Forum für Wissenschaft, Industrie und Wirtschaft

Hauptsponsoren:     3M 
Datenbankrecherche:

 

Bluthochdruck und Diabetes gefährden auch die Nieren

26.04.2006


Für jeden Patienten mit Bluthochdruck oder Diabetes sei auch der Besuch beim Nephrologen wichtig. Nur so lasse sich eine nachhaltige Schädigung der Nieren oder ein dauerhaftes Versagen dieser Organe verhindern. Das betont Professor Christoph Wanner, Leiter der Nephrologie an der Medizinischen Klinik I der Universität Würzburg, im Vorfeld einer Tagung.



Vielen Menschen ist der Nephrologe als Facharzt für Nieren- und Hochdruckerkrankungen noch kein Begriff. Gerade aber für Patienten mit Bluthochdruck und Diabetes kann dieser Spezialist zum wichtigen Ansprechpartner werden: "Bluthochdruck und Zuckerkrankheit sind nämlich die Hauptursachen für chronische Nierenleiden. Deshalb gehört der Besuch beim Nephrologen zur Behandlung dieser Erkrankungen dazu", so Wanner anlässlich des 3. Würzburger KfH-Symposiums Nephrologie, das vom 5. bis 6. Mai im Zentrum für Operative Medizin (ZOM) stattfindet.

... mehr zu:
»Bluthochdruck »Diabetes »Dialyse »Niere


"An die Nieren denkt man häufig nicht zuerst. Sie tun nicht weh. Einen Nephrologen erst zu konsultieren, wenn sich schon Nierenfunktionsstörungen zeigen, ist zu spät. Dann ist meist schon viel verloren, denn geschädigte Nieren lassen sich nicht heilen," erklärt Hans Joachim Tönnis, Leiter des KfH-Bildungszentrums und Veranstalter des Symposiums. Er und Wanner sehen sich mit ihren Kollegen in der Pflicht, die Zusammenarbeit mit den Hausärzten noch mehr auszuweiten. Außerdem wollen die Spezialisten das Wissen über die Ursachen und Folgen von Nierenerkrankungen noch stärker allgemein bekannt machen.

Das KfH-Bildungszentrum veranstaltet sein Symposium in Würzburg zum dritten Mal gemeinsam mit der Universitätsklinik. Themen sind diesmal die Diagnostik und Therapie spezieller Nierenkrankheiten sowie die Behandlung von Blutarmut, die Folge einer Nierenerkrankung sein kann. Weiterhin geht es um die Behandlung von Nierenschäden, die durch Arzneimittel hervorgerufen werden können. Erwartet werden rund 130 Nephrologen aus dem gesamten Bundesgebiet.

Das KfH-Kuratorium für Dialyse und Nierentransplantation ist ein gemeinnütziger, eingetragener Verein, der bundesweit über 200 Nierenzentren betreibt. Dabei handelt es sich um spezialisierte Behandlungseinrichtungen für Patienten mit Nieren- und Hochdruckkrankheiten. Der Schwerpunkt liegt auf der Behandlung chronisch nierenkranker Menschen.

Das KfH beschäftigt über 6.000 Mitarbeiter, darunter mehr als 1.000 Nephrologen. In Würzburg ist es seit über 30 Jahren vertreten; sein Nierenzentrum befindet sich seit 1993 in unmittelbarer Nähe zur Universitätsklinik am Hans-Brandmann-Weg 1. Geleitet wird es von den Professoren Udo Bahner und Markus Teschner.

Weitere Informationen: Bildungszentrum des KfH-Kuratoriums für Dialyse und Nierentransplantation e.V., Dr. Hans Joachim Tönnis, T (0 61 02) 395-782.

Robert Emmerich | idw
Weitere Informationen:
http://www.uni-wuerzburg.de

Weitere Berichte zu: Bluthochdruck Diabetes Dialyse Niere

Weitere Nachrichten aus der Kategorie Medizin Gesundheit:

nachricht Humane Papillomviren programmieren ihre Wirtszellen um und begünstigen so die Hautkrebsentstehung
12.12.2019 | Wilhelm Sander-Stiftung

nachricht Forscher untersuchen Rolle der Zellmembran bei der Entstehung chronischer Krankheiten
10.12.2019 | Universität des Saarlandes

Alle Nachrichten aus der Kategorie: Medizin Gesundheit >>>

Die aktuellsten Pressemeldungen zum Suchbegriff Innovation >>>

Die letzten 5 Focus-News des innovations-reports im Überblick:

Im Focus: Cheers! Maxwell's electromagnetism extended to smaller scales

More than one hundred and fifty years have passed since the publication of James Clerk Maxwell's "A Dynamical Theory of the Electromagnetic Field" (1865). What would our lives be without this publication?

