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Alter schützt nicht vor Allergien

20.04.2006


Hohe Konzentration von Allergenen kann Allergie jederzeit hervorrufen



Allergien können in jedem Lebensalter auftreten, auch bei Erwachsenen, die bisher nicht zu leiden hatten, schreibt die New York Times in ihrer aktuellen Ausgabe. Meist wird angenommen, dass man Allergien in der Kindheit entwickelt und dann sein ganzes Leben darunter zu leiden hat, doch "man kann auch mit 70 noch neue Pollenallergien bekommen", meint Erika Jensen-Jarolim, Vorstandsmitglied der Österreichischen Gesellschaft für Allergologie und Immunologie im pressetext Gespräch.

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Erwachsene Allergiker, bei denen die Krankheit erstmals auftritt, haben oft schon in früher Kindheit eine Periode erlebt, in der die Allergie auftrat. Bei Kindern fallen Allergien jedoch manchmal nicht auf und vergehen mit der Zeit von selbst. Im Erwachsenenalter können diese jedoch überraschend wieder zum Ausbruch kommen. Einige erwachsene Allergiker litten jedoch nie zuvor unter ihrer Krankheit. Das ist wahrscheinlich darauf zurück zu führen, dass sie noch nie einer hohen Konzentration von Allergenen ausgesetzt waren. Durch ein neues Haustier oder einen Umzug kann die Allergie zum Ausbruch kommen. "Pollen im Stadtbereich sind gefährlicher als im Landbereich, da sie sich mit Dieselpartikeln verbinden", erklärt Jensen-Jarolim. Auch ein geschwächtes Immunsystem begünstigt die Entwicklung einer Allergie.

In Österreich leidet rund ein Viertel der Menschen unter einer Pollenallergie. Ein Anstieg der Allergien ist auch durch die Ausbreitung der Pflanze Ragweed zu erwarten, das ursprünglich aus den USA kommt. Einige Leute, die vorher noch gar keine Allergie hatten, könnten darauf allergisch reagieren, meint Jensen-Jarolim.

Als Grund für den allgemeinen Anstieg von Allergien in der Bevölkerung wird die Tatsache angenommen, dass sich unsere Immunsysteme nicht ausgewogen entwickeln, da wir im Kleinkindalter zu gut vor Krankheiten geschützt werden. Impfungen, Medikamente und sauberes Essen können daher die Entwicklung von Allergien fördern. Auch die steigende Umweltverschmutzung ist einer der Gründe für Allergien. Die Verschmutzung in Innenräumen stelle jedoch ein größeres Problem dar für Menschen in hoch entwickelten Ländern, die oft nur 10 Prozent ihrer Zeit im Freien verbringen, meint Andrea T. Borchers von der University of California im Interview mit der New York Times.

Kristina Sam | pressetext.austria
Weitere Informationen:
http://www.oegai.org

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