Forum für Wissenschaft, Industrie und Wirtschaft

Hauptsponsoren:     3M 
Datenbankrecherche:

 

HELIOS Kliniken GmbH führt Qualitätswettbewerb an

12.07.2005


  • 18% geringere Krankenhaussterblichkeit als im bundesweiten Vergleich
  • Gesetzlich vorgesehene Qualitätsberichte unzureichendes Instrument

"Die medizinische Qualität in deutschen Kliniken muss endlich vergleichbar gemacht werden", fordert Ralf Michels, Hauptgeschäftsführer der HELIOS Kliniken GmbH. "Mit unserem Qualitätsmanagementsystem haben wir hierzu nicht nur die Voraussetzungen geschaffen, wir haben seine Effektivität erfolgreich bewiesen." So hat die private HELIOS Kliniken GmbH in ihren Kliniken eine um durchschnittlich 18 Prozent geringere Sterblichkeit als in vergleichbaren deutschen Krankenhäusern hinsichtlich der behandelten Fälle zu erwarten wäre. Dies dokumentiert der erneut erschienene Medizinische Jahresbericht des Unternehmens.

... mehr zu:
»HELIOS

Im Gegensatz zu den derzeit in Deutschland üblichen Qualitätssicherungsverfahren, die nur Strukturen und Prozesse erfassen, setzt HELIOS auf die direkte Messung der für die Patienten bedeutsameren Ergebnisqualität: "Der härteste Parameter für die medizinische Qualität im Krankenhaus ist die Sterblichkeit. An diesem Parameter messen wir uns im nationalen wie im internationalen Vergleich. Hieran kann sich auch jedes andere Krankenhaus in Deutschland beteiligen", so Michels. "Wir stehen für Transparenz und Offenheit. Unsere Ergebnisse kann jedermann seit Jahren im Internet nachlesen. Diese nachvollziehbaren Zahlen machen es den niedergelassenen Ärzten, Krankenkassen und den Patienten leichter, die Qualität einzelner Kliniken zu vergleichen. In jedem anderen Dienstleistungsbereich wäre diese Vergleichbarkeit selbstverständlich."

Da das HELIOS-Qualitätsmanagement auf der Analyse routinemäßig erhobener Daten basiert, könnte jede Klinik in Deutschland es ohne zusätzlichen Dokumentationsaufwand sofort übernehmen. "Wir haben schon Anfragen von Universitätskliniken, die sich für unsere System interessieren", erklärt PD Dr. med. Thomas Mansky, Leiter der Konzernabteilung Medizinische Entwicklung und für das HELIOS-Qualitätsmanagement verantwortlich. Die vom Gesetzgeber ins Leben gerufenen Qualitätsberichte betrachtet er als nur unzureichendes Instrument, da sie noch keine Veröffentlichung tatsächlicher Ergebnisqualität vorsehen. "Wir erfüllen die gesetzlichen Vorgaben, werden aber darauf drängen, die Qualitätsberichte auf ein so hohes Transparenzniveau hin zu entwickeln, wie wir es schon seit Jahren mit unserem Berichtswesen pflegen. Und dazu gehört selbstverständlich auch die Offenlegung der diagnosebezogenen Krankenhaussterblichkeit", sagt Mansky.


Krankenhaussterblichkeit 18 Prozent niedriger

Die gemessene Verbesserung der medizinischen Ergebnisqualität in den HELIOS-Kliniken spiegelt sich in einer anhand des DRG-Systems risikoadjustierten Sterblichkeit von 0,82 wider, wobei 1,0 den exakten Durchschnitt und Werte über 1 eine negative Abweichung vom Durchschnitt bedeuteten. Die Anzahl der Todesfälle in den HELIOS-Kliniken ist somit um 18 % niedriger als sie es wäre, wenn die gleichen Fälle in einem gedachten deutschen Krankenhaus mit durchschnittlicher Sterblichkeit in allen DRGs behandelt würden.
Seit der Einführung des Qualitätsmanagementsystems im Jahr 2000 in den Kliniken des Konzerns ist es HELIOS gelungen, sowohl insgesamt über alle Behandlungsfallgruppen (DRGs) hinweg als auch für herausgehobene Leistungsbereiche deutliche Verbesserungen zu erzielen. Aus der Gesamtheit aller Behandlungsfallgruppen hat HELIOS 22, an nationalen und internationalen Referenzwerten orientierte medizinische Unternehmensziele (www.helios-kliniken.de/medizinziele) definiert, deren Erreichen wesentliche Vorteile für die Patienten bedeutet.

