Forum für Wissenschaft, Industrie und Wirtschaft

Hauptsponsoren:     3M 
Datenbankrecherche:

 

Chirurgen aus ganz Europa trainieren in Heidelberg den schonenden Hüftersatz

05.05.2006


Orthopädische Universitätsklinik Heidelberg bildet in minimal-invasiver Implantationstechnik aus / Anspruchsvolle Operation erfordert Schulung



Jedes Jahr erhalten in Deutschland etwa 160.000 Menschen ein künstliches Hüftgelenk. Immer häufiger kommt dabei ein neues schonendes Operationsverfahren zum Einsatz: Der Hautschnitt ist klein, die Muskeln müssen nicht durchtrennt werden, und die Patienten sind nach der Operation schneller wieder auf den Beinen. Doch verlangt dieses Verfahren besonderes Geschick vom Operateur - und ein intensives Training in der neuen Technik.

... mehr zu:
»Implantation


Eine fundierte Weiterbildung für Klinikärzte der Orthopädie und Unfallchirurgie in Bereich der minimal-invasiven Implantationstechniken bietet die Orthopädische Universitätsklinik Heidelberg an, die seit 2004 erfolgreich die Technik einsetzt. Der nächste Workshop, an dem Fachärzte aus ganz Europa teilnehmen, findet am 9. /10. Mai 2006 in Heidelberg statt. Dabei haben die Orthopädischen Chirurgen die Möglichkeit, die Operationstechniken an anatomischen Präparaten zu erlernen.

Weniger Blutverlust und Schmerzen, rasche Mobilisierung des Patienten

Für den wissenschaftlichen Leiter, Privatdozent Dr. Dominik Parsch, Leitender Oberarzt der Orthopädischen Universitätsklinik, ist der Workshop unverzichtbarer Bestandteil der fachlichen Weiterbildung: "Jeder Operateur - sei er auch noch so erfahren - sollte vor der ersten minimal invasiven Implantation eines Hüftgelenks ein intensives Training durchlaufen."

"Die verkleinerten Hautschnitte sind nicht das Entscheidende", erklärt Professor Dr. Volker Ewerbeck, Ärztlicher Direktor der Klinik, "die eigentlichen Vorteile liegen in der Schonung des tiefer liegenden Gewebes." Je weniger Muskeln bei der Implantation eines künstlichen Gelenks verletzt werden, desto geringer fallen in der Regel Blutverlust und Schmerzen aus. Schnellere Mobilität und raschere Rehabilitation der Patienten sind möglich.

Warnung vor übereilter Euphorie beim Einsatz schonender Verfahren

Dennoch warnen Professor Ewerbeck und Dr. Parsch vor übereilter Euphorie auf Seiten der Mediziner und Patienten: "Der Trend zu weniger invasiven Verfahren kann dazu führen, dass die neuen Techniken zu schnell und unkontrolliert eingeführt werden. Auch sind die Verfahren zwar für einige Patienten sehr gut, aber längst nicht für alle geeignet."

Der Heidelberger Workshop soll dazu beitragen, feste Ausbildungsstandards zu sichern. Unterstützt wird das Heidelberger Chirurgen-Training durch das "Zimmer Institute" des Medizintechnik-Unternehmens Zimmer Germany GmbH. In Kooperation mit renommierten akademischen Einrichtungen betreibt Zimmer Trainingszentren auf der ganzen Welt.

Die Orthopädische Universitätsklinik Heidelberg implantiert jährlich über 500 Hüft- und etwa 400 Kniegelenke. In Ergänzung zum Klinikalltag und der wissenschaftlichen Forschung und Lehre veranstaltet die Klinik zahlreiche nationale sowie internationale Kongresse und Weiterbildungsseminare. Der Workshop ist fester Bestandteil des Aus- und Weiterbildungskonzeptes von Fachärzten und Spezialisten im gesamten Fachbereich der Orthopädischen Chirurgie.

Ansprechpartner:
Privatdozent Dr. Dominik Parsch
Leitender Oberarzt der Orthopädischen Universitätsklinik Heidelberg
Tel.: 06221 / 96 6346
Fax: 06221 / 96 6347
E-Mail: dominik.parsch@ok.uni-heidelberg.de

Professor Dr. Volker Ewerbeck
Ärztlicher Direktor der Orthopädischen Universitätsklinik Heidelberg
Telefon (Sekretariat) 06221 / 96 6302

Dr. Annette Tuffs | idw
Weitere Informationen:
http://www.orthopaedie.uni-hd.de/

Weitere Berichte zu: Implantation

Weitere Nachrichten aus der Kategorie Medizin Gesundheit:

nachricht MHH-Forscher entdeckt: Ein Muskelprotein hilft bei der Eizellteilung
14.10.2019 | Medizinische Hochschule Hannover

nachricht Forscher entschlüsseln Wirkung von Ebola-Impfstoff - Virologen der Uniklinik Köln identifizieren neue Antikörper
08.10.2019 | Uniklinik Köln

