Forum für Wissenschaft, Industrie und Wirtschaft

Hauptsponsoren:     3M 
Datenbankrecherche:

 

Mehr Chancen für Leberkrebspatienten durch neue Verfahren

11.11.2005


Onkologie-Symposium am Universitätsklinikum Jena zu neuen Entwicklungen in Therapie und Diagnose von Tumoren


Neue Entwicklungen in der Onkologie sind das Thema des 22. Jenaer Onkologiesymposiums, das am 19. November am Tumorzentrum des Universitätsklinikums Jena stattfindet. Im Fokus der wissenschaftlichen Tagung stehen Innovationen in der Diagnostik und Therapie von Krebserkrankungen und Verbesserungen der Heilungschancen dank interdisziplinärer Zusammenarbeit der Fachdisziplinen in der Onkologie.

Vorgestellt werden dabei unter anderem neue Substanzen in der Chemotherapie, deren Wirkungsweise und damit verbundene bessere Heilungsaussichten.


In der chirurgischen Behandlung von Lebertumoren hat die Suche nach veränderten Ansätzen eine besondere Dringlichkeit: Patienten mit Tumoren in der Leber haben bisher nur selten gute Chancen auf eine Heilung. Die weltweit häufigste Krebserkrankung - am Jenaer Klinikum werden jährlich etwa 200 neuerkrankte Patienten mit bösartigen Tumoren in der Leber behandelt - verläuft nach wie vor in hoher Prozentzahl tödlich.

Die neuen, auf dem Symposium vorgestellten Ansätze zur Therapie dieser Krebsart bauen auf einer engen Zusammenarbeit von Radiologen, Internisten und Chirurgen auf. Ziel ist dabei in der Regel eine Verkleinerung des Tumors, um so eine chirurgische Entfernung, die nach wie vor die besten Chancen auf Heilung bietet, erst zu ermöglichen. Die Methoden sind dabei verschieden: Zum einen wird versucht, den Krebs durch eine Unterbrechung der Blutversorgung der Tumorzellen faktisch "auszuhungern", zum anderen wird das bösartige Geschwür durch gezielten Einsatz von Sonden mit Zellgiften oder durch punktgenaue Hitzeeinwirkung im Wachstum gestoppt oder zerstört.

Neben den Neuerungen bei der Therapie von Leberkrebs werden die ca. 200 Teilnehmer in den 16 Fachvorträgen des Symposiums auch einen Überblick über den Stand der Forschung in fast allen wichtigen Bereichen der Onkologie erhalten. Die Palette reicht dabei von Möglichkeiten der Gentherapie über neue Verfahren der radiologischen Diagnostik, innovative Operationstechniken in der Neurochirurgie und Urologie bis zu modernen Formen der Strahlentherapie.

Entsprechend sind die Organisatoren am Jenaer Tumorzentrum stolz auf das umfangreiche Programm: "Es ist uns gelungen, viele Themen abzudecken, die derzeit an vorderster Wissenschaftsfront erforscht werden", so PD Dr. Annelore Altendorf-Hofmann, Leiterin des Tumorzentrums. "Diese aktuellsten Erkenntnisse zu vermitteln ist äußerst wichtig, um so den Kollegen aufzuzeigen, welche Chancen die neuen Verfahren bei Krebserkrankungen bieten."

19. November, 9.00 Uhr,
XXII. Jenaer Onkologiesymposium "Neue Entwicklungen in der Onkologie"
Tumorzentrum des Universitätsklinikums Jena
Hotel Steigenberger Esplanade Jena

Kontakt:
PD Dr. Annelore Altendorf-Hofmann
Tumorzentrum am Universitätsklinikum Jena
Tel. 03641/933114
E-Mail: tumorzentrum@med.uni-jena.de

Helena Reinhardt | idw
Weitere Informationen:
http://www.uni-jena.de/

Weitere Berichte zu: Krebserkrankung Onkologie Onkologiesymposium Tumorzentrum

Weitere Nachrichten aus der Kategorie Medizin Gesundheit:

nachricht Prostatakrebs: Tumorgewebe gezielt behandeln
20.11.2019 | Medizinische Hochschule Hannover

nachricht Gehen verändert das Sehen
20.11.2019 | Julius-Maximilians-Universität Würzburg

Alle Nachrichten aus der Kategorie: Medizin Gesundheit >>>

Die aktuellsten Pressemeldungen zum Suchbegriff Innovation >>>

Die letzten 5 Focus-News des innovations-reports im Überblick:

Im Focus: Kleine Teilchen, große Wirkung: Wie Nanoteilchen aus Graphen die Auflösung von Mikroskopen verbessern