Beispiele für gemessene Qualitätsverbesserungen

- Die Sterblichkeitsraten von Patienten mit Herzinfarkt, Herzschwäche (-insuffizienz) oder Lungenentzündung (Pneumonie) konnten im Laufe der letzten Jahre immer weiter gesenkt werden und lagen im Jahr 2004 in den HELIOS-Kliniken jeweils deutlich unter den deutschen Vergleichswerten.
- Die Sterblichkeitsrate nach großen Darmoperationen (vor allem bei Darmkrebs) betrug 3,9 Prozent und damit erneut deutlich unter dem medizinischen Unternehmensziel "weniger als 6 Prozent".
- Auch bei den Patienten mit Langzeitbeatmung über 24 Stunden und bei Patienten mit Blutvergiftung (Sepsis) konnte die Sterblichkeit jeweils unter die Zielwerte gesenkt werden.
"Natürlich bedarf es ständiger Anstrengungen, um diese erfreulichen Ergebnisse in Zukunft nicht nur zu halten, sondern weiter zu verbessern", sagt Mansky. "Dies gilt unter anderem für die Versorgung von Schlaganfallpatienten, wo wir unsere Qualitätsziele noch nicht ganz erreicht haben. Die in verschiedenen Kliniken ergriffenen strukturellen und organisatorischen Maßnahmen sollten aber im Jahr 2005 auch hier zu einer spürbaren Verbesserung der Ergebnisse führen."

Die HELIOS Kliniken GmbH ist mit einem Umsatz von EUR 1,2 Mrd. einer der großen privaten Träger von Akutkliniken. Derzeit gehören zum Konzern 25 Kliniken, darunter vier Krankenhäuser der Maximalversorgung in Erfurt, Berlin-Buch, Wuppertal und Schwerin. Zurzeit beschäftigt das Unternehmen 18.000 Mitarbeiter bei einer Gesamtkapazität von 9.500 Betten und jährlich 330.000 stationär behandelten Patienten.

Weitere Informationen über das Unternehmen und seine Kliniken erhalten Sie im Internet unter www.helios-kliniken.de

Pressekontakt:
Torsten Böhmer
Telefon: +49 6 61 83 39 - 5 77
E-Mail: tboehmer@fulda.helios-kliniken.de

Torsten Böhmer | idw
Weitere Informationen:
http://www.helios-kliniken.de

Weitere Berichte zu: HELIOS

Weitere Nachrichten aus der Kategorie Medizin Gesundheit:

nachricht „Small meets smaller“ – Nanopartikel beeinflussen Schimmelpilzinfektion der Atemwege
05.07.2018 | Universitätsmedizin der Johannes Gutenberg-Universität Mainz

nachricht Goldstandard für die Messung von Schmerzen
03.07.2018 | Universitätsklinikum Jena

Alle Nachrichten aus der Kategorie: Medizin Gesundheit >>>

Die aktuellsten Pressemeldungen zum Suchbegriff Innovation >>>

Die letzten 5 Focus-News des innovations-reports im Überblick:

Im Focus: Erste Beweise für Quelle extragalaktischer Teilchen

Zum ersten Mal ist es gelungen, die kosmische Herkunft höchstenergetischer Neutrinos zu bestimmen. Eine Forschungsgruppe um IceCube-Wissenschaftlerin Elisa Resconi, Sprecherin des Sonderforschungsbereichs SFB1258 an der Technischen Universität München (TUM), liefert ein wichtiges Indiz in der Beweiskette, dass die vom Neutrino-Teleskop IceCube am Südpol detektierten Teilchen mit hoher Wahrscheinlichkeit von einer Galaxie in vier Milliarden Lichtjahren Entfernung stammen.

