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Gütesiegel: Herzsicherer Betrieb

23.01.2006


Metropole Ruhr startet Initiative gegen den Plötzlichen Herztod am Arbeitsplatz

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Unter dem Titel "Betriebliche Initiative gegen den Plötzlichen Herztod in der Metropole Ruhr" startete jetzt im Institut Arbeit und Technik (IAT/Gelsenkirchen) die erste ruhrgebietsweite Initiative zur Senkung Herz-Kreislauf bedingter Todesfälle am Arbeitsplatz. Ziel der vom Verein pro Ruhrgebiet gemeinsam mit dem Gesundheitsverbund MedEcon Ruhr gegründeten Initiative ist es, möglichst viele Unternehmen der Region mit Defibrillatoren auszustatten, um so einen ersten Beitrag für "Herzsichere Arbeitsplätze" zu leisten. Defibrillatoren ermöglichen mittels Elektroschock eine Stimulans der Herzfrequenz, durch die die ansonsten tödlichen Folgen des Plötzlichen Herztodes, einem meist tödlich endenden Herzstillstand, abgewendet werden können.

Hintergrund: Rund 7.000 Menschen erleiden pro Jahr an der Ruhr den Plötzlichen Herztod; mehr als bundesweit in Verkehrsunfällen sterben. Insbesondere am Arbeitsplatz, wo vielfach Stress und Bewegungsmangel zusammenkommen, besteht ein erhöhtes Gesundheitsrisiko. Kommt es zu einer entsprechenden Herzattacke, verringern sich die Überlebenschancen der Betroffenen pro Minute um etwa 7-10 Prozent. Mit der Stationierung und dem Einsatz externer Defibrillatoren zur Primärversorgung in den Unternehmen können so im Kampf gegen die Uhr lebensentscheidende Minuten gewonnen werden. Das Handling der automatisierten Geräte ist dabei bewusst einfach gehalten und auf die Anwendung durch geschulte Mitarbeiter ausgerichtet. Kosten für Ausstattung, Installation und Schulung liegen für die Betriebe bei ca. 2.000 Euro.


Ziel der Initiative ist es, Unternehmen und Mitarbeiter in der Ruhr-Region für das Thema Plötzlicher Herztod zu sensibilisieren und die bestehenden Ansätze der Region zusammenzuführen. Bereits zum Auftakt der Initiative gegen den Plötzlichen Herztod am Arbeitsplatz haben sich mehr als ein Dutzend Unternehmen für eine Beteiligung an der Maßnahme entschieden. Geplant ist, Beteiligungen an der Kampagne öffentlichkeitswirksam mit der Verleihung eines Gütesiegels "Herzsicher Betrieb" zu honorieren. "Wir hoffen, für die kommenden Monate auf eine Vielzahl von Unternehmen, die Interesse zeigen", so Projektkoordinatorin Michaela Evans vom Institut Arbeit und Technik.

Die Federführung der Initiative liegt beim Verein pro Ruhrgebiet (VpR), der sich als Netzwerk von über 350 regionalen Unternehmen seit 25 Jahren für den Stukturwandel an der Ruhr engagiert. MedEcon Ruhr hat als Dachmarke und Koordinierungsstelle der Gesundheitswirtschaft an der Ruhr im Jahr 2005 das Projekt "Herzensangelegenheiten im Revier" ins Leben gerufen. Ziel dessen ist eine Senkung der regional überdurchschnittlich hohen Erkrankungs- und Todesfälle aufgrund von Herz-Kreislauf- Beschwerden. Die "Betriebliche Initiative zur Bekämpfung des Plötzlichen Herztodes" markiert dabei einen zentralen Baustein innerhalb der Bemühungen zur Stärkung der kardiologischen Prävention und zur Verbesserung der Versorgungsstrukturen an der Ruhr.

Kontakt: Christine Schwab, pro Ruhrgebiet, Semperstr. 51, 45138 Essen, Telefon: 0201 /8941523, Fax: 0201 / 8941510, Mail schwab@proruhrgebiet.de,

Für weitere Fragen steht
Ihnen zur Verfügung:
Michaela Evans
Durchwahl: 0209/1707-121

Pressereferentin
Claudia Braczko
Munscheidstraße 14
45886 Gelsenkirchen
Tel.: +49-209/1707-176
Fax: +49-209/1707-110
E-Mail: braczko@iatge.de
info@iatge.de

Claudia Braczko | idw
Weitere Informationen:
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