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"Potenzmittel" therapiert Lungenkranke

24.11.2005


Internistenkongress 2006 setzt auf regenerative Medizin: Neue Therapien für bislang unheilbar Lungenkranke



Ein ursprünglich als Potenzmittel entwickeltes Medikament (Sildenafil; Viagra®) hilft Patienten mit bislang nicht therapierbarem Lungenhochdruck. Dies zeigen Untersuchungen der Arbeitsgruppe von Dr. Ardeschir Ghofrani und Professor Friedrich Grimminger am Lungenzentrum Gießen (UGLC, University Giessen Lung Center). Weitergehende Untersuchungen belegen, dass unter diesem Ansatz nicht nur verengte Lungengefäße funktionell erweitert werden, sondern dass krankhafte Gefäßumbauprozesse rückgebildet werden. Dieses ist auf dem Gebiet der Lungenerkrankungen ein konkreter Einstieg in die regenerative Medizin, die den Wiederaufbau physiologischer Organ-Strukturen zum Ziel hat. Über den "Beginn der dynamischsten Periode in der Geschichte der Lungenheilkunde" und die Zukunft der regenerativen Medizin spricht Professor Dr. med. Werner Seeger, Vorsitzender der Deutschen Gesellschaft für Innere Medizin (DGIM) und Sprecher des UGLC, am 25. November 2005, auf einer Pressekonferenz der DGIM in Berlin.

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»DGIM »Lungenhochdruck »VISION


Von verschiedenen Formen des Lungenhochdrucks sind weltweit insgesamt 100 Millionen Patienten betroffen. "Bis noch vor etwa sechs Jahren gab es kein richtiges Therapiekonzept für die Betroffenen", betont Professor Seeger, der Kongresspräsident des Internistenkongresses 2006 in Wiesbaden ist. Inzwischen gäbe es jedoch mehrere Ansätze, mit der jüngsten Entwicklung der weltweiten Zulassung von Viagra zur Behandlung des Lungenhochdruckes. Große Aufmerksamkeit hatte im Vorfeld dieser Zulassung die so genannte "Mount Everest-Studie" erlangt, bei der die Wirksamkeit von Sildenafil bei Sauerstoffmangel-induziertem Lungenhochdruck in extremen Höhenlagen getestet wurde. Es kann erwartet werden, dass die jetzt verfügbaren Therapieansätze des Lungenhochdruckes - und insbesondere deren Kombination - körperliche Belastbarkeit, Lebensqualität und Überlebensrate der betroffenen Patienten wesentlich verbessern. Darüber hinaus befinden sich weitere neuere Therapieansätze für diese Erkrankung in der Erprobungsphase.

Die Ziele der regenerativen Medizin bei Lungenerkrankungen greifen jedoch noch sehr viel weiter. So stellt der Wiederaufbau zerstörten Lungengewebes einen höchst attraktiven Denkansatz für alle Erkrankungen der Lunge mit Verlust (Emphysem) oder Vernarbung (Fibrose) der feinen Lungenbläschen (Alveolen) dar. Diese Erkrankungen sind für die betroffenen Patienten mit extremer Luftnot verbunden und bislang unheilbar. Erste experimentelle Untersuchen deuten an, dass auch bei diesen Erkrankungen mittelfristig ein Wiederaufbau der hauchzarten Gewebearchitektur der Lungenalveolen gelingen könnte. Dieses käme einer "Revolution" der bisherigen Therapieansätze gleich. In Berlin erörtert Professor Seeger, welche Visionen mit regenerativer Medizin verbunden sind, und was in der Praxis der regenerativen Medizin bereits heute machbar ist. Er gibt dort außerdem einen Ausblick auf die weiteren Schwerpunkte des 112. Internistenkongresses vom 22. bis 26. April 2006 in Wiesbaden.

TERMINHINWEIS:
Pressekonferenz der Deutschen Gesellschaft für Innere Medizin

"Zukunft der Inneren Medizin:
Zwischen medizinischen Visionen und finanziellen Restriktionen"

Freitag, 25. November 2005, 11.00 bis 12.00 Uhr
In den Geschäftsräumen der DGIM, Oranienburger Straße 22, 10178 Berlin

Vorläufiges Programm:

Regenerative Medizin innerer Organe: Die Zukunft hat begonnen
Professor Dr. med. Werner Seeger, Gießen

Individualisierte Therapie und evidenzbasierte Medizin: Ein Widerspruch?
Professor Dr. med. Georg Ertl, Würzburg

Verbot von Off-Label-Use: Gefährdung von Patienten mit seltenen Erkrankungen?
Patientenvertreterin Borgi Winkler-Rohlfing, Vorstand der Allianz Chronischer Seltener Erkrankungen (ACHSE), Wuppertal
und Professor Dr. med. Werner Seeger, Gießen

Akkreditierung:

O Ich werde die Pressekonferenz der DGIM am 25. November 2005, 11.00 bis 12.00 Uhr, Oranienburger Straße 22, 10178 Berlin, persönlich besuchen.

O Bitte informieren Sie mich kontinuierlich über aktuelle Themen der DGIM per Post/E-Mail (meine Adresse trage ich unten ein).

O Ich kann leider nicht teilnehmen. Bitte schicken Sie mir das Informationsmaterial für die Presse.

Kontakt für Rückfragen:
Ann Julia Voormann
DGIM Pressestelle
Postfach 30 11 20
70451 Stuttgart
Telefon: 0711 89 31 552
FAX: 0711 89 31 167
E-Mail: info@medizinkommunikation.org

Medizin - Kommunikation | idw
Weitere Informationen:
http://awmf.org
http://www.dgim.de
http://www.dgim2006.de

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