Um andere Ursprünge mit Gewissheit auszuschließen, untersuchte das Team um die Neutrino-Physikerin Elisa Resconi von der TU München und den Astronom und...

Im Focus: First evidence on the source of extragalactic particles

For the first time ever, scientists have determined the cosmic origin of highest-energy neutrinos. A research group led by IceCube scientist Elisa Resconi, spokesperson of the Collaborative Research Center SFB1258 at the Technical University of Munich (TUM), provides an important piece of evidence that the particles detected by the IceCube neutrino telescope at the South Pole originate from a galaxy four billion light-years away from Earth.

To rule out other origins with certainty, the team led by neutrino physicist Elisa Resconi from the Technical University of Munich and multi-wavelength...

Im Focus: Magnetische Wirbel: Erstmals zwei magnetische Skyrmionenphasen in einem Material entdeckt

Erstmals entdeckte ein Forscherteam in einem Material zwei unabhängige Phasen mit magnetischen Wirbeln, sogenannten Skyrmionen. Die Physiker der Technischen Universitäten München und Dresden sowie von der Universität zu Köln können damit die Eigenschaften dieser für Grundlagenforschung und Anwendungen gleichermaßen interessanten Magnetstrukturen noch eingehender erforschen.

Strudel kennt jeder aus der Badewanne: Wenn das Wasser abgelassen wird, bilden sie sich kreisförmig um den Abfluss. Solche Wirbel sind im Allgemeinen sehr...

Im Focus: Neue Steuerung der Zellteilung entdeckt

Wenn eine Zelle sich teilt, werden sämtliche ihrer Bestandteile gleichmässig auf die Tochterzellen verteilt. UZH-Forschende haben nun ein Enzym identifiziert, das sicherstellt, dass auch Zellbestandteile ohne Membran korrekt aufgeteilt werden. Ihre Entdeckung eröffnet neue Möglichkeiten für die Behandlung von Krebs, neurodegenerative Krankheiten, Alterungsprozessen und Virusinfektionen.

Man kennt es aus der Küche: Werden Aceto balsamico und Olivenöl miteinander vermischt, trennen sich die beiden Flüssigkeiten. Runde Essigtropfen formen sich,...

Im Focus: Magnetic vortices: Two independent magnetic skyrmion phases discovered in a single material

For the first time a team of researchers have discovered two different phases of magnetic skyrmions in a single material. Physicists of the Technical Universities of Munich and Dresden and the University of Cologne can now better study and understand the properties of these magnetic structures, which are important for both basic research and applications.

Whirlpools are an everyday experience in a bath tub: When the water is drained a circular vortex is formed. Typically, such whirls are rather stable. Similar...

Alle Focus-News des Innovations-reports >>>

Anzeige

Anzeige

VideoLinks
Industrie & Wirtschaft
Veranstaltungen

Interdisziplinäre Konferenz: Diabetesforscher und Bioingenieure diskutieren Forschungskonzepte

13.07.2018 | Veranstaltungen

Conference on Laser Polishing – LaP: Feintuning für Oberflächen

12.07.2018 | Veranstaltungen

Materialien für eine Nachhaltige Wasserwirtschaft – MachWas-Konferenz in Frankfurt am Main

11.07.2018 | Veranstaltungen

VideoLinks
Wissenschaft & Forschung
Weitere VideoLinks im Überblick >>>
 
Aktuelle Beiträge

Interdisziplinäre Konferenz: Diabetesforscher und Bioingenieure diskutieren Forschungskonzepte

13.07.2018 | Veranstaltungsnachrichten

Maschinelles Lernen: Neue Methode ermöglicht genaue Extrapolation

13.07.2018 | Informationstechnologie

Fachhochschule Südwestfalen entwickelt innovative Zinklamellenbeschichtung

13.07.2018 | Materialwissenschaften

Weitere B2B-VideoLinks
IHR
JOB & KARRIERE
SERVICE
im innovations-report
in Kooperation mit academics