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Bedrohung durch medikamentenresistente Viren steigt

29.07.2005


Gefährdung bei HIV, Hepatitis B und Grippe



Wissenschafter der Health Protection Agency (HPA) warnen vor Viren, die der Zerstörung durch weit verbreitete Medikamente entgehen können. Es gäbe immer mehr Menschen mit HIV Formen, die gegen die Behandlung mit mehreren Medikamenten resistent seien. Ein Report zum konkreten Ausmaß der Gefahr wurde für den Herbst dieses Jahres angekündigt. Laut Peter Borriello sei die Frage heute nicht, ob es zu Resistenzen kommen werde, sondern nur noch wann. "Resistenzen können nicht verhindert werden."

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Die HPA untersuchte gemeinsam mit anderen Forschungsinstituten das Auftreten von Resistenzen gegen antivirale Medikamente. An der sechs Jahre dauernden Studie nahmen 4.450 HIV Patienten teil. Nach zwei Jahren Behandlung mit dem derzeit wirkungsvollsten Ansatz, HAART, hatten zehn Prozent der Teilnehmer eine Resistenz entwickelt. Nach vier Jahren stieg die Anzahl der Resistenzen auf 20 Prozent. Nach sechs Jahren waren die Medikamente bereits bei 30 Prozent der Patienten wirkungslos geworden. Die HPA schätzt laut BBC, dass in Großbritannien bei den HIV Patienten bis zu einer von vier Betroffenen eine Resistenz entwickeln wird. In vier Prozent der Fälle könnte es zu einer Resistenz gegen alle drei HAART Medikamente kommen. Derzeit sind rund 60.000 Menschen in Großbritannien mit HIV infiziert. 2003 wurden 35.500 mit HAART behandelt.

Es wird angenommen, dass die Resistenzen auch bei Neuinfektionen ungefähr gleich hoch sein werden. Bei einem Wert von einem von fünf Patienten liege es nahe, dass resistente Virenstämme von einer Menschen auf den anderen übertragen werden. Andere Viren entwickeln ebenfalls Resistenzen. Bei Hepatitis B haben rund 20 Prozent der Stämme eine Möglichkeit gefunden, die am meisten verbreiteten Medikamente wirkungslos zu machen. Weitere fünf Prozent widerstehen auch neueren Medikamenten. Laut Borriello ist derzeit bereits ein Prozent der Viren, die Grippe verursachen, gegen Medikamente wie Relenza und Tamiflu resistent.

Michaela Monschein | pressetext.austria
Weitere Informationen:
http://www.hpa.org.uk

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