Forum für Wissenschaft, Industrie und Wirtschaft

Hauptsponsoren:     3M 
Datenbankrecherche:

 

Hypnose - Therapie verhilft zur Schwangerschaft

05.10.2005


Viele Paare wünschen sich Kinder, doch nicht immer klappt eine Schwangerschaft zu dem Zeitpunkt, den die zukünftigen Eltern planen. In einer ganzen Reihe von Fällen ist ein Baby auf natürlichem Wege überhaupt nicht möglich. Hier setzt die Arbeit der Fortpflanzungsmedizin ein, die auch zahlenmäßig zunehmend an Bedeutung gewinnt: 80 000 mal pro Jahr werden in Deutschland Eizellen eines Zyklus künstlich im Reagenzglas befruchtet. 1,5 % aller Neugeborenen sind Retortenbabies.Die Befruchtung einer Eizelle außerhalb des Körpers der Mutter und ihr Rücktransfer in die Gebärmutter ist ein hochtechnisierter Vorgang, der bei den betroffenen Eltern gemischte Gefühle hervorruft. Groß ist die Enttäuschung, wenn die Schwangerschaft trotz aller Mühen nicht klappt.



An der Frauenklinik des Klinikums der Universität München - Großhadern bekommen Frauen, die sich einer künstlichen Befruchtung unterziehen, auf Wunsch eine Hypnosebehandlung. "Wir haben festgestellt, dass die Patientinnen damit deutlich entspannter sind und offenbar auch leichter schwanger werden", sagt Professor Dr. Christian Thaler, Leiter der Sektion für Fortpflanzungsmedizin. "Durch die Hypnose-Therapie wird eine maximale Entspannung und eine positive Grundstimmung erreicht." Vermutlich wird durch die Hypnose auch die Entspannung und die Durchblutung der Gebärmutter-Muskulatur verbessert, was eine große Rolle bei der Einnistung eines Embryos spielt. Außerdem sind die behandelten Frauen bei Vorgängen wie der Eizell-Punktion und dem Embryonen-Transfer ruhiger und zuversichtlicher. Hinter der Hypnotherapie steckt kein "undurchsichtiger Hokuspokus", sondern ein Konzept von Dr. Sabine Kindler-Doleschel, einer erfahrenen Ärztin und Dozentin für Hypnose und Psychotherapie.



Da die Koordination von Terminen bei den unterschiedlichen Phasen der künstlichen Befruchtung schwierig ist, und um die Methode auch in einem größeren Rahmen anbieten zu können, haben die Fortpflanzungsmediziner in Großhadern eine praktische Abhilfe ersonnen: Die Hypnose-Therapie gibt es jetzt auf einer CD, die die Frauen nicht nur bei der Behandlung in der Klinik hören können, sondern auch zu Hause zur Entspannung. Zur CD gibt es ein Begleitbuch mit den wichtigsten Fakten zur künstlichen Befruchtung.

Die Hypnotherapie ist auch Thema beim Fortbildungssymposium zur Reproduktionsmedizin am 7. Oktober 2005 am Klinikum der Universität München in Großhadern.

Das Set "Endlich schwanger werden" erscheint im Econ-Verlag und kostet 18 Euro.

Weitere Informationen bei
Prof. Christian Thaler,
Telefon 089/ 7095-4588,
eMail thaler@med.uni-muenchen.de

S. Nicole Bongard | idw
Weitere Informationen:
http://www.klinikum.uni-muenchen.de

Weitere Berichte zu: Befruchtung Hypnose Schwangerschaft

Weitere Nachrichten aus der Kategorie Medizin Gesundheit:

nachricht Mit dem Nano-U-Boot gezielt gegen Kopfschmerzen und Tumore
19.07.2018 | Universitätsmedizin der Johannes Gutenberg-Universität Mainz

nachricht Verminderte Hirnleistung bei schwachem Herz
18.07.2018 | Universitätsklinikum Würzburg

Alle Nachrichten aus der Kategorie: Medizin Gesundheit >>>

Die aktuellsten Pressemeldungen zum Suchbegriff Innovation >>>

Die letzten 5 Focus-News des innovations-reports im Überblick:

Im Focus: Superscharfe Bilder von der neuen Adaptiven Optik des VLT

Das Very Large Telescope (VLT) der ESO hat das erste Licht mit einem neuen Modus Adaptiver Optik erreicht, die als Lasertomografie bezeichnet wird – und hat in diesem Rahmen bemerkenswert scharfe Testbilder vom Planeten Neptun, von Sternhaufen und anderen Objekten aufgenommen. Das bahnbrechende MUSE-Instrument kann ab sofort im sogenannten Narrow-Field-Modus mit dem adaptiven Optikmodul GALACSI diese neue Technik nutzen, um Turbulenzen in verschiedenen Höhen in der Erdatmosphäre zu korrigieren. Damit ist jetzt möglich, Bilder vom Erdboden im sichtbaren Licht aufzunehmen, die schärfer sind als die des NASA/ESA Hubble-Weltraumteleskops. Die Kombination aus exquisiter Bildschärfe und den spektroskopischen Fähigkeiten von MUSE wird es den Astronomen ermöglichen, die Eigenschaften astronomischer Objekte viel detaillierter als bisher zu untersuchen.