It is difficult to imagine, as this treatise revolutionized our fundamental understanding of electric fields, magnetic fields, and light. The twenty original...

Im Focus: Hochgeladenes Ion bahnt den Weg zu neuer Physik

In einer experimentell-theoretischen Gemeinschaftsarbeit hat am Heidelberger MPI für Kernphysik ein internationales Physiker-Team erstmals eine Orbitalkreuzung im hochgeladenen Ion Pr9+ nachgewiesen. Mittels einer Elektronenstrahl-Ionenfalle haben sie optische Spektren aufgenommen und anhand von Atomstrukturrechnungen analysiert. Ein hierfür erwarteter Übergang von nHz-Breite wurde identifiziert und seine Energie mit hoher Präzision bestimmt. Die Theorie sagt für diese „Uhrenlinie“ eine sehr große Empfindlichkeit auf neue Physik und zugleich eine extrem geringe Anfälligkeit gegenüber externen Störungen voraus, was sie zu einem einzigartigen Kandidaten zukünftiger Präzisionsstudien macht.

Laserspektroskopie neutraler Atome und einfach geladener Ionen hat während der vergangenen Jahrzehnte Dank einer Serie technologischer Fortschritte eine...

Im Focus: Highly charged ion paves the way towards new physics

In a joint experimental and theoretical work performed at the Heidelberg Max Planck Institute for Nuclear Physics, an international team of physicists detected for the first time an orbital crossing in the highly charged ion Pr⁹⁺. Optical spectra were recorded employing an electron beam ion trap and analysed with the aid of atomic structure calculations. A proposed nHz-wide transition has been identified and its energy was determined with high precision. Theory predicts a very high sensitivity to new physics and extremely low susceptibility to external perturbations for this “clock line” making it a unique candidate for proposed precision studies.

Laser spectroscopy of neutral atoms and singly charged ions has reached astonishing precision by merit of a chain of technological advances during the past...

Im Focus: Ultrafast stimulated emission microscopy of single nanocrystals in Science

The ability to investigate the dynamics of single particle at the nano-scale and femtosecond level remained an unfathomed dream for years. It was not until the dawn of the 21st century that nanotechnology and femtoscience gradually merged together and the first ultrafast microscopy of individual quantum dots (QDs) and molecules was accomplished.

Ultrafast microscopy studies entirely rely on detecting nanoparticles or single molecules with luminescence techniques, which require efficient emitters to...

Im Focus: Wie Graphen-Nanostrukturen magnetisch werden

Graphen, eine zweidimensionale Struktur aus Kohlenstoff, ist ein Material mit hervorragenden mechanischen, elektronischen und optischen Eigenschaften. Doch für magnetische Anwendungen schien es bislang nicht nutzbar. Forschern der Empa ist es gemeinsam mit internationalen Partnern nun gelungen, ein in den 1970er Jahren vorhergesagtes Molekül zu synthetisieren, welches beweist, dass Graphen-Nanostrukturen in ganz bestimmten Formen magnetische Eigenschaften aufweisen, die künftige spintronische Anwendungen erlauben könnten. Die Ergebnisse sind eben im renommierten Fachmagazin Nature Nanotechnology erschienen.

Graphen-Nanostrukturen (auch Nanographene genannt) können, je nach Form und Ausrichtung der Ränder, ganz unterschiedliche Eigenschaften besitzen - zum Beispiel...

Alle Focus-News des Innovations-reports >>>

Anzeige

Anzeige

VideoLinks
Industrie & Wirtschaft
Veranstaltungen

Analyse internationaler Finanzmärkte

10.12.2019 | Veranstaltungen

QURATOR 2020 – weltweit erste Konferenz für Kuratierungstechnologien

04.12.2019 | Veranstaltungen

Die Zukunft der Arbeit

03.12.2019 | Veranstaltungen

VideoLinks
Wissenschaft & Forschung
Weitere VideoLinks im Überblick >>>
 
Aktuelle Beiträge

Neue Hefe-Spezies in Braunschweig entdeckt

12.12.2019 | Biowissenschaften Chemie

Humane Papillomviren programmieren ihre Wirtszellen um und begünstigen so die Hautkrebsentstehung

12.12.2019 | Medizin Gesundheit

Urbane Gärten: Wie Agrarschädlinge von Städten profitieren

12.12.2019 | Biowissenschaften Chemie

Weitere B2B-VideoLinks
IHR
JOB & KARRIERE
SERVICE
im innovations-report
in Kooperation mit academics