Alle Nachrichten aus der Kategorie: Medizin Gesundheit >>>

Die aktuellsten Pressemeldungen zum Suchbegriff Innovation >>>

Die letzten 5 Focus-News des innovations-reports im Überblick:

Im Focus: Freiburger Forschenden gelingt die erste Synthese eines kationischen Tetraederclusters in Lösung

Hauptgruppenatome kommen oft in kleinen Clustern vor, die neutral, negativ oder positiv geladen sein können. Das bekannteste neutrale sogenannte Tetraedercluster ist der weiße Phosphor (P4), aber darüber hinaus sind weitere Tetraeder als Substanz isolierbar. Es handelt sich um Moleküle aus vier Atomen, deren räumliche Anordnung einem Tetraeder aus gleichseitigen Dreiecken entspricht. Bisher waren neben mindestens sechs neutralen Versionen wie As4 oder AsP3 eine Vielzahl von negativ geladenen Tetraedern wie In2Sb22– bekannt, jedoch keine kationischen, also positiv geladenen Varianten.

Ein Team um Prof. Dr. Ingo Krossing vom Institut für Anorganische und Analytische Chemie der Universität Freiburg ist es gelungen, diese positiv geladenen...

Im Focus: Die schnellste Ameise der Welt - Wüstenflitzer haben kurze Beine, aber eine perfekte Koordination

Silberameisen gelten als schnellste Ameisen der Welt - obwohl ihre Beine verhältnismäßig kurz sind. Daher haben Forschende der Universität Ulm den besonderen Laufstil dieses "Wüstenflitzers" auf einer Ameisen-Rennstrecke ergründet. Veröffentlicht wurde diese Entdeckung jüngst im „Journal of Experimental Biology“.

Sie geht auf Nahrungssuche, wenn andere Siesta halten: Die saharische Silberameise macht vor allem in der Mittagshitze der Sahara und in den Wüsten der...

Im Focus: Fraunhofer FHR zeigt kontaktlose, zerstörungsfreie Qualitätskontrolle von Kunststoffprodukten auf der K 2019

Auf der K 2019, der Weltleitmesse für die Kunststoff- und Kautschukindustrie vom 16.-23. Oktober in Düsseldorf, demonstriert das Fraunhofer-Institut für Hochfrequenzphysik und Radartechnik FHR das breite Anwendungsspektrum des von ihm entwickelten Millimeterwellen-Scanners SAMMI® im Kunststoffbereich. Im Rahmen des Messeauftritts führen die Wissenschaftler die vielseitigen Möglichkeiten der Millimeterwellentechnologie zur kontaktlosen, zerstörungsfreien Prüfung von Kunststoffprodukten vor.

Millimeterwellen sind in der Lage, nicht leitende, sogenannte dielektrische Materialien zu durchdringen. Damit eigen sie sich in besonderem Maße zum Einsatz in...

Im Focus: Solving the mystery of quantum light in thin layers

A very special kind of light is emitted by tungsten diselenide layers. The reason for this has been unclear. Now an explanation has been found at TU Wien (Vienna)

It is an exotic phenomenon that nobody was able to explain for years: when energy is supplied to a thin layer of the material tungsten diselenide, it begins to...

Im Focus: Rätsel gelöst: Das Quantenleuchten dünner Schichten

Eine ganz spezielle Art von Licht wird von Wolfram-Diselenid-Schichten ausgesandt. Warum das so ist, war bisher unklar. An der TU Wien wurde nun eine Erklärung gefunden.

Es ist ein merkwürdiges Phänomen, das jahrelang niemand erklären konnte: Wenn man einer dünnen Schicht des Materials Wolfram-Diselenid Energie zuführt, dann...

Alle Focus-News des Innovations-reports >>>

Anzeige

Anzeige

VideoLinks
Industrie & Wirtschaft
Veranstaltungen

VR-/AR-Technologien aus der Nische holen

18.10.2019 | Veranstaltungen

Ein Marktplatz zur digitalen Transformation

18.10.2019 | Veranstaltungen

Wenn der Mensch auf Künstliche Intelligenz trifft

17.10.2019 | Veranstaltungen

VideoLinks
Wissenschaft & Forschung
Weitere VideoLinks im Überblick >>>
 
Aktuelle Beiträge

Atombilder zeigen ungewöhnlich viele Nachbarn für einige Sauerstoffatome

21.10.2019 | Physik Astronomie

Bioprinting: Lebende Zellen im 3D-Drucker

21.10.2019 | Biowissenschaften Chemie

Freiburger Forschenden gelingt die erste Synthese eines kationischen Tetraederclusters in Lösung

21.10.2019 | Biowissenschaften Chemie

Weitere B2B-VideoLinks
IHR
JOB & KARRIERE
SERVICE
im innovations-report
in Kooperation mit academics