Das MUSE-Instrument (kurz für Multi Unit Spectroscopic Explorer) am Very Large Telescope (VLT) der ESO arbeitet mit einer adaptiven Optikeinheit namens GALACSI. Dabei kommt auch die Laser Guide Stars Facility, kurz ...

Im Focus: Diamant – ein unverzichtbarer Werkstoff der Fusionstechnologie

Forscher am KIT entwickeln Fenstereinheiten mit Diamantscheiben für Fusionsreaktoren – Neue Scheibe mit Rekorddurchmesser von 180 Millimetern

Klimafreundliche und fast unbegrenzte Energie aus dem Fusionskraftwerk – für dieses Ziel kooperieren Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler weltweit. Bislang...

Im Focus: Wiener Forscher finden vollkommen neues Konzept zur Messung von Quantenverschränkung

Quantenphysiker/innen der ÖAW entwickelten eine neuartige Methode für den Nachweis von hochdimensional verschränkten Quantensystemen. Diese ermöglicht mehr Effizienz, Sicherheit und eine weitaus geringere Fehleranfälligkeit gegenüber bisher gängigen Mess-Methoden, wie die Forscher/innen nun im Fachmagazin „Nature Physics“ berichten.

Die Vision einer vollständig abhörsicheren Übertragung von Information rückt dank der Verschränkung von Quantenteilchen immer mehr in Reichweite. Wird eine...

Im Focus: Was passiert, wenn wir das Atomgitter eines Magneten plötzlich aufheizen?

„Wir haben jetzt ein klares Bild davon, wie das heiße Atomgitter und die kalten magnetischen Spins eines ferrimagnetischen Nichtleiters miteinander ins Gleichgewicht gelangen“, sagt Ilie Radu, Wissenschaftler am Max-Born-Institut in Berlin. Das internationale Forscherteam fand heraus, dass eine Energieübertragung sehr schnell stattfindet und zu einem neuartigen Zustand der Materie führt, in dem die Spins zwar heiß sind, aber noch nicht ihr gesamtes magnetisches Moment verringert haben. Dieser „Spinüberdruck“ wird durch wesentlich langsamere Prozesse abgebaut, die eine Abgabe von Drehimpuls an das Gitter ermöglichen. Die Forschungsergebnisse sind jetzt in "Science Advances" erschienen.

Magnete faszinieren die Menschheit bereits seit mehreren tausend Jahren und sind im Zeitalter der digitalen Datenspeicherung von großer praktischer Bedeutung....

Im Focus: Erste Beweise für Quelle extragalaktischer Teilchen

Zum ersten Mal ist es gelungen, die kosmische Herkunft höchstenergetischer Neutrinos zu bestimmen. Eine Forschungsgruppe um IceCube-Wissenschaftlerin Elisa Resconi, Sprecherin des Sonderforschungsbereichs SFB1258 an der Technischen Universität München (TUM), liefert ein wichtiges Indiz in der Beweiskette, dass die vom Neutrino-Teleskop IceCube am Südpol detektierten Teilchen mit hoher Wahrscheinlichkeit von einer Galaxie in vier Milliarden Lichtjahren Entfernung stammen.

Um andere Ursprünge mit Gewissheit auszuschließen, untersuchte das Team um die Neutrino-Physikerin Elisa Resconi von der TU München und den Astronom und...

Alle Focus-News des Innovations-reports >>>

Anzeige

Anzeige

VideoLinks
Industrie & Wirtschaft
Veranstaltungen

Stadtklima verbessern, Energiemix optimieren, sauberes Trinkwasser bereitstellen

19.07.2018 | Veranstaltungen

Innovation – the name of the game

18.07.2018 | Veranstaltungen

Wie geht es unserer Ostsee? Ein aktueller Zustandsbericht

17.07.2018 | Veranstaltungen

VideoLinks
Wissenschaft & Forschung
Weitere VideoLinks im Überblick >>>
 
Aktuelle Beiträge

Automatisiertes Befüllen von Regalen im Einzelhandel

19.07.2018 | Verkehr Logistik

Mobilfunkstrahlung kann die Gedächtnisleistung bei Jugendlichen beeinträchtigen

19.07.2018 | Studien Analysen

Mit dem Nano-U-Boot gezielt gegen Kopfschmerzen und Tumore

19.07.2018 | Medizin Gesundheit

Weitere B2B-VideoLinks
IHR
JOB & KARRIERE
SERVICE
im innovations-report
in Kooperation mit academics