Konventionelle Lichtmikroskope können Strukturen nicht mehr abbilden, wenn diese einen Abstand haben, der kleiner als etwa die Lichtwellenlänge ist. Mit „Super-resolution Microscopy“, entwickelt seit den 80er Jahren, kann man diese Einschränkung jedoch umgehen, indem fluoreszierende Materialien eingesetzt werden. Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler am Max-Planck-Institut für Polymerforschung haben nun entdeckt, dass aus Graphen bestehende Nano-Moleküle genutzt werden können, um diese Mikroskopie-Technik zu verbessern. Diese Nano-Moleküle bieten eine Reihe essentieller Vorteile gegenüber den bisher verwendeten Materialien, die die Mikroskopie-Technik noch vielfältiger einsetzbar machen.

Mikroskopie ist eine wichtige Untersuchungsmethode in der Physik, Biologie, Medizin und vielen anderen Wissenschaften. Sie hat jedoch einen Nachteil: Ihre...

Im Focus: Small particles, big effects: How graphene nanoparticles improve the resolution of microscopes

Conventional light microscopes cannot distinguish structures when they are separated by a distance smaller than, roughly, the wavelength of light. Superresolution microscopy, developed since the 1980s, lifts this limitation, using fluorescent moieties. Scientists at the Max Planck Institute for Polymer Research have now discovered that graphene nano-molecules can be used to improve this microscopy technique. These graphene nano-molecules offer a number of substantial advantages over the materials previously used, making superresolution microscopy even more versatile.

Microscopy is an important investigation method, in physics, biology, medicine, and many other sciences. However, it has one disadvantage: its resolution is...

Im Focus: Mit künstlicher Intelligenz zum besseren Holzprodukt

Der Empa-Wissenschaftler Mark Schubert und sein Team nutzen die vielfältigen Möglichkeiten des maschinellen Lernens für holztechnische Anwendungen. Zusammen mit Swiss Wood Solutions entwickelt Schubert eine digitale Holzauswahl- und Verarbeitungsstrategie unter Verwendung künstlicher Intelligenz.

Holz ist ein Naturprodukt und ein Leichtbauwerkstoff mit exzellenten physikalischen Eigenschaften und daher ein ausgezeichnetes Konstruktionsmaterial – etwa...

Im Focus: Eine Fernsteuerung für alles Kleine

Atome, Moleküle oder sogar lebende Zellen lassen sich mit Lichtstrahlen manipulieren. An der TU Wien entwickelte man eine Methode, die solche „optischen Pinzetten“ revolutionieren soll.

Sie erinnern ein bisschen an den „Traktorstrahl“ aus Star Trek: Spezielle Lichtstrahlen werden heute dafür verwendet, Moleküle oder kleine biologische Partikel...

Im Focus: Atome hüpfen nicht gerne Seil

Nanooptische Fallen sind ein vielversprechender Baustein für Quantentechnologien. Forscher aus Österreich und Deutschland haben nun ein wichtiges Hindernis für deren praktischen Einsatz aus dem Weg geräumt. Sie konnten zeigen, dass eine besondere Form von mechanischen Vibrationen gefangene Teilchen in kürzester Zeit aufheizt und aus der Falle stößt.

Mit der Kontrolle einzelner Atome können Quanteneigenschaften erforscht und für technologische Anwendungen nutzbar gemacht werden. Seit rund zehn Jahren...

Alle Focus-News des Innovations-reports >>>

Anzeige

Anzeige

VideoLinks
Industrie & Wirtschaft
Veranstaltungen

Chemnitzer Linux-Tage 2020: „Mach es einfach!“

18.11.2019 | Veranstaltungen

Humanoide Roboter in Aktion erleben

18.11.2019 | Veranstaltungen

1. Internationale Konferenz zu Agrophotovoltaik im August 2020

15.11.2019 | Veranstaltungen

VideoLinks
Wissenschaft & Forschung
Weitere VideoLinks im Überblick >>>
 
Aktuelle Beiträge

Kleine Teilchen, große Wirkung: Wie Nanoteilchen aus Graphen die Auflösung von Mikroskopen verbessern

20.11.2019 | Materialwissenschaften

Eisberge als Nährstoffquelle - Führt der Klimawandel zu mehr Eisendüngung im Ozean?

20.11.2019 | Geowissenschaften

Gehen verändert das Sehen

20.11.2019 | Medizin Gesundheit

Weitere B2B-VideoLinks
IHR
JOB & KARRIERE
SERVICE
im innovations-report
in Kooperation mit academics