: Milestones on the Way to the Nuclear Clock

Two research teams have succeeded simultaneously in measuring the long-sought Thorium nuclear transition, which enables extremely precise nuclear clocks. TU Wien (Vienna) is part of both teams.

If you want to build the most accurate clock in the world, you need something that "ticks" very fast and extremely precise. In an atomic clock, electrons are...

Alle Focus-News des Innovations-reports >>>

Anzeige

Anzeige

VideoLinks
Industrie & Wirtschaft
Veranstaltungen

Technomer 2019 - Kunststofftechniker treffen sich in Chemnitz

16.09.2019 | Veranstaltungen

„Highlights der Physik“ eröffnet

16.09.2019 | Veranstaltungen

Die Digitalisierung verändert die Medizin

13.09.2019 | Veranstaltungen

VideoLinks
Wissenschaft & Forschung
Weitere VideoLinks im Überblick >>>
 
Aktuelle Beiträge

Neuer Probenhalter für die Proteinkristallographie

16.09.2019 | Biowissenschaften Chemie

Warum die Erdatmosphäre viel Sauerstoff enthält

16.09.2019 | Geowissenschaften

Wissenschaftler erforschen Produktentstehungsprozesse in neuem Innovationslabor

16.09.2019 | Informationstechnologie

Weitere B2B-VideoLinks
IHR
JOB & KARRIERE
SERVICE
im innovations-report
in Kooperation mit academics