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Gutartige Prostatavergrößerung: Neue OP-Methode mit grünem Laser löst Probleme beim Wasserlassen sehr schonend

23.03.2005


In Deutschland leiden zehn Millionen Männer unter einer gutartigen Vergrößerung der Prostata (benigne Prostatahyperplasie oder Adenom) und haben Probleme beim Wasserlassen. Die bisher etablierte Operationsmethode, die sog. transurethrale Resektion (TURP), ist zwar sehr wirksam, aber mit Risiken und Nebenwirkungen verbunden. Mit einer elektrisch gespeisten Schlinge wird das störende Gewebe abgehobelt. Die Nachteile sind Blutungen und schwere Störungen des Salzhaushalts durch das Einschwemmen von Spülflüssigkeit.

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"Diese Nachteile gehören der Vergangenheit an", so Privatdozent Dr. med. Gralf Popken, Chefarzt der Urologischen Klinik des HELIOS Klinikums Berlin-Buch, der seit einigen Wochen den Laser im grünen Lichtbereich (Greelight-Laser) einsetzt und bisher 20 Patienten operiert hat. "Das Verfahren entfernt das störende Gewebe effektiv, aber wesentlich schonender", hebt Dr. Popken hervor. Mit der Spitze des Greenlight-Lasers wird das überflüssige Gewebe stark erhitzt und verdampft fast blutungsfrei. Schon kurz nach dem Eingriff können die Patienten wieder beschwerdefrei Wasser lassen. Nach dem Eingriff ist nur noch für wenige Tage etwas Blut im Urin; das Brennen beim Wasserlassen verschwindet mit der Wundheilung. Auf Sexualität und Potenz hat das neue Verfahren keine negativen Auswirkungen.

Die Patienten können die Klinik nach drei bis vier Tagen verlassen. Bei der transurethralen Resektion hingegen mussten die Patienten acht Tage in der Klinik bleiben. Zum Skalpell müssen die Urologen nicht greifen. Der Zugang mit den enkoskopischen Operationsgeräten und einer Videokamera zur Prostata erfolgt über die Harnröhre. Die Kamera überträgt Bilder auf einen Monitor, so dass die Urologen ein sehr übersichtliches Operationsfeld besitzen.


In Deutschland müssen sich jährlich 61.000 Männer einer Prostataoperation unterziehen, nach der Einschätzung von Dr. Popken kann bei jedem zweiten Patient das neue Gerät eingesetzt werden. Allerdings nicht zur Behandlung von Prostatakrebs. Beim Verdampfen kann kein Gewebe zur histologischen Untersuchung entnommen werden. Daher muss sicher sein, dass die Prostata-Veränderung auf jeden Fall gutartig ist. Die Kosten werden wie bei dem bisher etablierten Verfahren (transurethrale Resektion) von den gesetzlichen Krankenkassen übernommen.

Torsten Böhmer | idw
Weitere Informationen:
http://www.helios-kliniken.de

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